Indien Über Umwege zu Jay Jagannath und wieder zurück

Puschkar:

Für mich haben die Hindus sehr stimmungsvolle Zeremonien für ihre Götter, und Pushkar ist hier sicherlich ein Highlight. Pushkar gilt als einer der heiligsten Orte des Hinduismus. Der Legende nach entstand der Pushkar-See, als Brahma, der Schöpfergott, hier eine Lotusblüte fallen ließ.
Pilger nehmen rituelle Waschungen an den 52 Ghats rund um den See vor, um sich spirituell zu reinigen.


Was einem visuell auffallen kann, sind Kühe, die von heiligen Männern begleitet werden und Polymelie haben, also zusätzliche Gliedmaßen aufweisen, weil sie einen parasitären Zwilling in sich tragen. Die religiöse Bedeutung dahinter ist allerdings unklar.


Besonders anregend fand ich das Brahma Parikrama, einen Umzug, bei dem eine Brahma-Statue in einer Prozession um den See gefahren wird. Sie stoppt an den einzelnen Ghats, es spielt eine Brass Band und es wird getanzt.

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Jodhpur:

Während Jaipur die pinke Stadt ist, so ist Jodhpur, wie auf den Bildern der Altstadt zu sehen, die blaue Stadt. Das markante Merangah Fort auf einem Tafelberg über der Altstadt ist sicher das Highlight. Ebenso beeindruckend ist das Jaswant Thada, ein Grabmal aus weißem Marmor am Fuß des Forts.


Für mich ist Jodhpur auch der Inbegriff der Kriegerkaste der Hindus, weil das Fort Wehrhaftigkeit symbolisiert. Vereinfacht lassen sich die Kasten in vier Hauptgruppen einteilen, die jeweils einen Teil des menschlichen Körpers darstellen. So sind die Brahmanen die oberste Kaste und stehen für den Kopf des Menschen. Die Kshatriyas mit den Rajputen bilden die Arme und sind die Kriegerkaste. Der Bauch mit den Oberschenkeln wird von den Vaishyas eingenommen, die Händler, Bauern und Handwerker verkörpern. Abschließend folgen die Shudras, die Arbeiter, Diener und die traditionell als unberührbar geltenden Gruppen symbolisieren. Das ist jetzt natürlich sehr lehrreich, aber wenn wir später in Bhubneshwar sind, werden wir das erneut aufgreifen.


Für mich war Jodhpur sehr authentisch und hatte viel Flair. Das war nicht immer so in Rajasthan, denn es ist sicherlich die touristisch am meisten erschlossene Region in Indien.

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Es sind sehr schöne Fotos. Sag mal wo sind die Nutten und die hübschen Frauen. Schöne alte Häuser und vom Land gefallen wir sehr. Ich mag es aber geht da mehr?
Also wie am Beginn des Berichtes festgehalten wurde, ist das nicht Teil des Threads. Ich habe durch den Bericht Zugriff auf Inhalte aus dem Memberbereich erhalten, und das wollte ich mir einmal ansehen. Ich schreibe eigentlich nie Berichte, obwohl ich genug Material hätte, weder hier noch anderswo. So bin ich zum Beispiel mit dem Motorrad durch Vietnam, Kambodscha und Laos gefahren, vielleicht meine ultimative Fotoreise, aber ohne Thailand, weil das meinem Geschmack nach kein Land, sondern ein Bordell ist.

Oder ich habe es als Österreicher während meiner Reise in Peru und Bolivien im Hostel Austria, im Zimmer „Feldkirch“ in La Paz, ein par Tage mit einer Bolivianerin getrieben, allerdings ohne Bezahlung und ohne Fotos zu machen. Aber es gab extrem geile Orgasmen, weil 4000 Meter über dem Meer eben Sauerstoffmangel herrscht und der Kreislauf kippt. Anschließend bin ich mit dem Mountainbike in den Amazonas gefahren, kann ich uneingeschränkt empfehlen

Ich habe jetzt mit der Beendigung dieses Berichtes begonnen, weil man abschließen sollte, was man angefangen hat, und es auch keinen sonderlich großen Aufwand darstellt.

Für mich war ebenso Phnom Penh problematisch, weil man selbst dann, wenn man die eigentlichen Hotspots der käuflichen Liebe meidet, im restlichen Nachtleben ständig mit Prostituierten konfrontiert ist. Und ich sehe es als jemand, der ein gutes Leben hat, nicht als erstrebenswert an, mich an der Not anderer zu bedienen. Weil ich meinem Gegenüber nicht den aufgestauten Tag entgegen stottere und auf den Bauch klatsche, wenn ich merke, dass sie eigentlich gar nicht lesen kann.

Ja, ich habe in Puri Amerikaner getroffen, die den Winter auf den Philippinen und den Sommer in Odisha verbringen, aber das hatte nichts mit meiner Reise zu tun. Natürlich gab es in Indien Möglichkeiten für käufliche Liebe, aber es lag nicht in meinem Interesse.

Grüße

Der Titteninspektor
 
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auszuhauen, ist voellig daneben
Ich habe hier sicher nicht rausgehauen, wenn ich sage, ich hätte ein gutes Leben im Vergleich zu einer Person aus Kambodscha; die Feststellung trifft sicherlich auf beinahe jeden Staatsbürger meines Herkunftslandes zu.

Ich habe am Anfang des Berichtes festgehalten, dass ich käufliche Liebe nicht für verwerflich halte. Sie ist das älteste Gewerbe und tritt in den unterschiedlichsten Formen auf. Brauche ich nur an die Russlandreise denken: Ich bin seit sechs Stunden in Moskau und habe 200 Tinder-Likes. Du schreibst ein paar an, und es findet sich die Modefachverkäuferin, die auf deine Kosten sowieso mal raus möchte ins ländliche Russland und dich gerne begleitet. Du musst dich dann fragen, willst du den Aufwand in Kauf nehmen und dann auch noch ständig die Dame im Schlepptau haben, damit sie dir abends das Bett wärmt, oder eben doch das Land ansehen und abwarten, was noch kommt.

Ich hatte in Santa Cruz de la Sierra auch den Taxifahrer meines Vertrauens, der mich zu schönen einheimischen Damen gebracht hat, weil mir dort die Bolivianerinnen besonders gut gefallen hatten. Ich bin grundsätzlich mit der Reise beschäftigt und habe nicht so viel Zeit, mich der Kontaktaufnahme mit den Damen zu widmen. Bei den Chicas läuft es eigentlich immer gut, aber nicht immer so einfach, dass plötzlich auf einer Tour zu Sehenswürdigkeiten eine Chilenin ihren Freund zum Teufel jagen will, obwohl er ebenso im Tourbus saß, weil du die bessere Option bist und einen Reisepass aus Österreich hast. Das hat ordentliche Spannungen verursacht, und ich war selbst hin- und hergerissen, weil sie sehr attraktiv war.

Aber wenn ich an Kambodscha denke, wurde von meiner Abfahrt an in Saigon immer wieder Negatives über die dortigen Vorgänge herangetragen. Wie eine Destination wirklich ist, erfahre ich, wenn ich dort bin, und Phnom Penh ist ein guter Hub für lokale Besichtigungen, deshalb habe ich ja ein Leihmotorrad. Aber dass ich in einem Viertel lande, wo ich gegessen und abends entspannt hatte, wo sie der Reihe nach antanzen und mich auf Geilheit bringen wollen. Aber in den Gesprächen kommt heraus, dass sie ohnehin eher schlecht drauf sind und dann auch nicht lesen können.

Aber ganz selbstverständlich taucht ein kleiner fetter Australier mit einem Motor-Harleydavidson-Club-Pattaya-T-Shirt auf, mit ein paar Schnecken im Schlepptau, die mir auch noch vorwerfen, dass du hier der Freundlichkeit halber eine nehmen musst, und dann beinahe auch noch handgreiflich geworden wären, weil du bisher alle abgewiesen hast. So ein Verhalten kann ich weniger gutheißen.


 
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Ich hoffe dir ist klar, dass Angkor Wat, das groesste religioese Bauwerk der Welt
Ich bin immer dankbar für einen anspruchsvollen Diskurs, aber das Verwechseln von Logistik und personellem Aufwand mit Statik ist für mich weniger verständlich. Die Fähigkeit zum Bau einer Kuppel haben die Muslime von den Römern gelernt und auch nach Indien gebracht. Die Feststellung, dass dieses Wissen in Indien neu angekommen ist, ist keine Herabwürdigung. Wie bereits festgehalten: Die Inder hatten andere Qualitäten, und ich würde das so hinnehmen.

Eigentlich kann man die Italiener herabwürdigen, weil dieses Wissen lange Zeit verloren ging und erst mit der Renaissance wiederentdeckt wurde und mit Brunelleschi im Dom von Florenz und seiner Kuppel eine neue Hochzeit fand. Aber ob Inder, Muslime oder Italiener, Statik bleibt eben Statik.
 
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Am Weg nach Jaisalmer:

In meinem Reiseführer fand ich zu Rajasthan folgende Charakterisierung: „The more arid and desert-like India becomes, the more colorful its people are.” Jodhpur liegt eigentlich am Rande der Thar-Wüste, und während meiner Fahrt nach Jaisalmer versuche ich, ein paar der Eindrücke, die dies untermauern, als Image festzuhalten

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