Lateinamerika Ecuador 2019

Das Kollegenschwein
Der Wecker hatte allerdings andere Pläne mit uns und klingelte gefühlt nach 10 Minuten (es waren wohl so etwas wie 3-4 Stunden). Ich erinnerte mich an meinen Kollegen von vor 2 Tagen und tat es ihm gleich. Ich schrieb ihm, dass ich heute im Homeoffice arbeiten würde und er ohne mich ins Büro fahren kann. Ich drehte mich also um, nahm Nicky in den Arm und schlief weiter. Ein paar Stunden später erwachte ich dann wirklich aus dem Schlaf und auch Nicky wurde munter. Die Wölbung unter der Decke wurde fachgerecht von ihr behandelt. Man könnte sagen wie weggeblasen. Ihre Technik machte es mir schwer nicht nach einer Minute zu entladen aber auch das Vorstellen von toten Robbenbabys half nichts und so ergoss sich meine Nachkommenschaft in ihrem Mund. Der gute Morgen Kuss fiel also erst einmal aus. Auf die Frage ob sie dennoch ein richtiges Frühstück möchte erntete ich einen bösen Blick mit anschließendem Lächeln und Nicken. Also gingen wir nach der gemeinsamen Dusche in eine Art Starbucks und gönnten uns ein Frühstück. Wir saßen gerade gemütlich im Sessel als mein Telefon klingelte und mein Kollege mich aufforderte sofort ins Plangebiet nach Durán zu kommen. Die Gelegenheit kam mir ganz gut immerhin konnte ich mich so schnell von Nicky verabschieden auch wenn ich sie gern wiedersehen würde, genoss ich meine Freiheiten so gut es eben geht. Ich rief ihr ein Uber dann mir, wir verabschiedeten uns mit einem Kuss und jeder ging seiner Wege. Zumindest Vorerst.​
Ich kam gerade in Durán an als alle in die Pick Ups sprangen und loswollten. Mein Kollege erklärte mir, dass es beim letzten Regen eine Havarie im Pumpwerk im östlichen Teil der Stadt gab und wir uns die Schäden anschauen sollten, immerhin galt es in Zukunft diese Ereignisse zu vermeiden. Das Ergebnis überraschte uns nur wenig. Die Pumpen waren einfach nicht dafür ausgelegt und der lehmige Boden verhinderte eine Versickerung und trug somit zum Schadensbild bei. Erstaunlich war allerdings wie die Bevölkerung damit umging. Das Wasser floss mehr oder weniger durch die „Wohnzimmer“ aber die Bewohner schienen sich nicht besonders dafür zu interessieren. Andere Länder, andere Sitten. Am Ende also nichts Besonderes. Etwas verstimmt warum mein Kollege mich für diesen Mist aus dem Homeoffice holt ging es zurück ins Büro. Dort angekommen begrüßte mich Antonella mit sorgenvoller Miene und ermahnte mich nach Hause zu fahren und mich auszuruhen. Was zum Teufel hat der Schweinehund von Kollege ihr eigentlich erzählt? Ich erklärte ihr dass es mir gut geht aber sie bestand darauf, dass mit einer Lebensmittelvergiftung nicht zu spaßen ist und ich sofort wieder umkehre. Ich versuchte meinen Kollegen mit Blicken zu töten, was mir allerdings nicht gelang und so begab ich mich zum Parkplatz und wartete auf den Uber. Antonella wich nicht von meiner Seite bis ich auch wirklich sicher im Auto saß. Sie versprach mir unseren Abend bald nachzuholen und ich wurde noch trauriger und fuhr von dannen, allerdings nicht ohne meinem Kollegen mit allen Flüchen zu belegen die mir gerade einfielen.​
Mein Kollege trottete irgendwann in die Wohnung und bekam sofort was zu hören. Er entgegnete mir, dass Antonella nach mir gefragt hatte und er nicht sagen wollte, dass ich mit einer anderen solange gefickt habe, dass ich heute nicht arbeiten könnte. Chapeau Monsieur, ich wurde kleinlaut und stellte nur seine Ausrede in Frage. Warum den ausgerechnet Lebensmittelvergiftung?!​
Da die Wogen schnell wieder geglättet waren, fragte ich ihn nach seiner Nacht. Er habe mit Luiza ein paar schöne Stunden verbracht und sie dann nach Hause gebracht bzw. bringen lassen. Ich dachte mir schon, dass wir von Luiza wohl nicht mehr viel zu hören bekommen werden. Wir gönnten uns ein paar Bier und arbeiten tatsächlich noch etwas im Homeoffice.​
 
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Ich danke euch für das nette Feedback. Für heute war es das aber erstmal. Morgen geht es aber direkt weiter.
 
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@RooEl
Wie schnell man Qualitätstourist wird ne :coool:
Absolut hübsche Girls, werde schon wieder wuschig
Echt der Wahnsinn. Ich bin (fast) ohne Hintergedanken aufgebrochen und kam als Süchtiger zurück. Nach dieser anstrengenden Dienstreise bin ich nach Mexiko in den Urlaub geflogen und war sofort wieder im Modus. Auch mein nächstes Ziel soll eines der einschlägigen Ziele sein, die hier im Forum so wortreich beworben werden.
 
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Cuenca
Die restlichen Tage bis zum Wochenende verliefen recht ereignislos. Antonella fragte gefühlt stündlich nach meinem Wohlbefinden und ich ließ mir im übertragenden Sinne den Bauch pinseln vor Mitleid. Wie bereits erwähnt planten wir ein Wochenendtrip nach Cuenca. Der Bus dorthin war mit 6$ mehr als erschwinglich auch wenn die Fahr gut 5h dauerte, war es alles in allem recht angenehm. Cuenca ist eine Stadt aus der Kolonialzeit Ecuadors und hat ganz im Gegensatz zum Rest des Landes einen gewissen Wohlstand aufgebaut. Auch die Enklaven der Amerikaner und Europäer spielen dabei wohl eine entscheidende Rolle. Ich lies mich von meinem Kollegen überzeugen und buchte nur ein Hostelzimmer für uns beide, da dies ausschließlich eine Kulturreise werden sollte und die Freizeittrips immerhin aus eigener Tasche bezahlt werden müssen.​
Kaum angekommen machten wir eine Stadtrundfahrt, typisch Touri, und ich muss sagen, die Stadt ist wirklich wunderschön. Eine alte Kathedrale, Parks, Universitäten, Restaurants und vieles mehr luden förmlich zum Verweilen ein. Wir lernten Ecuador nun endlich von der schönen Seite kennen. Den ersten Tag verbrachten wir ausschließlich mit Sightseeing und gemütliches Abendessen in einem der Restaurants. Natürlich vielen mir die vielen jungen Mädels aus, die von der hiesigen Universität zu stammen scheinen also schnell mal Herrn Badoo gefragt was hier so geht. Was soll ich sagen? Das Potential der Stadt als mögliches Auswanderziel steigt und steigt:#wub:.​
Schnell kam ich mit einem Mädel ins Gespräch dessen Namen ich leider vergesse hab. Es war irgendetwas mit „Ar“ also nennen wir sie Ari. Ari war Anfang 20 und sah auf ihrem Profil im hautengen weißen Kleid einfach umwerfend aus. Der Jagdinstinkt war also geweckt. Sie kam ursprünglich aus Venezuela und ist vor Bürgerkrieg und Armut nach Ecuador gekommen (vom Regen in die Traufe). Sie ist als Barmanagerin in Cuenca angestellt und lud mich sofort dahin ein, da sie ohnehin bis in die Nacht arbeiten müsse. Ich konnte meinem Kollegen überzeugen der Bar einen Besuch abzustatten. Immerhin war der Abend noch jung und so willigte er ein. Dort angekommen konnte ich zunächst niemanden sehen der auf Aris Profilfoto passt. Also setzen wir uns und genossen die Livemusik einer Coverband von Bruce Springsteen. Nach kurzer Zeit kam ein junges Mädel auf uns zu mit einem bezaubernden Lächeln. Als sie näher kam merkte ich, dass das Gesicht zwar passte aber der Körper rund 20kg zu viel trug um Ari zu sein. Meine Intuition täuschte mich nicht, es war tatsächlich Ari und sie begrüßte mich herzlich. Ich ließ mir nichts anmerken und unterhielt mich eine Weile mit ihr. Sie war wirklich nett und wir tauschten Nummern aus doch unsere Wege trennten sich schnell wieder. Mein Kollege war auffällig ruhig und verbrachte erneut viel Zeit mit seinem Handy. Hätte ich damals gewusst, was mich erwartet, ich wäre direkt in den Flieger Richtung Heimat gestiegen aber dazu später mehr.​
Die Nacht im Hostel war ganz ok und so ging es am Folgetag weiter die Stadt erkunden. Bis auf das typische Touriverhalten passierte auch nichts weiter, sodass wir Sonntagmittag zurück nach Guayaquil reisten.​
 
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Das Verhängnis nimmt seinen Lauf
Wie bereits erwähnt, war mein Kollege ständig an seinem Handy und kicherte mittendrin los wie ein 12-Jähriger der zum ersten Mal ein Foto einer Frau sieht. Noch im Bus erklärte er mir, dass er heute noch ein Date hat und unser eigentlich geplantes Abendessen ausfallen muss. Ich war sogar ganz froh, denn gerade dieses Wochenende hockten wir 24/7 aufeinander (metaphorisch) und so hatte ich auch mal ein wenig Zeit für mich. Kaum im Apartment angekommen, sprang er unter die Dusche, machte sich fertig und verschwand wieder. Ich nutzte die Zeit für ein wenig Kontaktpflege zu allerhand Mädels und konnte mit den in Cuenca geschossenen Fotos auch gleich groß auftrumpfen. Nicky bot an sich gemeinsam mit mir die Fotos anzuschauen worauf ich natürlich sofort einging. Ich forderte sie auf einen Bikini mitzubringen damit ich ihr den Whirlpool der Anlage zeigen konnte, den sie noch gar nicht kannte. Begeistert willigte sie ein und ca. 2h später stand sie vor meiner Tür. Nach einer innigen Begrüßung, die mich sofort wieder in Wallungen versetzte schnappte ich mir ein Handtuch und ab ging es in den Whirlpool. Leider nutzten an diesem Tag mehrere Gäste das Angebot aus, sodass wir leider nicht ungestört unsere Zweisamkeit genießen konnten. Nicky ließ es sich dennoch nicht nehmen mich unter der Wasseroberfläche zu verwöhnen allerdings machte angesichts der Zuschauer mein kleiner Freund nicht wirklich mit. Erst als wir wenig später tatsächlich alleine waren regten sich meiner Lebensgeister in der Badehose wieder aber für eine Nummer in Whirlpool bin ich dann doch nicht mutig genug. Also ging es nach kurzer Abkühlzeit wieder rauf ins Zimmer. Mit Freude stellte ich recht schnell fest, dass Nicky über die letzten Tage nichts verlernt hat und sofort los legte wie die Feuerwehr. Was passiert bei Feuerwehreinsätzen in aller Regelmäßigkeit? Genau! Es spritzt aus dem Schlauch und so war es nun an mir mich zu revanchieren. Nachdem auch sie auf ihre Kosten gekommen ist lagen wir einfach nur so da und redeten über Gott und die Welt. Das Leben kann so schön sein!​
Anders als letztes Mal wollte Nicky aber nach Hause und ich bestellte ihr ein Uber und wir verabschiedeten uns. Glücklich und zufrieden schlief ich irgendwann ein. Am nächsten Morgen war mein Kollege nicht zu Gegen aber er rief mich zeitig an und bestätigte mir, dass wir uns im Büro treffen. Dort angekommen erzählte er mir von einer tollen Nacht mit einer Diana. Er habe sie und ihre Freundin letzte Nacht bei einer Hausparty getroffen und es kam eins zum Anderen und er übernachtet bei ihr. Er kam förmlich in Schwärmen und hörte gar nicht mehr auf. Durch Recherche in diesem Forum weiß ich nun, dass er wohl dem sogenannten LKS erlegen ist aber davon hatte ich damals noch keine Ahnung. Ich freute mich für ihn und hatte zu dem Zeitpunkt keinen Grund zur Sorge.​
Die nächsten Tage verliefen alle gleich. Nach der Arbeit verabschiedete sich der Kasper und ich hatte Zeit für allerhand Kontaktpflege. Sehr zu meinem Missfallen brach der Kontakt zu Nicky fast vollständig ab, was laut ihrer Instagram Story wohl mit einem anderen Gringo zu tun hatte aber nun Gut es gab ja weitaus mehr zu entdecken in diesem Land.​
 
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Montanita
Das Wochenende stand vor der Tür und ich konnte meinen Kollegen überzeugen den Strand zu besuchen. Um genauer zu sein, das Partydorf Montanita. Überall hörte man davon und jeder der wirklich Party machen wollte sollte dorthin, hieß es. Also genau das richtige für zwei Gringos ohne Spanischkenntnisse. Schon am Busterminal fiel auf, dass nur junge Leute in den Bus stiegen und schon da die Partylaune enorm war. Vergleichbar mit einem Malleflieger würde ich behaupten. Nach rund 3h Fahrt kamen wir in einem runtergekommenen Fischerdorf an, indem auffallend viel Hotels und Hostels waren. Die ersten Latinas tingelten um uns herum und ich war mir sicher: Hier sind wir richtig! Entgegen meiner Wünsche buchten wir wieder ein Hostel, allerdings mit eigenem Badezimmer, sodass es fast schon einem Doppelzimmer im Hotel gleich kam. Mit der Abenddämmerung kam Leben in die Gegend und auch unser Hostel wurde mehr und mehr zur Anlaufstelle von Partyhungrigen. Die Stimmung war ausgelassen und wir feierten mit unseren Nachbarn bis wir uns entschlossen die Stadt unsicher zu machen. Selbst mein Kollege legte kurz sein Handy weg und feierte ausgelassen mit. Leider endet hier meine Erinnerung und bis auf ein paar Filmrisse von wackelnden Hintern und hektoliterweise Cuba Libre wird da auch nicht mehr viel kommen. Der nächste Tag stand im Zeichen der Katerbekämpfung und Vorbereitung für den Abend. Am Ende war es genau wie am Vortag. Alkohol, Ärsche, Filmriss. Ich würde gerne mehr erzählen doch leider gibt es keine verlässlichen Quellen mehr zu diesem Wochenende. Die Stimmung im Bus zurück war deutlich abgeflaut und ein Geruch von Kotze und Sangria hing in der Luft.​
 
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Eine neue Woche
Offensichtlich sah man uns unser Wochenende an, denn jeder fragte uns ob es uns gut geht. Bei der Erklärung Montanita winkten alle ab und lachten. Für mich stand fest, dass ich wieder dorthin fahren würde am liebsten natürlich mit Antonella aber alles zu seiner Zeit. Der holde Liebeskasper versank währenddessen immer tiefer im Netz der Spinne aber das konnte ich damals noch nicht ahnen und so bot ich ihm an, dass wir sie doch mal zu uns einladen können. Mich wunderte, dass er das nicht selbst vorschlug und auch seine Zustimmung kam eher zögerlich aber der Entschluss stand fest, am Freitag würde ich sie kennen lernen. Bis auf ein paar Flirtversuche meinerseits in Richtung Antonella verlief die Woche recht ereignislos bis zum Freitagabend. Wie vereinbart lud Kasper seine holde Maid zu uns ein und er versuchte sich in Spaghetti Bolognese, was ihm nur bedingt gelang. Es klingelte schließlich an der Tür und uns begrüßte eine nette, freudestrahlende Dame. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch er hatte einen Glücksgriff getan. Sie wäre zwar optisch nicht mein Fall aber charakterlich erste Klasse. Nett, freundlich, aufgeschlossen und auch mal für einen Scherz zu haben. Es gab nur dieses kleine aber doch sehr entscheidende Detail. Sie war ein Feminazi und was für einer. Sie versuchte im Laufe des Abends jedes aber auch wirklich jedes Thema auf die Gleichberechtigung der Frauen zu beziehen. Es fing schon bei der Zimmertemperatur an. Sie erklärte uns, dass die Wohlfühltemperatur von Männern zwischen 22-23°C liegt, die der Frauen aber bei 24°C liege und somit unsere eingestellte Zimmertemperatur von 22°C sexistisch sei. Mein Argument, das es sich ja um ein reines Männerapartment handelte wurde nicht zur Kenntnis genommen. Ich machte gute Miene zum bösen Spiel, bedankte mich für den netten Abend und ging auf mein Zimmer um den beiden ihren gemeinsamen Abend nicht zu verderben aber innerlich machte sich bereits eine gewisse Abscheu breit und böse Vorahnungen trieben mich irgendwann ruhelos in den Schlaf.​
Zu meiner „Begeisterung“ blieb Diana das ganze Wochenende:fluch:. In den wenigen lichten Momenten hinter ihrer Ideologie war sie ganz nett und korrekt. Sie zeigte uns einige Ecken der Stadt, die wir wohl nie gesehen hätten, u.a. die Galapagos Schildkröten der Universität oder ein Handcrafted Market für Souvenirs. Dennoch endete fast jeder Tag mit einem Streitgespräch über Männer und Frauen, wobei ihre Argumente oft ins Leere zielten und größtenteils haltlos waren. Ich kann ja verstehen, dass Frauenrechte in Ländern wie Ecuador mit Füßen getreten werden und natürlich sollte darauf aufmerksam gemacht werden aber diese Frau wollte keine Gleichberechtigung sondern einfach nur eine Bevorteilung für Frauen. Ihr nobel gemeinter Kampf für das Recht auf Selbstbestimmung bei Abtreibungen verpuffte angesichts ihres sinnlosen Gebrülls nach Zerschlagung des Patriarchats und war schon allein dadurch zum Scheitern verurteilt.​
Nur Kasper konnte oder wollte es nicht erkennen und rannte ihr wie der Elf aus Harry Potter ständig hinterher um ihr jeden Wunsch zu erfüllen. Als ich ihn irgendwann Dobby taufte trug das erstaunlicherweise zur Belustigung ihrerseits bei. Soviel also zur Gleichberechtigung. Nach einer gewissen Zeit wurde es auch leiser um das Thema herum und ab da konnte man mit ihr immerhin vernünftig Zeit verbringen, was mir in den nächsten 6 Wochen Hoffnung machte. Aus dem „Duo Infernale“ wurde somit ein Trio.​
 
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Ich hoffe du fährst nochmal an den Strand und berichtest. Ich hatte meinen Strandurlaub damals in Atacames, weiter nördlich, verbracht. Der Strand sah dort ähnlich aus. Nix besonders schönes. Allerdings waren alle paar Hundert Meter Rumba Bars. Da wurde schon am Nachmittag ausgelassen gefeiert. Wobei sich das feiern dort mehr auf Tanzen beschränkte. Alkohol spielte keine große Rolle. Ganz wichtig für die Ecuadorianer ist natürlich das Essen am Meer. Es wird entweder Seafood gefuttert, oder getanzt. Ich hätte ja nie gedacht, dass ich zum Fan einer kalten "Fischsuppe" werde, aber die Ceviche in Atacames war grandios. War das in Montanita ähnlich?

Ich bin so gar nicht der Fischliebhaber und daran hat sich auch in Montanita nicht viel geändert. Aber mein Kollege könnte deine These sicher stützen. Er hat eigentlich jeden Tag die Früchte des Meeres genossen und ich fürchtete ihm würden bald eigene Kiemen wachsen.
Ich hatte für mich eher die einfachen Speisen entdeckt, wie Empanadas und diese Bälle aus grünen Bananen und natürlich der zeitlose Klassiker Arroz con Pollo.
 
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Der Engel
Da mehr und mehr Diana die Tagesplanung übernahm und ich damit nicht immer unzufrieden war, schloss ich mich auf Wunsch von Dobby einem gemeinsamen Treffen mit einer ihrer Freundinnen an. Dobby hatte Angst, dass die beiden die ganze Zeit Spanisch reden und er wie ein, naja, Hauself daneben sitzt. Als er mir versprach, dass die Freundin superheiß ist, hatte er mich schlussendlich überzeugt auch wenn ich ihm natürlich nicht glaubte.​
Wir trafen uns in einem riesigen Shoppingcenter in einem Café und plötzlich passierte es. Mein Herzschlag setzte kurz aus, ich rang nach Luft, mein Kopf lief puterrot an und ich war mir sicher das ist das Ende. Irgendwie schaffte ich es bei Bewusstsein zu bleiben, wenn auch mehr schlecht als Recht. Die schönste Frau, die ich jemals gesehen habe stand plötzlich vor mir und lächelte mich erwartungsvoll an. Dobby hatte mich angelogen. Sie war nicht supersexy, sie war Perfektion gefangen im Körper einer Frau. Ihr Name ? Schall und Rauch. Für mich war sie einfach nur ein Engel. Sie trug blaue Jeans, ein enges schwarzes schulterloses Top, war kaum geschminkt und trug ihr Dunkelblondes langes Haar offen. Ich fühlte mich wie damals im Ferienlager als mich das erste Mal ein Mädchen anfasste. Ich bekam kaum ein Wort raus, der Schweiß lief mir sonst wo hin und ich glaube ich starrte sie einfach ungläubig an. Eigentlich ein riesiger Nachteil wurde es heute mein einziger Vorteil, sie konnte kein Wort Englisch und so übernahm Diana das Reden für mich. Die Mädels unterhielten sich und ich wurde langsam wieder klar im Kopf. Mein Kollege bemerkte meine Situation und versetzte mir einen verbalen Tiefschlag. „Die is vergeben, denk nicht mal dran“. Da war es wieder, das Gefühl der unmittelbaren Ohnmacht. Er erklärte mir, dass sie mit einem bekannten YouTuber aus Ecuador zusammen ist und in Quito wohnt. Sie ist nur zu Besuch hier und daher das Treffen mit Diana. Eine Welt brach für mich zusammen auch wenn ich wusste, dass diese Frau nicht nur nicht in meiner Liga spielt sondern eine völlig andere Sportart betrieb, betrübte es mich zu wissen, dass ich keine Chance hatte. So begnügte ich mich ab und zu immer mal wieder ein Blick auf diese Frau werfen zu dürfen. Mein Puls raste noch einmal rasant in die Höhe als Dobby und Diana gemeinsam für Getränke sorgen wollten und mich mit ihr alleine lassen wollten. Diana versicherte mir, dass ihre Freundin viel Englisch verstehe aber zu schüchtern sei um selbst zu reden. Die beiden schwirrten ab und da war ich nun. Mit einer Frau, die schöner nicht sein kann und versuchte mich in Smalltalk. Ich glaub sie verstand nicht ein Wort von dem was ich sagte aber das war mir egal. Besser als die peinliche Stille war es allemal. Ich erzählte ihr von unserem Aufenthalt und unserer Arbeit und versuchte locker und entspannt zu wirken, was mir sicher nicht gelang aber immerhin nickte sie freundlich und lächelte ab und zu. Dieses Lächeln, unbeschreiblich. Nach kurzer Zeit kamen D&D zurück und ich war gottfroh, dass Diana wieder das Reden übernahm. Nach gut einer Stunde verabschiedeten wir uns und ich bekam zum Abschied eine Umarmung. Ab diesem Moment verschwimmen meine Erinnerungen, ich nahm alles nur noch in Trance war und wachte am nächsten Tag mit einem breiten Grinsen im Gesicht auf. Ich hatte einen Engel gesehen!​
Beim Frühstück erzählte mir Diana von ihrer Freundin. Ihr Name war Belén, Mitte 20, steinreich und unglücklich verliebt. UNGLÜCKLICH verliebt??? Was??? Warum sagt mir das keiner??? RUF SIE SOFORT AN ODER GIB MIR IHRE NUMMER!!! Aber zum Glück behielt ich die Contenance und erwiderte nur „oh really? Whats wrong?“ Diana erklärte mir, dass Belén seit Jahren Probleme mit Drogen hat und ihr Freund noch schlimmer dran ist. Regelmäßig kommt es zum Streit zwischen den Beiden, der auch mal handgreiflich werden kann. „DIESER WICHSER FÄSST MEINEN ENGEL AN“ schoss es mir durch den Kopf doch ich blieb weiter ruhig und Diana führte weiter aus, dass Beide schon im Krankenhaus waren weil sie sich bei einer Auseinandersetzung gegenseitig windelweich prügelten. “MEIN TAPFERER ENGEL“-dachte ich und verstand nicht wieso so eine Frau das mitmacht. Sie hätte nun wirklich jeden haben können. Diana wusste darauf auch keine Antwort und war sichtlich berührt durch die ganze Situation. Es taten mir beide leid doch ich konnte nichts machen und so schwelgte ich den ganzen Tag in Erinnerungen an meine Begegnung mit Belén.​
PS: Ich hätte hier gern ein Foto hochgeladen aber der Button zum hochladen ist verschwunden ?!​
 
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Ablenkungen

Beflügelt durch den Engel (Hammer Metapher) suchte ich Ablenkung auf Badoo/Tinder. Natürlich fand ich keinen passenden Ersatz aber der Druck in meinen Lenden verlangte nach Abhilfe. Die Wahl fiel auf Whitney, 24 Jahre, ihr hübsches Gesicht sagte mir sofort zu und wir kamen über WhatsApp ins Gespräch. Sie hatte ein Kind (9 Monate) und wohnt noch bei ihren Eltern. Ich stand schon eine Weile mit ihr in Kontakt doch kam es nie zu einem Treffen, da ihr Englisch fast nicht vorhanden war aber das war mir heute egal. Ich fragte sie ob sie heute Zeit hat und sie bejahte sehr zu meiner Freude. Wir verabredeten uns für 21 Uhr in Puerto Santa Ana. Zu meiner Überraschung war sie pünktlich. Ihr Gesicht war wirklich bildhübsch nur hatte ihr die Schwangerschaft sichtbar zugesetzt aber heute war mir alles egal. Ich musste zum Abschluss kommen.​

Wir gingen in die immer gleichen Bars tranken das immer gleiche Bier und so weiter und so weiter. Als ich sie fast soweit hatte mit aufs Zimmer zu kommen, fragte sie mich ob ich nicht Lust hätte mit ihr und Ihren Freundinnen feiern zu gehen. Der Druck in meinen Lenden wurde unerträglich aber ich befürchtete eine Absage kommt einem Korb gleich also stimmte ich zu. Wir gingen in einem Club nahe dem Roof Clubs vom letzten Mal. Nur war hier deutlich weniger los aber die Freundinnen wirkten alle sehr nett. Nach ein paar Stunden und etlichen Drinks war es dann endlich soweit wir konnten los. Sie hatte plötzlich Bedenken, da ihr Babysitter nur bis zum nächsten Morgen da sein würde und sie pünktlich zu Hause sein muss. Ich sagte ihr ich kümmere mich um das Taxi oder meinetwegen um den Babysitter damit sie ein paar Stunden mehr Zeit hat. Glücklich und zufrieden gingen wir also ans Eingemachte. Ein ähnliches Gefühl wie bei Katharina überkam mich aber wie schon gesagt: Heute ist alles egal.​

D&D waren bereits in ihrem Zimmer verschwunden und das gleiche hatte ich auch mit Whitney vor. Whitney kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Ihr fiel regelrecht die Kinnlade runter, was mir bei meinem weiteren Vorhaben nur zu Gute kam. Ich sagte bereits, dass die Mädels hier das Blasen einfach drauf haben oder aber meine Ansprüche sehr gering sind, wie auch immer, auch Whitney bestätigte meine Studie. Die erste Ladung landete also zeitnah auf ihrem hübschen Gesicht. Nachdem sie sich frisch gemacht hatte, startete die zweite Runde. Entweder war es die andauernde Abstinenz oder die Begegnung mit Belén aber meine Libido war nahezu unerschöpflich. Ich leckte sie minutenlang und konnte selbst kaum genug bekommen. Sie schmeckte einfach vorzüglich und ihre Bewegungen und das Stöhnen dabei machten mich unglaublich scharf. Wir trieben es in allen möglichen Stellungen. War ein Kondom voll kam nach einer kurzen Leckpause einfach das nächste zum Einsatz. Nach einer Weile fielen wir arm in arm in den Schlaf. Nur um wenig später von ihrem Babysitter geweckt zu werden, der lautstark am Telefon protestierte. Sie war völlig panisch, zog sich an und bettelte förmlich um ein Taxi und das versprochene Geld für den Babysitter. Ich gab ihr 50$, sie verabschiedete sich und verschwand im Morgengrauen.​
 
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