Pattaya Odyssee der Gefühle - Fünf Tage, fünf Erkenntnisse

The Nam Situation – Teil 2

Am 13. März um 03:36 Uhr deutscher Ortszeit klingelte mein Handy: mitten in der Nacht und zur besten Schlafenszeit. Ich hab für einen Moment dran gedacht den Anruf zu ignorieren (schon aufgrund meiner Müdigkeit), dachte mir „letzte Chance aus der Nummer noch raus zu kommen“. Stattdessen unterdrückte ich den Anruf, robbte mich zu meinem Festnetz rüber (es war saukalt im Zimmer) und rief Nam an. Ich musste irgendwie wach werden, weil nun höchste Konzentration angesagt war. Ich fragte Nam, die mittlerweile über sechs Stunden auf dem Polizeirevier war, wie hoch die Kaution sei: Nam meinte 1000 Baht. Ich fragte gleich nochmal nach, den ich konnte mir nicht vorstellen, das wir uns über so einen „Portobetrag“ ernsthafte Sorgen machen müssten. War ja klar das ich mich verhört oder sie sich nicht richtig verständlich machen konnte: über Nam´s Lippen glitt ein „tenthousand Baht“. Ich war erstmal sowas von bedient: was ist denn bitteschön mit dem Ladyboy vorgefallen, das man so ein drakonische Strafe zahlen muss? Ich wollte es vorerst nicht wissen (und weiss es bis heute auch noch nicht) und fragte ob Nam Paypal hat. Hatte sie nicht. Auf Anfrage von Western Union konnte sie ebenfalls nichts vorweisen. Wie kann man im heutigen Internetzeitalter keines dieser beiden internationalen Transaktionsmedien besitzen? Ich sagte Nam, das ich mich um die Situation kümmern werde und lag auf. Ohne großartig nachzudenken, fiel ich in mein Bett und schlief ein.

Um 05:30 Uhr klingelte erbarmungslos der Wecker: ich schliech mich übermüdet ins Badezimmer und dachte nach. Wie ich bereits bei unserem ersten Treffen angeschrieben habe, war Nam´s Vorstrafenregister aufgrund einer nicht weiter zu erwähnenden Notwehr bereits existent. Wie kann man sich also in eine solche Situation bringen, wenn ich doch weiss das ich unter Beobachtung stehe? Zudem: wie kann man nicht einmal 10.000 Baht auf seinem Konto haben, wenn eine „Notlage“ wie diese eintreffen sollte? Sprüche wie „i can take care about myself“ und ihre Einstellung alá „ich geh shoppen, um zu chillen“ hatten einen Wahrheitsgehalt von null Prozent. Nam hatte nicht nur mich, sondern vor allem sich auch selber verarscht!

Nur gut das der Wochentag ein Mittwoch war und ich nur vormittags arbeiten musste. Deswegen konnte ich mich den kompletten Nachmittag der „Nam Situation“ widmen. Parallel zum Anruf in der Nacht hatte sich noch ein weiteres, besorgtes „Mitglied“ unserer „Gruppe“ angeschlossen: ich bekam noch in der Nacht eine SMS von Nam´s Schwester, an die ich mich erst einmal wand. Ich musste ganz „old school like“ die Transaktion von 10.000 Baht über mein Girokonto laufen lassen und fragte erst einmal nach der IBAN (International Bank Account Number). Die schrieb aber ersteinmal wortwörtlich, ob sie sich nicht 15.000 Baht leihen könnte und sobald sie das Geld habe, würde es sie mir zurückgeben. Ich dachte aber garnicht dran, mal eben noch 5000 Baht draufzulegen. Thaimädels und Geld leihen: eine Beziehung, die ich bereits mit Nacharee bitter bereuen musste. Ich schrieb zurück, das ich versuche 10.000 Baht auf Nam´s Konto drauf zu bekommen und ich garantiert kein Geld an Leute leihe, die ich nicht kenne (was sie mit einem „ok“ quittierte). Auf Nachfrage der IBAN textete sie mir irgendwelche unbrauchbaren AGB´s der Bangkok Bank.Furchtbare Kommunikation bis dato, sollte aber noch schlimmer kommen. Um Bewegung in die Situation zu bekommen, fuhr ich zu meiner Bank: next stop „Sparkasse“.
 
Scherz oder?
Hast du in der tat vor ihr den betrag zu überweisen?

Ich bin bestimmt der letzte, der seine Leser attackiert aber: AUGEN AUF!!!

Ich empfand es für nicht fair, sie mit der Situation alleine zu lassen. Sollte ich sie etwa sich selber überlassen? Was würde ein anderer in meiner Lage tun? Ich entschloss mich der Sache anzunehmen.

The Nam Situation – Teil 3

In der Bank angekommen widmete sich gleich ein netter Angesteller meiner Nachfrage wegen einer internationalen Überweisung. Wir benötigten für die Transaktion nicht nur die Adresse der Bangkok Bank und dessen Swift, sondern auch Nam´s Adresse (also wo sie wohnt) sowie Kontonummer. Ich füllte soweit alles aus, meinte aber das ich mich wegen der Adresse (von Nam) nochmal kundig machen müsste. Er fragte mich dann noch, was in der Zeile „Verwendungszweck“ rein soll. Was spontaneres als „Donation“ ist mir nicht eingefallen, heute wäre vielleicht ein „Jail Bail Longime“ ganz witzig gewesen.^^ Aber nach Witzen war mir nicht zumute: ich lies mir den Ausdruck geben und fügte hinzu, das ich die restlichen Informationen schriftlich hinzufügen werde.

Nachdem ich zuhause angekommen war, rief ich Nam´s Schwester an und fragte sie nach ihrer Adresse. Die fasselte wieder was von den 15.000 Baht, ging garnicht auf meine Frage ein und ich entschied mich (auch aufgrund ihres grottigen Englischkenntnisse) das Gespräch zu beenden. Ich rief gleich Nam an: an´s Telefon ging ein (offensichtlich) ein Cop. Ich stellte mich vor und sagte, das ich Namthip (so ihr vollständiger Vorname) sprechen wollte. Das verstand er und holte sie an´s Telefon. Ich sagte Nam, das es mir unmöglich ist mit ihrer Schwester zu kommunizieren und ich ihre Adresse benötige, um die Transaktion von 10.000 Baht zu vervollständigen. Sie meinte, das sie mir eine SMS schreiben würde. Die kam auch kurz danach, allerdings in Thaibuchstaben. Wie will ich den bitteschön Thaibuchstaben in ein deutsches Formular einsetzen? Ich textete zurück, wie sie sich das vorstellt und nannte ihr eine Beispieladresse (die von der Chili Bar) 437/41 für die Hausnummer und 20260 für die Postleitzahl. Das hat sie dann soweit kapiert und textete mir die richtigen Angaben. Ich rief sie dann noch einmal an: von meiner Seite aus kam ein ziemlich aggressiver Tonfall rüber, das war eben eine Mischung aus Frustration und Müdigkeit. Den genauen Verlauf des Gespräches weiss ich nicht mehr, nur das sie in ihrem letzten Satz ein „thank you for everything“ sprach. Ich habe aber aus lauter Wut schon beim „every...“ aufgelegt. Es war der 13. März um 16:21 Uhr: der Zeitpunkt von dem ich Nam das letzte Mal was hörte.

Am nächsten Tag ging es zur Sparkasse: diesmal empfing mich eine weibliche Angestellte, etwa in Nam´s Alter. Ich dachte mir „so eine wie dich habe ich letztens noch gefickt“, behielt aber meine schmutzigen Gedanken für mich. Die Transaktion lief über die Bühne und ich fragte nach der Bearbeitungsdauer: bis fünf Werktage ohne WE. Soll bedeuten, das Nam´s Schwester eine komplette Woche warten musste, bis sie Zugriff auf meine 10.000 Baht haben sollte. Das lies ich Nam´s Schwester als auch Nam selber über SMS wissen.

Wiederum einen Tag später versuchte ich Nam über ihr Handy zu erreichen. Es klingelte nur, keine Antwort. Später lies ich mir von Rose sagen, das ihr Bruder das Handy von ihr abgeholt hat und das der nicht an´s Telefon geht, versteht sich ja von selber. Mit Nam´s Schwester wollte ich nicht mehr aufgrund ihrer fatalen Englischkenntnisse nicht mehr reden. Die Tage verstrichen und ich bekam kein Feedback, ob das Geld nun auf dem Konto war oder nicht. Es hieß ja bis zu fünf Werktage. Ich brauchte eine Kontaktperson in Pattaya, der mit mir die „Nam Situation“ in Angriff nimmt. Wer wäre da also nicht besser geeignet als der Arbeitgeber? Next stop: Chili Bar.
 
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Sie muss doch nirgens registriert sein, wenn du ihr mit Western Union
Geld schicken willst.

Wusste ich zu dem Zeitpunkt aber nicht. :oops:

The Nam Situation – Teil 4

18. März etwa 08:33 Uhr: ich sollte schon längst in meinen Auto Richtung Arbeit düssen, aber diese Ungewissheit lässt mich in einem ohnehin den letzten Tagen paralysierten Zustand nur noch mehr zurm Nervenbündel werden. Ich erinnere mich an die Beispieladresse die ich Nam gegeben hatte. Diese Adresse (die ich aus dem Internet hatte) war ja bekannterweise die von der Chili Bar und darunter stand tatsächlich eine Telefonnummer. Also allen Mut zusammen genommen und dort angerufen.

Eine Frau meldete sich auf thai (wie sollte es auch anders sein) und ich sagte „hi my name is chris. I want to talk with somebody, who can speak English“. Die Frau fragte etwas auf Thai und ich wiederholte stur nochmal meine Anfrage. Sie liess ab und holte jemanden: mit einem „hello“ wurde ich begrüßt. Ich konnte nicht genau ahnen, wer am Ende der Leitung war: irgendwie hatte ich Schiss, das Rose am anderen Ende der Leitung sein könnte, weil ich vermutete das sie die letzte Person sei dir mir wegen Nam helfen würde. Ich bat die Person, mir die Mamasan zu geben, daher wir uns auch persönlich kannten und sie mir letztendlich Nam auch vorgestellt hat. Sie meinte aber nur „you can talk with me, no problem“. Ich wusste das es eine weitere Person in der Chili Bar gab, die sich neben der Mamsan hauptsächlich um die Kasse kümmerte. Eventuell hatte ich diese Person am Telefon? Ich offierte also, das ich gerne über Nam und deren Gefängnisaufenthalt sprechen würde. Ich wurde gefragt, von woher ich weiss das Nam im Gefängnis sitzt. Ich antwortete, das sie mich angerufen hätte. Ich vermute, das dies eine reine Vertrauensfrage war.

Ich fragte sie, wie wir mit der „Nam Situation“ umgehen. Sie sagte zu mir, das ich ja wissen sollte das sie nicht das erste Mal mit dem Gesetz in Konflikt geraten sei (was ich bejahte) und das es diesmal richtig teuer wird: 15.000 Baht wären fällig. Genau der Betrag, den mir Nam´s Schwester versucht hatte zu erklären: das konnte kein Zufall sein. Sie meinte, das sie die nächsten Tage zu Nam ins Gefängis geht, sie aber kein Geld („we have no moneyyyyy“^^) hätten. Na klar doch: der eigene Arbeitgeber hat in der High Season nicht einmal soviel Geld angespart, das es reicht um den Topstunner der Bar „auszulösen“. Mir klang das irgenwie suspekt, fragte aber nicht weiter nach.

Für mich war der Fall klar: 15.000 Baht auf den Tisch bedeutet das Nam draussen ist. Allerdings waren jetzt gerade mal 10.000 Baht auf ihren Konto. Daher ich nicht noch einmal bis zu fünf Werktage (wegen der internationalen Überweisung) warten wollte, entschied ich mich diesmal auf Western Union zurück zu greifen. Ich schlug vor, das ich weitere 10.000 Baht überweisen werde, sie mit dem Geld Nam auslösen sollte und den Rest als Startkapital für Nam benutzen sollte. Zusammen hätten wir dann 20.000 Baht im Fond. Sie war mit dem Vorschlag einverstanden und nannte mir zwecks Identifikationsabgleich ihren Namen „Wan“ (steht für Wansri). Danach tauschten wir noch Handynummern aus und ich transferierte weitere 10.000 Baht über Western Union. Ich war richtig froh, das ich Wan gefunden hatte: sie konnte sehr gutes Englisch (was ich ihr auch sagte) und ich sah ein kleines Licht am Ende des Horizontes.

Am nächsten Tag holte Wan das Geld von Western Union ab. Mittlerweile lies Nam´s Schwester mich wissen, das sie mein Geld nicht mehr bräuchte, ich ihr aber gleich sagte das ich jemanden anderen gefunden hätte der sich um Nam und mir kümmert. Sie solle die 10.000 Baht Wan geben. Parallel schrieb ich Wan eine SMS, das sie die anderen 10.000 Baht (neben den Western Union) von Nam´s Schwester abholen sollte. Wenn sie nicht kooperiert, solle sie mir es sagen. Nam´s Schwester gab ihr das Geld und so war Wan am 21. März mit 20.000 Baht ausgestattet, um die „Nam Situation“ zu lösen.
 
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Hallo!
Eine Frage: was kostet denn so eine internationale Überweisung bei der Spaßkasse?

Man hat die Möglichkeit, die Gebühr voll auf den Empfänger zu wälzen oder eben den Sender (also du oder ich). Eine Splittung (jeweils die Hälfte der Gebühren für beide Seiten) ist auch möglich. Ich habe mich für letztere Variante entschieden und zahlte (egal wie hoch der Betrag wäre) einmalig 10 Euro. Wan lies mich aber wissen, das sie das Geld im vollen Umfang erhalten hat und keine Gebühr gezahlt hat. Tendiert wohl auch danach, welche Bank der Empfänger ist.

Die weibliche Sparkassen Angestellte meinte dann nur noch, ob ich ein Muster des Vordruckes haben möchte: so könnte ich jederzeit internationale Überweisungen an die Person tätigen, ohne das ich je wieder was ausfüllen müsste. Habe aber "dankend" abgelehnt.:roll: Noch eine Anmerkung: bei Western Union habe ich 13,90 Euro an Gebühr bezahlt (bei Paypal wird die Gebühr vom Empfänger in Höhe von den kommenden Betrag eingezogen). Die Höhe der Gebühr resultierte aus der Höhe des zu überweisenden Betrages: je höher der Betrag, desto höher die Gebühr. Gleich vorweg: alles zusammen (ich musste auch Wan noch ein kleines "Taschengeld" abdrücken, siehe kommender Teil) habe ich um die 45 Euro bezahlt. Allerdings hatte ich die Möglichkeit, den Betrag großartig in meiner Arbeit abzuwälzen (ich habe nämlich auch Customer, die ich "bescheissen" kann:mrgreen:), so muss ich das Geld nicht auch noch von Nam einfordern.

Nicht wundern, aber ich bin sprachlos ... :?

Ich sitz hier auch auf heiße Kohlen, deswegen ziehe ich den Fall auch vor.

Noch ein kleiner Hinweis(einige hatten es schon mal erwähnt): Immer wenn Du das Gefühl hast das Wort "daher" zu schreiben, schreib "da" oder "weil". Dann passts eigentlich immer. :wink0:

Na wenn der drittplatzierte vom Wahl zum Reisebericht des Jahres 2012 das schon sagt, muss ja das Hand und Fuss haben.:mrgreen: Mir ist das gar nicht so aufgefallen, das das SO STÖRT. Beim tippen des kommenden Berichts war wieder so eine Situation und ich hab einfach ein anderes Wort genommen. Ansonsten habe ich deine restlichen Anmerkung wohlwollend zur Kenntnis genommen.:bye: Dir nochmal nachträglich viel Spaß in deinem Urlaub. :yes:

Auch für mich ist die ganze Gescichte nicht "gar nicht" nachvollziehbar, alles nur für eine Ueberweisung

Jan genau, vergieß aber das "wieso, weshalb, warum" nicht.

Was ist denn daran so lustig?

Member flux versucht mal wieder zu provozieren. Ich kenne das Spielchen aus meinen ersten Bericht. Nur hat er es da nicht geschafft, wird es hier nicht schaffen und wird es auch in meinem zukünftigen Reisebericht im August 2013 nicht schaffen.
 
The Nam Situation – Teil 5


Rose meldete sich über Facebook bei mir: sie wollte mich nur wissen lassen, das selbst Wan Schulden hat (ob dies die Chili Bar betraf wusste ich nicht, daher ich immer noch nicht weiss ob Wan finanziell an der Bar beteiligt ist) und sie mir eben nicht sagen könnte, ob ich auch wirklich mein Geld zurück bekomme, wenn ich wieder nach Pattaya käme. Ich lies Rose wissen, das ich Wan soweit traue und sie sich keine Sorgen um das Geld machen müsste. In zwei Tagen wird sie Nam im Gefängnis besuchen, dannhätten wir neue Informationen. Insgeheim wusste ich natürlich das es auch zu der Situation kommen könnte, das ich das Geld nie mehr wieder sehe. Zumal: wie will Nam jemals 20.000 Baht zurückzahlen? Theoretisch wollte ich ja kein Geld sehen, also dachte ich Richtung Eigenbedarf: entweder 20 Longtimes in der Low Season (das würde über zwei Jahre dauern) oder 13 Longtimes in der High Season (das würde über drei Jahre dauern). Wenn sie sich dabei noch selber barfinen würde, ging es noch schneller. Aber das war erstmal alles Theorie, hatte aber auch einen Plan B: wenn ich das Geld nicht im vollen Umfang zurück bekommen würde, werde ich die Chili Bar abfackeln. Wenn ihr also im August einen Farang mit einem Benzinkanister die Soi 6 runter schlendern sieht: hey das könnte ich sein.^^ Das mit dem „Bar abfackeln“ war natürlich nur ein Witz!

Am 23. März dann der Anruf bei Wan: sie hatte Nam im Gefängnis besucht und ich war sehr gespannt. Wan erzählte mir (Verbindung war ziemlich grottig, sie war wohl der Lautstärke zu urteilen im Bus) das Nam erstmal Geld für Utensilien (Kleidung, Waschartikel, etc.) benötigt hätte. Wie lange sie noch im Gefängnis bleibt konnte sie mir nicht sagen: ihr wurden keine weiteren Informationen gegeben, daher sie nicht der Familie angehörte. Wan meinte aber, das mein Geld definitiv auf ihrem Konto bleiben würde und sobald es Nam im vollen Umfang hat, es ja ein Problem zwischen ihr und mir wäre. Ich bestätigte das soweit. Wan sagte, das Nam erstmal für 24 Tage im Gefängnis bleibt, danach könnten wir uns neue Informationen holen. Wir verblieben dabei, das ich sie um den 15. April wieder anrufe.


Wan wiederholte sich oft: sie wollte genau wissen, das ich auch verstehe was sie sagt. Ich musste mehr oder weniger immer bestätigen, das ich verstanden habe was sie mir zu erklären versucht. Ich bedankte mich bei Wan für ihre Hilfe und wollte natürlich eine kleine Wertschätzung rüberbringen: ich sagte das sie sich 1.000 Baht von dem Geld nehmen sollte. Sie sollte ja nicht denken, das sie für mich umsonst „arbeitet“. Mit einem „thank you“ quittierte sie das Angebot und wir verblieben. Ich schrieb Wan noch eine SMS, das sie sich auf jedenfall bei mir melden sollte (via SMS), falls es was neues gibt.
Anfang April (ein bisschen mehr als eine Woche nach unserem letzten Telefongespräch) schrieb ich Rose an, ob Wan Facebook hat. Mit dessen E-Mail Funktion konnte man auch Kontakt halten. Rose sah meine Mail, antwortete aber nicht. Ich wartete sehr lange und fragte nach dem Grund (warum sie mir nicht antwortet, siehe auch Post #103 in diesem Thread). Einen Nachtrag gleich dazu: ich denke Rose hat den Mail Kontakt zu mir abgebrochen, weil ich in 90% unserer Gespräche immer nach anderen Mädels gefragt hatte (dieses Facebook mit seinen Profilen ist schon eine Alternative zu den „Bewerbungsgesprächen“ vor Ort^^) und ich denke, das sie keine Lust mehr hat auf so eine Art der Konversation. Ich kann ihr es nicht verübeln.^^

In totaler Torschlusspanik rief ich Wan am 03. April um 23:56 Uhr thailändischer Ortszeit (eigentlich war ausgemacht, das ich bis zum Feierabend nach 01:00 Uhr warten soll) an. Ich fragte ob sie Zeit zum reden hätte und das hatte sie auch. Wan sagte mir, das sie erst vor zwei Tagen bei Nam im Gefängnis war (eigentlich erwartete ich ja eine SMS von ihr wegen Neuigkeiten) und es ihr soweit gut geht. Nach diesem „Eisbrecher“ fragte ich nach der Beziehung zwischen ihr und Nam (es war das erste Mal, das ich mich mit Wan in Ruhe unterhalten, ohne das es irgendwie schnell gehen musste). Sie meinte zu mir, das sie sich eigentlich auch so schnell wie möglich die „Nam Situation“ lösen will. Es kam kein Satz alá „ich mache mir Sorgen um sie“ rüber, aber ich musste immer damit rechnen, das Wan auch Eigentümer der Chili Bar ist: wenn da "das beste Pferd im Stall" ausser Gefecht ist, sollte man schon eine Lösung finden.

Dann fragte sie mich, wann ich zurück nach Pattaya komme: August, also in vier Monaten, antwortete ich. Ich fragte Wan, ob sie wisse wie lange Nam noch einsitzt: dabei erzählte sie mir, das sie noch (oder war schon) in die „Police Station“ in die Soi 8 (also ich weiss von einem Polizeirevier in der Soi, ob es jetzt die 8 ist weiss ich nicht, könnte aber hinkommen) und die meinten vier Monate (!). Mir hat´s fast die Schuhe ausgezogen: ich musste ja damit rechnen, das ich ein „bisschen“ an der Nase rumgeführt werde. Das waren genau die vier Monate bis zu meinen nächsten Pattaya Einschlag. Ich hatte erst das Gefühl, das sie nur die Zahl wiederholt, die sie gerade von mir gehört hatte. Ich fragte erstaunt, was Nam´s Vergehen war, um so eine lange Zeit einzusitzen: Wan meinte zu mir, das Nam beim „rauchen“ erwischt worden ist. Nam´s Aussage gegenüber mir an dem ominösen 12. März war noch irgendwas mit „Ladyboy“. Wieso wurde das jetzt nicht angesprochen? Hat Nam aus Angst (gegenüber mir und Wan) nicht die Wahrheit gesagt? Wan meinte aber dann zu mir, das sie nicht „Familie“ ist und sie kaum was ausrichten könnte was Informationen oder eine Lösung der „Nam Situation“ mit sich bringen könnte. Sie meinte aber, das sie mir nach „Songkran“ (um den 20. April) jemanden vorstellt, der mir weiterhelfen könnte. Somit verblieben wir auch.
 
Zuletzt bearbeitet:
PS: Was das 'daher' angeht, vergiss es einfach. :mrgreen:

Vielleicht habe ich ja Tourette und ich weiss nix davon! :mrgreen: Dir noch eine schöne Zeit in LOS (wenn du das lesen solltest) und grüße riva. :bye:


Mal mal den Teufel nicht an die Wand ...

Hey vergiess es einfach: klar kann man gegen die Neulinge schön austeilen. Nur verweise ich auf zwei andere Threads im TAF, wo dieses Member ordentlich auf die Fresse bekommem hat, weil es "mit den großen Wölfen mitheulen" wollte: das war so eine Genugtuung, mal davon abgesehen das ich gewohnheitsmäßig einen fetten Haufen auf seine Meinung setze.


The Nam Situation – Teil 6

Sechs Wochen nach Nam´s Verhaftung kam Bewegung in´s Spiel: aber erstmal im Form einer fetten Rechnung meines Telefonanbieters. Diese ganzen „Sperenzchen“ von wegen nach Lust und Laune „meine“ Mädels aus Übersee anzurufen: Arsch lecken! Das es teuer werden könnte, war mir klar: aber als ich diese 300 % (!) Mehrkosten auf der Rechnung sah (1,15 Euro von Festnetz auf das Handy *kotz*), kam mir der Gedanke das der Smalltalk eingestellt werden musste und es nur noch um´s Detail gehen durfte. Wan wollte sich ohnehin einen E-Mail Account einrichten lassen (wahrscheinlich zuhause kein I-net, was weiss ich) und darum ging es auch gleich, nachdem ich bei ihr durchklingelte.

Am 21. April um 01:45 thailändischer Ortszeit hebte Wan ab. Ich also:“ hi Wan, it´s me Chris. Sorry that i call that late...“ was natürlich völliger Quatsch ist, weil sie ja ohnehin bis 01:00 Uhr arbeiten muss und ich ohnehin keinen Thai in dem Gewerbe (bis jetzt) kenne, der vor 04:00 Uhr ins Bett geht.^^ Wan quatschte gleich drauf los: ich weiss nicht, ob das schlecht oder gut ist. Ohne das ich überhaupt eine Frage gestellt hatte, blabberte sie los wie ein Wasserfall. Das sie wüsste, das ich nach der E-Mail Adresse von ihr gefragt hätte, leider es sich noch nicht einrichten lassen konnte, daher Songkran war und alles und jeder im Urlaub ist. Ich meinte das dies kein Problem ist und ich nur wissen wollte, ob diese Person die sie mir vorstellen wollte, eingetroffen ist. Die Person (die uns in der „Nam Situation“ helfen wird) war tatsächlich da: ob sie nun zur Familie gehörte, interessierte mich vorerst nicht weil meine Anschlussfrage war, wann sie Nam besuchen wird. Sie meinte zwischen Montag und Mittwoch eben zusammen mit dieser Person: sobald neue Details bekannt wären, würde sie mich anklingeln und ich könnte zurückrufen. Daher wir aber jetzt wirklich nicht in Eile waren, überließ ich ihr die Entscheidung: wenn ich nichts mehr von ihr hören sollte, würde ich eine Woche später (um den 28. April) um die selbe Uhrzeit (darauf achten, das sie Feierabend hat) anrufen, um mich auf den neuesten Stand zu bringen. Ich wünschte ihr noch schöne Feiertage und verabschiedete mich.
 
könnte es sein, das ich Rose (Bild aus deinem Album) in einer Beerbar direkt vor der Walking Street rechts gesehen habe?
Etwas anders geschminkt, mit großen Kulleraugen?

Allein in die Augen hätte man fallen können ...

Gleich mal vorweg: bei "Mädelsfragen" lieber PN senden, dann kann ich auch schneller antworten.

Zu deiner Frage: Rose treibt sich mehr im Queens Club rum, mal davon abgesehen war sie die letzten 2,5 Wochen (bis Freitag) auf SLT Tour.
Das mit den Augen kann ich so bestätigen (Killerblick :mrgreen:). Ich habe bereits ja erwähnt, was ihre Ausstrahlung ausmacht: bedauerlicherweise ist sie (für mich) nach dem duschen zu nichts mehr zu gebrauchen. Da fehlt es von hinten bis vorne an Oberweite (was auch an ihrem extrem dünnen Körperbau liegt): wie die nackt vor mir im Bett lag, half mir mein bestes Kopfkino nichts. Als ob man es mit einem einen vierzehnjährigen Ladyboy zu tun hat. Reine Zeitveschwendung, Wiederholungsgefahr liegt bei null.


The Nam Situation – Teil 7

Ein weiterer Teil und endlich der Durchbruch in dieser „never ending Story“, nicht aber vorher für mich die erschütterndste Meldung zu lesen, seitdem ich diesen Thread gestartet habe. Member Asiadragon publizierte im Beitrag #139 Insiderwissen, dessen ich sofort via PN kontaktierte. Mit dem Hintergrundgedanken „du fliegst jetzt da rüber und stichst ne Nutte ab“ legte sich aber meine Aufregung, daher diese Konversation nur aus billigen Floskeln und Vermutungen bestand. Im Prinzip konnte man diesen Beitrag als Spekulation abstempeln, wie sie bereits auch in den vergangenen sechs Teilen im Tagesgeschäft zu sehen sind. Die einzigste (!) brauchbare Information die mir zugetragen worden ist, wusste ich bereits an meinem zweiten Tag in Pattaya (die wurde mir August 2012 mal so nebenbei von der Besitzerin der Bar erwähnt) und war nicht weiter von Bedeutung. Somit war dieses Thema erledigt.

Nichtsdestotrotz musste ich mir aber einen neutralen Kontakt in Pattya besorgen, um wirklich sämtliche schizophrenen Gedankengänge zu entkräften. Hierfür eignete sich herrvoragend das Forum und ein Member war schnell ausfindig gemacht. Ich musste mich nun auf ein bedauerliches Niveau herablassen daher ich der erste gewesen wäre, der bei folgenden Zeilen „Stalking“ gerufen hätte. Ich fragte „TheChosenOne“ (richtiger Membername der Redaktion bekannt) ob er sich nicht einmal in der Chili Bar für mich (gegen einen gefallen natürlich) umsehen könnte. Hierfür stellte ich eine Art Fragenkatalog auf, selbstredend das er mich mit keiner Silbe erwähnen sollte. Leider darf ich auch auf Rücksicht von TCO (Abkürzung für „TheChosenOne“) nicht zu sehr ins Detail gehen, nur soviel: der Kontakt war erfolgreich und die Antworten die wir über Nam erhielten, bestätigten die von mir vorangegangenen Äußerungen mit einer kleinen, aber gewaltigen Fußnote: Nam wäre ab nächster (!) Woche wieder verfügbar, was bis dato völlig unmöglich erschien, daher sie ja noch die nächsten vier Monate „einsitzen“ sollte. Ich beriet mich mit TCO und dieser versicherte mir, das er sich aufgrund dieser Aussage der Sache nochmal mit einer etwas anderen Strategie annehmen würde. Dennoch ging er mit mir das „was wäre wenn“ Szenario durch, das natürlich hilfreich war eventuell in Zukunft nicht in solche Situationen zu geraten.

Am 28. April um 01:00 Uhr thailändischer Ortszeit folgte dann der Anruf bei Wan. Dank eines sehr netten Forenmembers, der mir einen Tip gab wie man über Skype billig ins Ausland telefonieren konnte, wollte ich diesmal ins sehr ins Detail gehen und brachte meinen vorbereiteten Fragenkatalog in „Position“. Diesmal sollte der „Shit serious“ werden: keine Ausreden Wan, mal Butter bei die Fische! Leider funktionierte bei Skype erstmal überhaupt nichts: wie ich auf Wan´s Handy anrief, konnte ich sie zwar hören aber sie mich nicht. Ich rief über die Webcam an, welche ein integriertes Mikrofon hat. Der Funktionstest über Skype gab grünes Licht: das Mikrofon erfasste meine Stimme, aber Wan konnte mich trotzdem nicht hören. Ich ersetzte die Webcam durch ein Headset: der Funktionstest ergab wieder, das alles korrekt lief, das Ergebnis (das Wan mich nicht verstand) blieb das gleiche. Frustriert, das das Skype Guthaben bis zum Anschlag aufgefüllt war und ich es nicht nutzen konnte (werd mal googeln, woran es happert. Hilfe von hier wird auch gerne angenommen^^), wechselte ich wieder zur Telekom Variante für 1,15 Teuro pro Einheit.

Als ich Wan am anderen Ende der Leitung hatte, fragte ich erstmal wie es ihr geht. Kurzer Smalltalk von ihrer Seite aus, dann fragte ich nach dem momentanen Status von Nam: „yes she is out“...WIE? WO? WAS? Ich fragte Wan, ob sie Nam im Gefängnis besuchten und was dabei herausgekommen sei. Wan meinte, das sie letzten Montag zusammen mit einem Familienangehörigen Nam aus dem Gefängnis abgeholt haben. Auf der einen Seite habe ich mich sehr gefreut, das diese Odyssee endlich ein Ende genommen hat, auf der anderen Seite hat es mir gestunken das dies mal so nebenbei erwähnt worden ist. Eigentlich war ausgemacht, das ich mit Informationen (SMS oder mal Handy anklingeln lassen, damit ich zurück rufen kann) versorgt werden sollte, wenn es was neues über Nam gab: ich stand sechs Werktage in der Schwebe, ohne das ich wusste das Nam bereits wieder in Freiheit war. Hier kam nun auch die Aussage von TCO in den Vordergrund, der mich informierte das Nam ab nächster Woche wieder verfügbar wäre. Allerdings gab es wohl „Abstimmungsprobleme“ bei Nam´s Schwester, die ich am Mittwoch via SMS fragte, ob Nam noch im Gefängnis sei, welche sie bejahte obwohl doch Wan gerade zu mir sagte, das sie sie am Montag abgeholt hätten. Dieses Wissen machte mich erstmal stutzig, mal von dem Geld abgesehen: hat man dieses nun benötigt, um Nam „auszulösen“? Darauf ging ich aber nicht ein, sondern dezimierte erstmal meinen Fragenkatalog.

Ich fragte Wan, wann Nam wieder in der Chili Bar arbeiten könnte. Sie meinte, das erstmal eine Gebühr wegen ihres Dienstausfalles fällig wäre (es ging um 2000 Baht), was aber kein Problem wäre daher sie dieses schnell verdienen könnte. Somit musste ich schonmal nicht vorschlagen, das der „Nam Fond“ noch weiter belastet wird. Ich war dann auch froh, das sich die Frage nicht stellte ob die überhaupt je wieder in der Chili Bar arbeiten durfte. Im Hinterkopf dachte ich mir eigentlich, das man so ne tendenzielle „Aggro Maus“ lieber vor die Tür setzen sollte, allerdings ist sie ja nachweislich das „beste Pferd im Stall“ und da drückt man lieber mal ein Auge zu. Ich nannte Wan den kommenden Montag, ob Nam wieder „einsatzbereit“ wäre und Wan stimmte zu. Ich meinte zu Wan, das ich sie am Dienstag (30. April) um 01:00 Uhr thailändischer Ortszeit bei ihr anrufen werde, um mit Nam zu sprechen. Auch hier vollste Zustimmung mit den Zusatz falls sich vorher was ergeben sollte, sie mich „anklingeln“ würde. Ich dachte mir, das hat die vorherigen sieben Teile auch nicht geklappt, wieso sollte es jetzt klappen?^^ Nachdem die Details geklärt waren, fragte ich Wan noch nach ihrer Position (nach all der Aufregung fiel mir endlich mal ein, diese Frage zu stellen). Mich interessierte es, was sie in der Bar arbeitet: ob sie ein Bargirl ist oder sich um das finanzielle kümmert. Wan meinte dann, das sie sich um die Einnahmen der Bar kümmert, was ich mir allerding schon dachte (schliesslich kenne ich alle Bargirls).

Zum Abschluss ging es dann um´s geschäftliche: ich fragte wieviel vom Nam Fond denn noch übrig sei und was wir damit jetzt machen. Ich schlug Wan vor, das sie ihn behalten solle (was die ökonomischste Lösung gewesen wäre). Allerdings kam eine etwas abstruse Geschichte, der ich inhaltlich nicht ganz folgen konnte (was allerdings auch an der Übersetzung vom Englischen ins Deutsche lag). Sie erzählte irgendwas von einer „Garantiehinterlegung“ die sie in der ISS Lagune Bar hinterlegt hätte (das Gasthaus gegenüber der Chili Bar, in dem ich residierte), nur um im gleichen Atemzug von ihrer Tochter zu sprechen. Dafür würde das Geld jetzt nämlich benötigt werden (Rose warnte mich bereits vor vier Wochen über Facebook, das dieser Fall eintreten wird) und Wan schlug auch gleich vor, das wenn sie das Geld bekommen würde, sie sich sofort an eine Ratenzahlung machen würde (laut meiner Rechnung würde sie dafür 47 Tage brauchen, genügend Zeit also bis zu meiner Ankunft in Pattaya im August). Ich wusste natürlich, das wenn ich es nicht erlauben würde, sie es offensichtlich trotzdem ausgeben würde: wie sollte ich das bitteschön kontrollieren? Also schlug ich Wan vor das ich ihr das Geld leihe, das wenn ich aber im August nach Pattaya zurück komme sie sich deswegen erklären müsste und dann „Zahltag“ wäre. Sie konterte natürlich, das dies alles kein Problem sei und ich gab meinen endgültigen Segen. „You are such a good men“ säuselte sie durch den Hörer, während ich mir dachte das sie den Zusatz „dumm“ und „naiv“ vergessen hatte. Mit dem Hintergedanken, das Wan an ihre Geschäftsfrau Ehre appelieren sollte, verabschiedete ich mich um noch einmal anzumerken, das es kommenden Dienstag zu dem Telefongespräch mit Nam kommen wird.

Danach schrieb ich eine PN an TCO, um ihn die neue Situation zu schildern. Dann ging es um 22:15 Uhr in die Diskothek (aber nicht um mich zu vergnügen: ich arbeite da), wo ich aber nach geraumer Zeit „Hummeln im Hintern“ hatte, weil ich eben aufgrund einiger Glücksendorphine mir bewusst war, das die „Nam Situation“ zu einem „Happy End“ führen würde. Demzufolge lies ich mich spontan zu einem Anruf von meinem Handy auf Nam´s Handy anstacheln und siehe da: am anderen Ende der Leitung (es war der 28. April um 03:45 Uhr thailändischer Ortszeit) hob tatsächlich nach über sieben Wochen mal wieder jemand ab. War es Nam? Sie erkannte ja meine Nummer auf dem Display, hob sie wegen mir ab? Leider verstand ich am anderen Ende der Leitung garnichts: im nachhinein eine ziemlich, schlechte Idee internationale Anrufe auf einer Diskothekentoilette zu führen, wo der Geräuschpegel doch immens ist.^^ Demzufolge legte ich wieder auf und „feuerte“ eine SMS hinterher, das Wan ihr Geld geben sollte damit sie ihr Handy aufladen könnte um wieder online (Facebook) zu gehen (Wan offierte ich die gleiche Nachricht). Nach kurzer Überlegung, ob ich heute vielleicht Nam (in einer ruhigen Umgebung) nochmal auf dem Handy anrufen sollte, riet ich mir selber davon ab und ging den „offiziellen“ Weg daher ich ja Wan bereits sagte, das ich Nam über sie kontaktieren werde und ich sie da jetzt nicht unbedingt „hintergehen“ wollte. Mal davon abgesehen, waren es keine 48 Stunden mehr hin bis zum nächsten Kontakt.
 
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The Nam Situation – Teil 8


Wenn es im Teil 7 dieser „never ending Story“ heisst das es zum Durchbruch kam, kommt nun der „Wendepunkt“. Aber erstmal die gute Nachricht (wobei ich in diesem kompletten Teil eigentlich keine schlechten erkenne): die „Firma“ Skype war so nett, mir mein aufgeladenes Guthaben wieder zurückzuerstatten, nachdem ich sie von den technischen Schwierigkeiten aufmerksam gemacht habe. Demzufolge musste wieder das Festnetz herhalten, was aber egal war: immerhin war ich auf der „Zielgeraden“. Wan versicherte mir, das Nam wieder in der Chili Bar ab Montag, den 29. April arbeiten würde und so kam es am darauf folgenden Tag zum Kontrollanruf. Allerdings machte ich mir eine halbe Stunde vorher meine Gedanken: ich hatte irgendwie Schiss das wenn ich ihre Stimme höre, ich wieder in dasselbe Verhaltensmuster zurückfallen würde, in dem ich eben schon einmal zu tief war. Man wäre wieder „zusammen“ und dann würde wieder jeden zweiten Tag geskypt & Co werden (obwohl und das betone ich nochmals immer die Initative von ihr ausging). So eine „Abhängigkeit“ macht sich negativ auf den Alltag und auf die Arbeit bemerkbar und im Moment war ich über diesen „Abstand“ sehr zufrieden. Ich bin auch mit diesem Hintergedanken in das Gespräch gegangen, wusste aber nicht was mich erwarten sollte.


Das Handy von Wan klingelte und sie nahm ab. Nachdem obligatorischen „how are you“ fragte ich nach Nam, ob sie denn heute zur Arbeit erschienen ist. Wan verneinte und verwies auf die nächsten beiden Tage. Nichts erwartet und trotzdem entäuscht worden: im Prinzip wusste ich ja das es sich einfach zu gut anhört, das ich wirklich heute nach der langen Zeit wieder mit ihr sprechen konnte. Ich habe selber nicht dran geglaubt und wurde jetzt bestätigt. Auch mit dem Hintergedanken, das ich mich wieder in Nam „verlieren“ werde, unterbreitete ich Wan folgenden Vorschlag: sie sollte einfach dafür Sorge tragen, das Nam ihr Handy aufgeladen bekommt so das sie wieder online gehen könnte, falls sie mich kontaktieren wolle. Zusätzlich könnte sie mich jederzeit anklingeln (die Option, die die letzten sieben Teile schon nicht funktioniert hat), falls Nam zur Arbeit kommen sollte. Ich merkte Wan im Gespräch an, das dieses Thema schon eine gewisse „Reizbarkeit“ bei ihr auslöste: verständlich wenn man sich mal die Historie der letzten sieben Wochen vornimmt. Wer hätte gedacht, das dies nur ein Vorbote war, was geraume Zeit später noch einsetzen würde.


„The Nam Situation“ war für mich gelöst: jeder hatte seinen Frieden gefunden und ich dachte nur noch sekundär an das geliehene Geld, das Wan von mir erhalten hatte. Hier würde ja erst eine Aufklärung im August (mein nächster Pattaya Urlaub) erfolgen und hatte jetzt keine Bedeutung. Ich schrieb TCO per PN den Inhalt des Gespräches und meinte er solle sich bei Gelegenheit mal in der Chili Bar umsehen, ob Nam´s Handy auch wirklich aufgeladen sei. Er bestätigte das soweit und ich konnte den „Fall“ zu die „Akten“ legen, um mich nun voll und ganz auf den kommenden August vorzubereiten.

03. Mai um 11:30 Uhr Stichwort Wendepunkt, der mich jetzt noch nachdem ich diese Zeilen schreibe, mit den Kopf schütteln lässt: mein Handy klingelt und ich sehe unter anderem in dieser Zahlenkette eine „911“ Nummer. Diese Vorwahl gibt es auch bei uns in der Region und ich nahm an, das es sich um einen regulären Anruf handelte. Ich nahm ab und meldete mich mit meinem vollständigen Namen. Auf der anderen Seite der Leitung war ein englischsprechendes Mädchen, die mich nochmals fragte ob ich auch der bin, der ich nunmal bin.^^ Ich bestätigte meinen Namen und realisierte, das ich gerade ein Mädchen aus Thailand am Apparat hatte. Ich dachte erst, das mit Wan ihrem Handy was nicht in Ordnung wäre (Rechnung nicht gezahlt, Aku leer, etc.) und sie mich über eine „Mittelsfrau“ anrufen lässt (drei Tage nach unserem letzten Kontakt). Jetzt hatte ich aber abgehoben und das Mädel war für die Kosten des Anrufs verantwortlich. Ich entschuldigte mich, das es eigentlich ausgemacht war das sie das Handy anklingeln lassen soll und ich dann zurückrufe. Ich meinte das wenn ich wieder in Pattaya bin, ich es „wieder gut mache“. Dabei hab ich schon mein „Sweet Mouth“ (O-Ton Rose siehe Beitrag #64) Repertoire ausgepackt, was dem Mädel am anderen Ende der Leitung ein kichern entlockte^^. Sie sagte dann zu mir „she wants to talk with you“ und ich wiederrum das ich leider in der Arbeit bin und erst in ca. 45 Minuten zurückrufen könnte. Sie meinte dann „i don´t know“ und ich nochmal drauf zu sprechen kam, das ich bald möglichst zurückrufe und mich bei ihr für die Nachricht bedankte bzw. das Gespräch dann beendete.


Um 12:15 Uhr versuchte ich Wan auf ihrem Handy zu erreichen: es klingelte, aber dabei blieb es auch. Normalerweise rufe ich ja nicht um diese Uhrzeit an, weil Wan zu mir auch vorher meinte das ich immer erst ab 01:00 Uhr thailändischer Ortszeit abwarten sollte, bis sie Feierabend hatte. Ich dachte mir nichts weiter und schrieb eine SMS (an die Nummer, wo mich diese „Mittelsfrau“ angerufen hat), das ich mich nochmal um 01:00 Uhr bei ihr melden würde. Um 14:00 Uhr klingelte mein Handy an und das mit der genau selben Telefonnummer, mit der ich vorher schon konfrontiert worden bin. Diesmal wusste ich es aber besser, drückte die Nummer weg, schnappte mein Festnetztelefon und wählte die Nummer. SO UND JETZT KOMMT ES: ich war in der Annahme das Wan mich nur um diese Uhrzeit anruft, weil es was wichtiges geben würde. Am anderen Ende der Leitung wurde abgehoben und mein obligatorisches „how are you doing“ kam und ich fragte, was sie für Neuigkeiten für mich hätte. Die Person am anderen Ende der Leitung sagte das sie am nächsten Tag mit mir skypen wolle, weil sie wissen will wo sie uns gemeinsam sieht. Ich war ein wenig perplex, nicht schon allein aufgrund der Frage sondern auch wie das jetzt in das Thema passt. Ich ließ mir aber nichts anmerken und meinte, das man gerne mal zusammen skypen könnte. Ich schaltete dann in Smalltalk Modus und die erstbeste Frage die mir einfiel war, wo sie gerade sei. Sie sagte „well, in the monkey house“. SHIT! Da war Nam am Telefon, die mich gerade aus dem Gefängnis anrief. Die Person, um die sich hier alles dreht: diejenige um die ich mir die letzten zwölf Wochen Gedanken machen musste und jene, mit der ich am 13. März das letzte mal gesprochen habe.
 
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Ich meine nicht nur wie das alles läuft, sondern das du im entscheidenden Moment nicht weißt WEN du da gerade in der Leitung hast ... :bang:[..]7,5 Wochen sind vergangen - und man erkennt die Stimme nicht mehr,vor allem wohl, weil du nicht damit gerechnet hast.

Vor allem der Einstieg: kann man nicht einfach seinen Namen sagen, maximal noch fragen wie es einem geht und gut ist? Anstatt wird über "gemeinsame Zukunftspläne" gefachsimpelt. Wer rechnet denn mit sowas? :roll:

P.S. Lass den Girlscounter weg - der passt nicht zu dir.

Ja war auch nur was für die Statistik, damit ich den Überblick für die nächsten 35 Jahre nicht verliere. :ornp: Aber ich habe ja noch meinen "Ma´Bitches" Bilderthread! :yes:

@Franke, nur zu deiner Info, wenn jemand in Thailand im Monkeyhouse sitzt,
dann wird ihm Handy und alles andere abgenommen.

Man darf doch erwarten das wenn ich diese "Mittelsfrau" besonders hervorhebe, das diese offensichtlich das Handy ins Gebäude geschmuggelt hat, das dann auch jeder checkt was gemeint ist.


The Nam Situation – Teil 9

Sie war es wirklich! Einfach mal so aus dem nichts heraus. Ich war glücklich: aber nicht weil ich ihre Stimme hörte, sondern nun endlich Antworten auf meine Fragen bekommen würde. Ich sagte ihr, das ich wirklich ihre Stimme vermisst habe und fragte nach dem allgemeinen Wohlbefinden. Ihr ging es soweit gut und an ihrer Stimme erkannte ich, das sie gute Laune hatte. Ob das nun damit zusammenhängt, das sie mich in der Leitung hatte oder einen anderweitgen Grund hatte, war mir erst einmal egal. Ich hielt eine große Zusammenfassung für angebracht und als wir beim Thema „Geld“ waren, ging ihre Laune parallel zu meiner in den Keller. Sie meinte, das sie sich für den entstandenen Schaden verantwortlich fühle und sie mir jetzt das Geld zurückzahle (kleiner „Lückenfüller“: wir reden von 19.000 Baht). Zudem ärgerte sie sich, das ich ausgerechnet Wan das Geld gab, daher sie die letzte Person sei die sie vertrauen würde. Ich blökte Nam an, das da niemand anderes gewesen ist, der mir / ihr helfen konnte und das ihre Schwester dank ihrer mangelnden Englischkenntnisse mehr Fragen als Antworten aufgeworfen hatte. Ich nahm aber auch gleich ein wenig Druck raus und meinte das sie (also Nam) nicht verantwortlich für das Geld sei: das dies nun eine Sache zwischen mir und Wan ist. Leider war es aber auch Fakt, das Wan mich angelogen hatte und ich das Gespräch noch am selben Tag suchen musste.

Nam versuchte mir dann zu vermitteln, das Wan diejenige ist die gelogen hat und ich ihr vertrauen sollte, was ich allerdings nie (und das habe ich ihr auch so gesagt) in Frage gestellt habe. Sie meinte dann, das sie am nächsten Tag die Möglichkeit hätte mit mir zu skypen. Ich dachte an Freigang oder so etwas ähnliches, aber im Moment war mir das egal: ich wollte wissen, wieso sie überhaupt im Gefängnis war und wie nun der Rest der Strafe behandelt wird. Zu ersten Frage machte sie keine klare Antwort: sei meinte, das wenn wir morgen skypen würde, ich ihr in die Augen sehe und verstehen würde, das sie unschuldig ist. Jetzt wusste ich ja von ihrer Vorstrafe (siehe Beitrag #88) die sie mir im Vertrauen erzählte: hier machte sie aber einen großen Bogen um die Angelegenheit, aber ich ließ es (voerst) auf sich beruhen. Ich fragte sie, wie der weitere Werdegang ist und sie meinte draufhin, das es kommenden Montag zu einem Gespräch mit ihr und einem Anwalt kommen würde. Das hörte sich alles ziemlich nach „Stagnation“ an und ich war in keinem Deut schlauer, als vorher. Deswegen kam die alles und entscheidende Frage: „Nam, what can i do to help you?“. Sie antwortete: „nothing“. Danke, das wars.

Ich hatte meinen Beitrag erfüllt: ich hatte versucht zu helfen, was aber „dank“ der Konstellation nicht möglich war. Zusammenfassend ging ich mit Nam nochmal alle Punkte durch und meinte, das wenn sie am nächsten Tag wirklich mit mir skypen könnte, ich definitiv online bin. Ansonsten sollte sie sich wieder melden, wenn sie sich mit ihrem Anwalt abgesprochen hat. Das war, was ich Nam offiziell erzählte. In Wirklichkeit war ich mit der „Nam Situation“ durch und daher ich ohnehin nicht mehr helfen konnte, bemühte ich mich auch garnicht mehr für weitere Lösungsvorschläge. Mir war egal, ob sie am nächsten Tag in Skype gewesen wäre: war mir nicht mehr wichtig. Der weitere Werdegang ihrer Gefängnisstrafe war mir noch egaler. Es machte keinen Sinn mehr zu klammern: man(n) muss doch nach vorne schauen, wenn sich der Sinn und Zweck einer Sache nicht erschliesst. Ich ließ mir aber nichts anmerken und verabschiedete mich von Nam. Sie meinte am Schluss „how to you say this in german“ und ich erwiderte, weil ich ja nicht wusste was sie in deutsch sagen will „how to you say what in german“. Sie dann kackdreist: „ich liebe dich“. Ich kneife die Augen zusammen und schüttel mit den Kopf: „ich liebe dich auch Nam“ und lege auf. Wie kann man so ein wunderschöne Bekundung mal eben so aus dem Ärmel schütteln mit dem Hintergrundwissen, das man es sowieso nicht ernst meint? Labile Persönlichkeiten würden so eine Äußerung für bare Münze nehmen: ich auch, wenn ich es nicht besser wüsste und mir nun den ganzen Scheiß von der Seele schreiben müsste. Diese Aktion hatte definitiv noch Gesprächsbedarf, aber wie gesagt hatte ich mit der „Nam Situation“ abgeschlossen.

Zur „Feier des Tages“ ging es noch in´s GYM: dort war es aber komischerweise für einen Freitag so etwas von voll, das ich nur 50 % meines Trainingspensum an den Mann brachte (immerhin war bei mir noch Nachtschicht angesagt) und mich entschloss, die anderen 50 % am nächsten Tag zu „liefern“. Also ging es nach einer Stunde wieder nach Hause und als ich die Wohnung betrat , hörte ich schon wie sich das Telefon heiss klingelte: kurzer Blick auf das Display und ich erkannte eine weitere thailändische Nummer. Ich ruf diese zurück in der Annahme, das es wirklich wichtig ist: immerhin hatten wir ja erst vor zwei Stunden alles geklärt. Was solltes es also neues geben? Ein thailändischer Typ meldet sich am anderen Ende der Leitung: ich kläre ihn auf, von woher ich die Nummer habe und er versteht erstmal Bahnhof, bevor er „wait, wait, wait“ Laute von sich gibt. Er gibt den Hörer weiter und ich höre ein „hello“ am anderen Ende der Leitung. Ich muss ja nicht erwähnen, mit welcher Person ich gerade „verbunden“ wurde. Ich sagte „why are you calling me Nam“ und sie meinte „i want to talk with you“. Da kam eigentlich der Moment, wo ich richtig sauer wurde und sie sich eigentlich nur ihre „Streicheleinheiten“ abholen wollte, die sie von mir mittlerweile gewohnt war (siehe Beitrag #104). Sie konfrontierte mich, das sie ja in der Police Station Soi 9 (nicht wie ich ursprünglich dachte im Gefängnis) ist, ab morgen (Samstag) mit mir skypen könnte und dann Montag sich mit ihrem Anwalt trifft. All diese Dinge, die ich bereits (mal von der Police Station abgesehen) wusste. Ich sagte Nam in meiner Frustration, das ich wir uns hier im Kreis drehen und sie wurde ziemlich kleinlaut (wie in der ersten Nacht auf der Police Station, wo sie mich raus geklingelt hat). Im Versuch mir noch etwas zu erklären, brach die Verbindung ab.

In meiner angestauten Wut rief ich Wan an zu der ich sagte, das sie Nam auf der Police Station besuchen und damit alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen sollte. Ich meinte auch gleichzeitig, das dies unser letztes Gespräch ist, bevor ich im August wieder nach Pattaya komme und dort mein Geld bei ihr abholen würde. Wan hatte aber schon während des gesamten Gesprächs schon auf „Durchzug“ geschalten (in dem einen Ohr rein, aus dem anderen Ohr wieder raus) und interessierte sich herzlich wenig für mein Anliegen. Das sie mich angelogen hatte, kam von meiner Seite aus nicht zur Sprache. Den „Spaß“ hebe ich mir für August auf, wenn ich ihr „Face to Face“ gegenüberstehe und es dann um das Finanzielle geht. Zu guter letzt lies ich TCO noch eine PN zukommen, das er in der Police Station Soi 9 vorbeischauen könnte, um mal nach Nam zu sehen. Er meinte aber, das nur Geschädigte, Anwälte oder Familie Zugang zum „Delinquenten“ hätten, was ich allerdings nicht ganz verstand: immerhin ließ sich Nam fröhlich Handys in das Gebäude schmuggeln und das waren bestimmt (auch aufgrund eigener Aussage von ihr) keine Familienmitglieder. Ich meinte dann nur zu TCO, das wir aus der Nummer (The Nam Situation) draussen wären und man sich im August sehen würde.

Samstag, den 04. Mai stellte ich mein Skype Account auf „Bereitschaft“ um zu sehen ob Nam ihr Versprechen wahr macht und auftaucht. Ein kurzer Blick in ihr letztes Login: 12. März, der Zeitpunkt wo ich sie das letzte mal sah (siehe Beitrag #111). Insgeheim wünschte ich mir aber, das sie nicht sehen musste und dabei blieb es dann auch. Ich war endlich frei und musste mir keine Sorgen mehr um das Mädchen machen, weil sie mich schlicht und einfach nicht mehr interessierte. Somit konnte ich mich voll und ganz auf den August „Newbie 2.0 auf Konfrontationskurs- Die Reise hat gerade erst begonnen“ vorbereiten.

Das wär auch mein Schlusswort gewesen, ja wenn.....wenn da nicht dieser ominöse Anruf am 05. Mai um 15:30 Uhr MESZ / 20:30 Uhr thailändischer Uhrzeit gekommen wäre. Dieser Anruf kam genau da, wo ich mit Teil 8 am Ende war und es jetzt zu einer Situation kam, die zu Teil 9 führte. Sonst hätte ich diese beiden Teile zusammengeführt und es wäre Schluss gewesen. Natürlich muss ich nicht erwähnen, wer am anderen Ende der Leitung war: nur dieses Mal war ich schlau genug, um nicht mit ihr zu sprechen. Stattdessen feuerte ich eine SMS ab, die meinen Standpunkt auf aggressiver Weise vertrat. Die Rückantwort ließ nicht lange auf sich warten und stellte mal eben so alle vorangegangenen Ereignisse in den Schatten.

Ladies and Gentlemen: stay tuned for the last part from „The Nam Situation“!
 
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Bisher fande ich Deine Schreibweise ja wirklich ehrlich[...]

und daran hat sich auch nie was geändert. Warum sollte ich hier "pushen" wenn es hier um Tatsachen geht?
Wenn dir irgendwas nicht passt, darf ich dich gerne auf mein Profil verweisen. Beim Thema "Reiseberichte" habe ich ein für sich selbsterklärendes Statement abgegeben.

@sven: "großartiger" Beitrag. :bravo: Einfach mal von jedem abgegebenen Kommentar (einschließlich von meinem) ein Bruchstück genommen und zusammengesetzt. Ist doch viel einfacher als sich eine eigene Meinung zu bilden. Und dann fängst du mit der Soi Buakhao an, obwohl ich doch eindeutig dazu was geschrieben habe: siehe Beitrag #36 (oder zur Soi 6 Beitrag#30). Kleiner Tip für die Zukunft: Reiseberichte beginnen i.d.R. ab Seite 1.


The Nam Situation – FINAL PART 10

Ich ignorierte das klingeln und schrieb (der mal wieder unbekannten Nummer, obwohl ich genau wusste wer dran war) eine SMS hinterher, warum sie mit mir reden will? Ich konnte ihr ohnehin nicht mehr helfen. Fünf Minuten wieder ein Anruf: ich ignorierte ihn, um dann die finale SMS zu senden. Ich schrieb das sie aufhören sollte, mich anzurufen. Das ich mein bestes versucht habe ihr zu helfen. Das wenn ich mit ihr reden würde, es kein gutes Gefühl wäre („it hurt so much“), weil ich sie vermisse (der letzte Part war natürlich gelogen: habe ich aber nur gesagt, um wiederrum ihre Gefühle nicht zu verletzen).Wenn ich wieder in Pattaya wäre, dann würde ich versuchen sie zu besuchen. Abgeschlossen habe ich das mit einem „Bye Nam“. Für mich war der Kontakt abgebrochen und bis August (wenn überhaupt) würde ich von Nam nichts mehr hören. Diese Schlussfolgerung hielt genau fünf Minuten, bis ihre Antwort via SMS kam.

„SO sorry if you don´t want that i call“. Man konnte den Sarkasmus förmlich spüren. „I just want that you know about i come out already“. Erste Überraschung: jetzt schon draussen? Einfach so? Wie jetzt? Aber die SMS ging weiter „...and i pay everything also“. Zweite Überraschung: obwohl ich drauf bestand, das dies nun ein Problem zwischen mir und Wan war, gab sie mir so ein Statement (die SMS wird aber mal sowas von gespeichert, wer weiss wie die mir mal nützen wird). Zähneknirschend wählte ich die Nummer: Nam hob ab und ich „gratulierte“ (aber ohne großartig in Euphorie zu verfallen) zu ihrer „Entlassung“. Ich fragte dann, wann sie wieder in der Chili Bar arbeiten könnte und sie erwiderte am nächsten Tag (also am Montag, den 06.Mai). Ich sagte ihr, das das Angebot das wir skypen können immer noch steht und wenn sie Lust hätte, könnten wir das nach ihrem ersten Arbeitstag tun. Sie meinte nur, das wir das auch in fünf Minuten könnten. Dritte Überraschung: jetzt ging alles ganz schnell!

Ich ging also im Skype online und siehe da: kurze Zeit später „erwachte“ Nam´s Account aus dem „Tiefschlaf“. Ich wählte sie an, die Kamera Funktion machte sich bemerkbar und da saß sie: hübsch wie eh und je. Als ob nie was passiert sei. Ich hielt mich aber dezent zurück und meinte, das ich es schön finde sie wieder zu sehen. Dabei beugte sie sich vor, machte so Hamsterbacken (also so wie ein Frosch eben die Backen aufbläst) und tippte jeweils mit ihren Zeigefingern auf ihre Wangen. „Look what they did with me“. Nam wollte damit ausdrücken, das sie ein wenig an Gewicht zugelegt hat. Ich konnte aber nicht wirklich was erkennen: vielleicht minimal im Gesicht fülliger, aber vom Rest (wobei ich bei der Cameinstellung nur ihren Kopf sah) war alles harmlos. Ich meinte auch spaßeshalber, das sie evenuell Gefallen an dem Gefängnisessen gefunden hat, wobei das auch schon der einzigste „Fettenwitz“ in der Session war. Es ging dann um das leidige Thema Wan, wo sie mir nochmal bestätigte das sie während ihrer „Abwesenheit“ keinen Baht von dem Geld gesehen. Wie sie heute in der Chili Bar war, um rechtliche Sachen zu klären redete sie mit Wan keine zwei Sätze. Es wurde nicht über Geld gesprochen geschweige über mich. Sie garantierte mir, das ich unter keinen Umständen das Geld von Wan wiedersehen würde. Ich sprach aber Nam nicht wegen der SMS („i pay everything also“) an, daher ich mir den „Joker“ für August aufheben wollte, sondern ging mit Nam verschiedene „Geschäftsmodelle“ durch, wie man das Geld amortisieren können. Nam war bei einigen Ideen gar nicht so abgeneigt und daher ich Potenzial sah, hebte ich mir diese Ideen ebenfalls für den August auf.

Wir wurden langsam locker und das Gespräch entwickelte sich gut. Auf meine Frage hin, wie sie mit den „Cops“ verblieben ist, meinte sie das sie einmal im Monat zum „Report“ auf die Polizeiwache müsste. Wo wir schon bei dem Thema waren, fragte ich sie auch gleich nach ihrer Strafe. „I don´t tell you“. Keine Chance, weil ich ja schon von Wan wusste, was sie gemacht hatte. „Are you get caught by smoking?“ Sie bejahte aber, meinte allerdings das dies nur eine echte Zigarette gewesen sei. Ich lachte innerlich (Gefängnisstrafe wegen Nikotin – Bullshit) und wechselte ohne weiter nachzufragen das Thema. Ich meinte spaßeshalber „you better tell Wan she have to put 19.000 Baht in August on the table or she have a fucking problem“. Nam meinte grinsend das sie sich aber nicht mit Wan unterhält. Ich wiederrum: „you bring me in this fucked up Situation, so its your fault also“. Nam wieder lachend verwies auf ihre Schwester, das ich doch auf die hätte hören sollen. Ich wiederrum konterte, das es ja wohl nicht mein Problem ist, wenn ihre Schwester mich mit ihren mangelnden Englischkenntnissen konfrontiert. Dabei spielte ich unsere Unterhaltung auf eine lustige Weise nach (man könnte sogar sagen, das ich sie nachäffte), was wiederrum Nam dazu inspirierte mich nachzuahmen eben auf dieser Ebene, was ich denn alles für Gefühle für sie hätte. Es war zwar dreist, aber übelst komisch: ich meinte dann „i change my mind! It´s all your fault! When i come back in August and i don´t see the money, i stabbed that bitch Wan and beat the shit out of you“. Ich meinte dann, das es mir scheißegal wäre („i don´t give a fuck“) ob ich im Knast lande. Ich werde sie so tief in die Scheisse mit reinreiten, das wir noch „wunderbare“ Jahre zusammen im Gefängnis verbringen werden.

Den Spaß, den wir zusammen hatten und dieses Gelächter: es war so herzerfrischend jetzt eine Gemeinsamkeit mit Nam zu haben, wo wir uns gegenseitig dran aufziehen können. Allerdings musste ich auch eine Frage stellen (die ich allerdings ganz am Anfang der Session hielt), in wie fern (so bescheuert wie das klingen mag) ein Komplott gegen mich stattfindet. Diese Frage wollte Nam nicht beantworten oder sie hat es nicht verstanden bzw. ich hab dafür nicht die richtigen Worte gefunden. Allerdings halte ich sie nicht für diese „Die Hard Bitch“ welche viele in diesem Forum auf andere Mädels dieser Sparte projizieren. Vielleicht bin ich naiv oder ich sehe noch das gute im Menschen: die Zukunft (welche im August ist) wird es zeigen.

Ich meinte abschliessend, das sie sich im Namen von mir bei ihrer Schwester entschuldigen soll. Das ich eben von der Situation überfordert und ich wirklich nicht die Absicht hatte, ihr aggressiv gegenüberzutreten. Nam sagte „you have to say sorry, but real sorry“ und meinte das es mir richtig leid tun muss, was aber schon wieder auf eine komische Art und Weise von ihr rüberkam. Ich sagte, das ich beide zum essen ausführen werde: damit wäre meine Entschuldigung offiziell. Nam meinte, das sie mir ihre Schwester in der Chili Bar vorstellt. Das Gespräch ging (nach unterhaltsamen 1,5 Stunden) dem Ende entgegen. Nam fragte mich, ob wir jetzt wieder „clear“ miteinander wären (was ich offensichtlich als Versöhnung verstehen sollte) und ich bejahte das. Sie schrieb über den Chat ein „Merit“ was ihrer Erklärung nach (oder zumindestens was ich verstanden habe) Glück bedeuten sollte. Auf die Frage, was sie jetzt noch vorhatte (immerhin 23:00 Uhr thailändischer Ortszeit) zeigte sie mir das Handy ihrer Freundin, meinte das sie sich von dem erstmal trennen würde und sich jetzt ein I-Phone kauft. Ich fragte, was so etwas kostet und sie meinte um die 25.000 Baht. Ich guckte etwas erstaunt, was ihr auffiel und kommentierte es mit „don´t worry, i need four weeks for that. No Problem“. Ich dachte klammheimlich, das sie vielleicht mal erst ihre Schulden bei mir abbezahlen sollte: aber vorerst war´s mir egal.

6. Mai so gegen 15:30 Uhr MESZ erreichte mich eine FB Message von Nam, ob ich online wäre. War ich nicht (weil Arbeit), aber zumindestens war sie jetzt wieder „verfügbar“. So gegen 22:30 Uhr thailändischer Zeit kontaktierte mich Nam über Skype. Ich nahm den Videoanruf an und meinte gleich, das ich mich nicht großartig mit ihr beschäftigen könnte, daher ich noch arbeite (mit „Arbeit“ war aber nichts anderes gemeint als wie diesen Bericht zu schreiben). Nebenbei merkte ich an, wo sie überhaupt die Zeit hernimmt mit mir zu chatten, obwohl sie doch in der Chili Bar sein sollte. Sie meinte „i´m in work right now“ und da hab ich dann auch gemerkt, das sie anstatt über Notebook chattet, wohl über ihr neues Smartphone mit mir kommuniziert. Sie stand im ersten Stock (bei den Shorttime Rooms) und zeigte sich mir im Vollprofil. „Look at me“ sagte sie etwas unzufrieden und ich sah auch das „Problem“. Nam hatte wohl doch etwas in ihrer „Abwesenheit“ zugelegt: sie hatte das Kleid von unserem ersten „Date“ an und man sah schon ein wenig den „Pressfaktor“. Auch waren Ansätze von einem Doppelkinn zu sehen, aber es war noch alles im humanen Bereich. Was mich wunderte war, das ich diese „Veränderung“ nicht schon einen Tag vorher gesehen hatte, wo die Bildauflösung wesenlich besser war. Ich meinte spaßeshalber, ob die Zunahme auch Auswirkungen auf ihre „Boobies“ hat: sie hält die Kamera nach unten (ich in der Hoffnung, ich seh gleich „Titten for free“), hatte sie natürlich nicht. Tja: hab ich halt jetzt ein kleines „Chubby“ an meiner Seite, wie gesagt noch alles im grünen Bereich.

Nam meinte dann, das sie mir was sagen will und klang dabei sehr ernst: Ich rechne mit dem schlimmsten und frage sie, ob sie schwanger (Grund siehe Beitrag #93) sei. „No“ meinte sie lachend und mit weit aufgerissenen Augen. Ich fragte dann, ob es was persönliches ist und sie warten will, bis wir uns im August wiedersehen. Sie bejahte das. Jetzt war ich aber neugierig und meinte, das ich jeden Tag jetzt an diese offene Frage denken müsste und ob sie mir das wirklich antun wollte. Also kam sie raus mit der Sprache: „My sister forgive you“. Um Himmels willen: ich dachte jetzt wirklich an einen kommenden Supergau und dann so eine Verlade. Ich ging in den Sarkasmus-Mode über und sagte zu Nam: „oh thank you so much, Nam. I´m here with 19.000 Baht debt, but your sister forgive me. Thank you so much, you change my fucking life“. Dabei applaudierte ich in die Kamera und Nam lachte. Sie meinte „do you want say this in my sister face?“ und ich verneinte erstmal. Sie drehte die Kamera um ein paar zentimeter und da stand wirklich ihre Schwester im Türrahmen. Ich konnte sie nicht genau erkennen, dafür war die Bildauflösung zu schwach. Sie deutete nur auf mich und schrie irgendwas auf thailändisch. Nam brach fast weg vor lachen, die Situation war aber auch echt zu komisch. Ich schrieb ganz später noch eine SMS an Nam´s Schwester, das es nett war sich mit ihr zu „unterhalten“ und das ich auf jedenfall bei meinen nächsten Pattaya Besuch beide zum Essen ausführen werde. Danach ging Nam runter in das Erdgeschoß und daher sie in der Chili Bar war, fragte ich wo Wan sein. „She´s right behind the corner. Do you want to talk with here“? Ich verneinte und meinte „that bitch lie to me. I don´t want to talk with her. Slap her in the face“. Nam lachte und ich verabschiedete mich von ihr.

Und Ende (aber diesmal wirklich).
 
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