Irgendwann zwischen 14 und 15 Uhr tauchte Aua im Zimmer auf mit den dümmlichen Worten, ach, du bist da? Leute, es gibt Situationen, da hat man seine größte Not, das Adrenalin zu kontrollieren. Ich sagte ihr, dass ich Lust auf ein Stück Kuchen oder ähnliches habe, sie könne ja mitkommen, wenn sie wolle. Zu meiner Überraschung war ich wieder existent und sie wollte. Also gingen wir, ich musste auch durch einen Spaziergang meine Wut abbauen, zum Marriott, das eine ganz gute Konditorei hat und eine ganz nette Terrasse. Irgendwie verhielt sie sich jetzt stimmungsneutral. Trotzdem bekam ich langsam Angst, mich nicht mehr kontrollieren zu können. Das Bedürfnis, ihr den Hals umzudrehen, wurde immer stärker. In solchen Situationen klammere ich mich immer an kleine Strohalme, wie jetzt, dass ich mir sagte, okay, ich bringe noch den Termin heute Abend hinter mich, bevor ich sie im Chao Phraya versenke.
Es wurde auch langsam Zeit, mich für den Abend zu rüsten. Ob sie mitging war mir nicht klar, aber gleichzeitig auch egal. Wir nahmen ein Taxi zurück zum Hotel, sprachen aber kein Wort. Im Zimmer zog ich andere Klamotten an und wie selbstverständlich, machte sie ebenfalls Anstalten, sich umzukleiden. Sie fragte mich, was für Fummel sie tragen solle. Ich entgegnete, dass es mir wurscht sei, es ist ja kein Staatsempfang. Sie meinte, sie wolle sowieso nur sehen, was für eine Tussi der Kollege dabei hat, wahrscheinlich irgendeine Nutte. Es gibt Situationen, da sagt man besser nichts und erfreut sich an der fiktiven Vorstellung, ihr ganz langsam den Hals umzudrehen und den Anblick zu genießen, wie ihr langsam die Zunge aus dem Hals kommt.