Thailand Zwei Emanzen in Thailand

„So, Sie kommen also aus Deutschland und sind sicher, dass Sie sich nicht verlaufen haben? Ich meine ernsthaft ob Sie nicht woanders hinwollten als nach Pattaya?“

Christel überging die Frage und reagierte erst einmal schnippisch.

„Hätten Sie vielleicht erst einmal die Güte, sich vorzustellen? Es ist ein Akt der Unhöflichkeit, uns, deren Namen Ihnen ja bereits bekannt sind, ihre Namen vorzuenthalten!“

John und Neil hatten es wahrscheinlich ihrer militärischen Disziplin zu verdanken, dass sie bei den gestelzten Worten von Christel nicht lauthals lachen mussten. Fast gleichzeitig erhoben sie sich, legten ihren rechten Arm waagerecht über den Bauch und deuteten eine leichte Verbeugung an. Einem Außenstehenden, der die Sitten und Gebräuche in Pattaya kannte, musste eine solche Geste wie purer Anachronismus vorkommen. Wilma und insbesondere Christel nahmen diese Geste jedoch als kleine Lektion, die sie den Beiden erteilt hatten, zur Kenntnis. Lediglich Gai und Malee hatten ihre Hände vor den Mund gehoben und verbargen so ihre Erheiterung. Es war aber mehr ein Zeichen ihrer Erziehung und obwohl sie reichlich Erfahrung im Umgang mit Farang hatten, vermochten sie diesbezüglich nicht über ihre Schatten zu springen. Es war unschicklich gegenüber Fremden durch offenes Lachen Zähne zu zeigen.

„Gestatten Sie bitte, dass wir uns vorstellen. Der Gentleman zu meiner Linken heiß Neil, die Dame rechts neben ihm heißt Malee und links von ihm sitzt Malees Freundin Nit. Die Dame an meiner rechten Seite heißt Gai und ihre Freundin heißt Gung. Mein Name ist John. Ich hoffe, wir habe ihrem Bedürfnis nach angemessener Vorstellung entsprochen?“

Das Auftreten von John wirkte auf die beiden Farang in einer Art und Weise seriös, dass weder Christel noch Wilma in diesem Moment auf den Gedanken kamen, dass dies lediglich eine Inszenierung war. Christel nahm die Vorstellung an.

„Danke sehr meine Herren, sie dürfen sich setzen!“

Das war selbst für John und Neil fast zuviel, mit Mühe schafften sie es, sich zu beherrschen und waren letztendlich froh, als sie wieder saßen.

Christel war ob des sicheren und selbstbewussten Auftretens der beiden Männer etwas perplex, brauchte diese Sekunden nach der Vorstellung, um sich wieder einigermaßen zu sammeln. Wilma hatte diese Vorstellungszeremonie mit interessiertem Schweigen verfolgt. Irgendwo in den Tiefen ihres Unterbewusstseins schlug sanft ein kleines Glöckchen an, war aber zu diffus, dass sie es zu fassen bekam. Christel hingegen wollte sich keineswegs das Heft aus der Hand nehmen lassen.
„Wie kommt es, dass sie so gut Deutsch sprechen?“

„Gnädigste, wir sind pensionierte englische Offiziere, die über viele Jahre in Deutschland stationiert waren. Unseren wohlverdienten Ruhestand genießen wir in diesem wunderbaren Land. Reicht Ihnen das als Erklärung aus?“

Christel ging nicht auf die Frage ein. Sie hatte ein Verständnisproblem damit, dass offenbar zwei gebildete Menschen, zudem noch ehemalige Offiziere der britischen Armee, es in diesen Sündenpfuhl verschlagen hatte.

„Und warum kommen sie ausgerechnet nach Pattaya? Haben Sie in Deutschland oder England keine Frau mehr abbekommen?“

John und Neil waren bis jetzt mit dem Verlauf des vollkommen zufrieden. Die Klischee-Falle hatte zugeschnappt.

„Wieso glauben Sie, dass wir keine Frau mehr abbekommen haben?“

„Sonst wären sie doch nicht hier und würden ein anständiges Leben in Deutschland oder England führen.“

Um ein Haar wäre Neil Christel ob dieser pauschalen Abwertung ins Wort gefallen. Er war im Gegensatz zu John bezüglich dieser allgegenwärtigen, pauschalen Vorurteile wesentlich empfindlicher.

„So, dann werde ich jetzt einmal Klartext zu Ihnen sprechen. Erst einmal hatten wir sowohl in Deutschland als auch in England Affären mit einer Unzahl von Frauen. Daran hat es uns nie gemangelt. Generell haben uns die Frauen in Deutschland mehr zugesagt als die in England. Anfangs hatten wir beide auch Bindungsabsichten. Aber das häufig zickige und egoistische Verhalten unserer Partnerinnen hat uns dann letztendlich zu dem Entschluss geführt, uns nur noch Frauen zum Vergnügen zu nehmen.“

Christel Verstand überschlug sich förmlich. Sie war so sehr in ihrer Rolle fixiert, dass sie nur noch Schlagworte aufnahm und die eigentlichen Zusammenhänge ausblendete oder überhaupt nicht verstand, ‚zickig’, ‚egoistisch’ und ‚Frauen zum Vergnügen nehmen’ vernebelten ihre Wahrnehmung.

„So, die Frauen sind also egoistisch, zickig und sie nehmen sie sich! Ein absolut chauvinistisches Macho-Verhalten!“

‚Diese dämlichen Emanzen, du lieferst ihnen ein paar Schlagworte und sofort stellen sie das Denken ein’, dachte John bei sich.

„Sie sind ja recht schnell bei der Sache mit pauschalen Vorurteilen! Dabei wissen Sie überhaupt nichts über unser Verhältnis und Verhalten zu Frauen. Ich kann Ihnen nur soviel sagen, dass die Frauen, mit denen wir längere Beziehungen hatten, recht schnell ihre Sexualität eingesetzt haben, um sich Vorteile zu verschaffen. Das haben wir mit uns nicht machen lassen und entsprechend die Konsequenzen gezogen, bevor wir in eine Situation hineinrutschten, die uns womöglich teuer zu stehen gekommen wäre.“

Neil hielt es an der Zeit, sich entsprechend in das Gespräch einzubringen.
„Mit dieser Situation meint John die Institution Ehe. Wir können uns glücklich schätzen, nie verheiratet gewesen zu sein. Und nur, um es einmal richtig zu stellen: In 90% aller Fälle ging die Initiative von den Frauen aus, für eine gewisse Zeit unsere Gespielinnen sein zu wollen.“

Christel schaffte es einfach nicht, ihre eingefahrenen Verhaltensmuster zu durchbrechen.

„Wir haben ja soeben mitbekommen, wie Sie sich gegenüber Frauen verhalten!“

Das Wort ‚verhalten’ zischte Christel mehr als dass sie es normal aussprach.

„Sie begrabschen sie auf unverschämte Art und Weise. Nennen Sie dieses schwanzgesteuerte Verhalten etwa korrekt? Sie sind doch nichts weiter als billige Sextouristen.“

Wilma legte ob Christels harscher Worte ihre Hand auf deren Arm um sie etwas zu beruhigen. Neil ergriff das Wort.

„Wenn ich mir so anhöre, was sie hier für pauschalen Unsinn ablassen, frage ich mich ernsthaft, was sie hier in Pattaya verloren haben. Offensichtlich haben sie vom Tuten keine Ahnung und….“

Christel unterbrach Neil harsch, fühlte sich gehalten, auf Neils lückenhaft vorgebrachte Phrase zu kontern.

„Sie waren lange genug in Deutschland, haben aber noch nicht einmal die gängigen Phrasen drauf. Das heiß von Tuten und Blasen!“

„Ich weiß schon, was ich sage. Aber da ich nicht weiß, ob sie blasen können, habe ich das wohlweislich weggelassen.“

John, der gerade zu einem Schluck angesetzt hatte, musste an sich halten, um den Whisky nicht im Raum zu versprühen. Er sah die aufgerissenen Augen von Christel, die von dieser verbalen Attacke von Neil vollkommen überrasch wurde und ihren Mund nicht mehr zu bekam. Ganz anders Wilma. Ihr schien diese Schlagfertigkeit von Neil gefallen zu haben. Sie musste ebenfalls lachen. Christel benötigte ein paar Sekunden, aber bevor sie etwas sagen konnte, verspürte sie den verstärkten Druck von Wilmas Hand.

„Neil, sie scheinen ein ausgesprochen humorvoller Mensch zu sein. Um sie zu bestätigen: Sie haben mit ihrer gekürzten Phrase durchaus Recht, denn blasen können wir beide.“

Christel nahm diesen Zuspruch von Wilma in ähnliche Art und Weise auf, wie zuvor die Äußerung von Neil. Nur der Griff von Wilma hinderte sie im Moment daran, sich zu äußern.

„Christel, nimm es einfach mal mit etwas Humor, was Neil gesagt hat.“

Innerlich gab Christel Wilma
, wenn auch widerstrebend, Recht. Ihr brannte noch immer zuviel auf der Seele, was sie noch los werden wollte, hatte aber glücklicherweise die Erkenntnis, dass etwas mehr innere Ruhe die Aussicht auf eine in ihrem Sinne erfolgreiche Diskussion erhöhen würde.
 
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John griff Wilmas Einwand auf.

„Es wäre wirklich besser für Sie, Pattaya etwas weniger ernsthaft zu sehen. Was ich von Ihnen im Moment mitbekomme und erfahren habe, auch zwischen den Zeilen, ist, dass Ihr Aufenthalt in Pattaya wohl weniger dem Vergnügen dient. Sie waren beide verheiratet!“

John formulierte es so, dass es für Christel und Wilma als Feststellung ankam, er wusste ja, dass dem so war. Christel war verblüfft, ein solches Statement hatte sie nicht erwartet. Von dem Wissensvorsprung Johns und Neils hatte sie ja keinerlei Kenntnis.

„Wie kommen Sie darauf?

„Nun, jeder, der etwas genauer hinschaut, wird dies sehr schnell erkennen. Ihre Freundin Wilma trägt beispielsweise eine Kette mit einem Ehering um den Hals.“

John bekam mit, wie Wilma in einem Reflex versuchte, ihre Kette mit der Hand zu verbergen.

„Und Sie haben den Ring vom Finger genommen und an den Ringfinger der anderen Hand gelegt. Eigentlich würde das ja bedeuten, dass Sie verlobt sind. Aber warum sollte eine Verlobte ohne Mann nach Pattaya kommen. Noch riskanter wäre es, mit dem Verlobten hierhin zu kommen.“

Auch Christel fühlte sich ertappt und versuchte ebenfalls in einem Reflex den Ring zu verbergen.

„Wieso meinen Sie, dass es für ein verlobtes Paar riskant wäre, nach Pattaya zu kommen?“

„Schauen Sie sich um, schauen Sie sich die Mädchen hier an und werfen sie dann, ich will Ihnen jetzt nicht zu nahe treten, einen objektiven Blick in den Spiegel. Das dürfte Ihnen, wenn sie nicht gänzlich von sich selbst eingenommen sind, die Augen öffnen und Ihre Frage beantworten. Wir haben selbst hier schon viele Ehen zerbrechen sehen und auch viele Paare kennengelernt, bei denen es nach dem Urlaub nicht mehr zu einer Bindung gekommen ist.“

Eigentlich wollte Christel auf Johns Anspielung auf ihr Erscheinungsbild eine harsche Erwiderung abgeben. Aber seine Anspielung auf zerbrochene Ehen löste eine unangenehme Resonanz in ihr aus und sie zog es vor, zu schweigen.

„Sie sind hier, weil Sie beide ihre Männer an Mädchen aus Thailand verloren haben. Das haben Sie bis heute nicht verkraftet. Was also wollen Sie hier?“

In John war wieder der Offizier durchgekommen. Seine letzte Äußerung war scharf formuliert und die Frage schnitt wie ein Katana durch die Luft. Wilma atmete tief durch, aber in Christel rumorte es. Es kam selten vor, dass jemand in ihr las wie in einem offenen Buch und ihr das noch so unverblümt sagte. Sie war kurz vor dem Überkochen. Sowohl Neil als auch John hatten recht schnell erkannt, wo sie ansetzen mussten und welche der beiden Frauen besonders empfindlich auf gewisse Reizthemen reagierte. In diesem Fall war es Christel und in gewisser Weise hatte Wilma ihnen ob ihres beherzten Verhaltens eine gewisse Achtung abgenötigt. Wilma schien sich im Gegensatz zu Christel im Griff zu haben und Christels Reaktion war für John und Neil absehbar.

„Wir wollen, dass sich die Mädchen hier einmal klar darüber werden, was sie tun und wofür sie sich hergeben müssen!“

Neil hatte zwar mit einer Antwort in diese Richtung gerechnet, war aber doch überrascht, mit welcher Ernsthaftigkeit und Überzeugung Christel ihr Statement abgab. Aber es spiegelte auch gleichzeitig diese von den Medien in Deutschland und wahrscheinlich nicht nur dort verbreitete Sichtweise wieder, die so überhaupt nichts mit der Realität zu tun hatte. Diese extrem verzerrte Wahrnehmung Thailands war aber nicht nur typisch für diese beiden Schicksen, die ihnen gegenübersaßen, sondern auch weitverbreitet unter den zumeist dümmlichen Primaten aus aller Herren Länder, die hier den Larry raushängen ließen, durch teilweise maßlose Überheblichkeit zu glänzen versuchten und in ihrer Heimat zumeist zu dämlich waren, ein Loch in den Schnee zu pissen. Bei manchen Gesellen wunderte sich Neil, wie die es überhaupt geschafft hatten, einen Flug zu buchen. Und dann schlugen sie hier in Pattaya auf und fühlten sich den in ihren Augen dummen und ungebildeten Mädchen haushoch überlegen. In der Tat war es bei einem großen Teil der Mädchen nicht weit her mit der Bildung, aber dumm waren sie nicht.

Die mangelnde Bildung fällt zumeist zurück auf die Eltern, die es nicht für notwendig erachteten, ihre Sprösslinge mehr als nur die 6 Jahre Dorfschule besuchen zu lassen. Häufig lag es ganz einfach aber auch an den mangelnden, finanziellen Möglichkeiten, die den Jugendlichen die Chance auf Weiterbildung verbauten. Und dumm waren diese Mädchen mit Sicherheit nicht. In Jahrhunderten hatte das Patriarchat in Thailand ihr Verhalten geformt, die Art, sich gegenüber ihren männlichen Mitmenschen zu verhalten, es hatte sich in das Volksgedächtnis eingeprägt. Und so empfingen die Meisten, die nach Thailand kamen und sich auf ein hiesiges Mädchen einließen etwas, was sie in dieser Form nicht kannten und in ihrem Land noch nie bekommen hatten. Die Selbstverständlichkeit, mit der ihnen dies von einem Mädchen, das sie ja letztendlich auch dafür bezahlten, gegeben wurde, reichte in der Regel aus, logisches Denken, die Differenzierung, sprich, den gesunden Menschenverstand, auszuschalten. Und schon waren sie einem Mädchen verfallen. Und zumeist verstand es das Mädchen dann auch, diesen Vorteil für sich zu nutzen. Um das ganze dann noch zu krönen, folgte in der Regel die obligatorische Einladung zu einem Familienbesuch. Zwar wussten die meisten Mädchen nichts über die Lebensumstände in Europa, aber sie waren sich der Wirkung auf ihre Opfer bewusst, wenn die erst einmal die Umstände gesehen hatten, unter denen ihr Mädchen aufgewachsen war und deren Eltern und Geschwister immer noch lebten. Spätestens nach diesem Besuch fühlte sich der arme Trottel in die Rolle des edlen Ritters befördert, dessen einziges Ansinnen es war, seine Mädchen aus der Rolle des Aschenputtels zu retten und zur Prinzessin zu krönen. Aber es gab natürlich auch noch die anderen Fälle, die viele Mädchen in ein persönliches Glück zu führen schien, die es geschafft hatten, dass sie einen Farang ehelichten. Dem Großteil aller Touristen, die nach Pattaya kamen, blieben diese Hintergründe allerdings verschlossen. Und diese beiden Teutoninnen gehörten mit Sicherheit auch dazu.
 
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John konnte seinen Spaß nicht mehr unterdrücken und sein Gesicht erfüllte ein breites Grinsen, allerdings auch nicht ganz ohne Hintergedanken. Wilma schien sich wesentlich besser im Griff zu haben und so fixierte er Christel. Seine Mimik zeigte die gewünschte Reaktion.

„Auch wenn sie hier mit ihrem Verhalten versuchen, den edlen Menschen zu spielen, bleiben sie doch nichts anderes als geile Böcke, die sich nicht schämen, sich billiger Sexsklavinnen zu bedienen um ihren Trieb auszuleben. Sie glauben doch wohl nicht ernsthaft, dass diese billigen Nutten…“

Christel wies dabei mit ihrem Kopf auf die Mädchen, von denen zwei scheinbar aufmerksam zuhörten.

„…auch nur ansatzweise freiwillig mit ihnen gehen?“

„Schätzchen, sag mal, haben wir schon einmal zusammen Schweine gehütet, das du so über uns sprichst. Wie kommst du überhaupt zu dem Schluss, dass wir billige Nutten sind?“

Christel starrte Gai an wie einen Geist und sie bekam für einen Moment den Mund nicht mehr zu. Erst langsam sickerte es in ihr Bewusstsein ein, was gerade abgelaufen war. Wilma war auf gleiche Art erstaunt, aber sie schien es gefasster aufzunehmen, dass ihnen da wohl ein paar Mädchen gegenüber saßen, die so gar nicht in das Bild passten, dass sie sich als Begründung für ihre Aktion zurecht gelegt hatten. Christel würde wohl einige Zeit brauchen, ihre verbalen Fehltritte und die Tatsache, dass die Mädchen es wohl verstanden hatten was sie gesagt hatte, zu verdauen.

„Ich, äh.., sie….“

Gai unterbrach Christel.

„So, du hast nicht damit gerechnet, dass eine billige Nutte möglicherweise keine billige Nutte ist und schon gar nicht dumm. Und noch weniger hast du wohl in Betracht gezogen, dass diese ach so dummen Dinger auch noch deine Sprache sprechen! Und, Schätzchen, weißt du, was du mir heute wieder bestätigt hast?“

Christel war immer noch völlig verwirrt, schüttelte andeutungsweise den Kopf.

„Äh.., nein, was?“

„Mit jedem Tag meines Lebens erhöht sich zwangsläufig die Zahl derer, die mich am Arsch lecken können! Malee, möchtest du auch noch etwas sagen?“

„Nein, danke, der Schock bei dieser Schachtel sitzt tief genug.“

John und Neil amüsierten sich selbstzufrieden über diese in ihren Augen köstliche Szene, vor allem aber über diese perplexe Sprachlosigkeit von Christel. Gai und Malee waren Trumpfkarten in diesem Spiel, die scharf gestochen hatten. Sie hatten ihre Rolle als kuschelige, verspielte Mädchen hervorragend gespielt. Christel rang immer noch um Fassung wohingegen Wilma sich einigermaßen im Griff hatte. Zwar klappte auch ihr nach dem verbalen Hieb von Gai der Mund auf, doch fand sie ihre Fassung wesentlich schneller wieder und sie hatte es wohl auch offensichtlich verdaut.
 
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Gai und Malee hatten über lange Zeit ihr Geld in Pattaya verdient. Sie hatten es sich angewöhnt, zu zweit zu arbeiten, hielten entsprechend nach Farang Ausschau, die ihren Urlaub ebenfalls zusammen verbrachten. Es klappte zwar nicht immer aber sie entwickelten ein Gespür dafür, wenn sie auf solche Duos stießen. Irgendwann hatten sie einmal Glück als sie zwei Männer aus Deutschland kennengelernt hatten, die ebenso aneinander gebunden waren wie sie selbst auch. Es entwickelte sich ein intensivere Beziehung unter ihnen und so kam es, dass sie mit gerade mal Mitte Zwanzig in den Genuss kamen, ihr Land einmal zu verlassen und Deutschland zu besuchen. Die Beziehungen intensivierten sich und ihr dritter Besuch in Deutschland erfolgte dann gleich für ein Jahr. Die beiden Deutschen sponserten ihnen einen Bildungsurlaub und bekamen so ein spezielles Jahresvisum. Zwar mussten sie dann in Deutschland die Schulbank drücken und es war ihnen vergönnt, andere Länder in Europa zu bereisen da ihr Visum ein nationales war. Sowohl Gai als auch Malee erwiesen sich als gute Schüler mit einer besonderen Auffassungsgabe was das Erlernen einer fremden Sprache anging. Das Jahr war allerdings schnell vorbei und sie flogen zusammen mit ihren Freunden zurück nach Thailand und verbrachten dort den gemeinsamen Urlaub. Ihre Beziehungen hatten sich intensiviert und es stand im Raum, für immer zusammenzubleiben.

Die entsprechenden Papiere sollten im Januar 2005 zusammengestellt sein. Gai und Malee befanden sich in Kong Chiam, ihe Freunde waren Mitte Dezember über Phuket nach Thailand gekommen, wollten sich den Süden noch etwas ansehen um sich dann noch vor Neujahr in Bangkok zu treffen. Die Schreckensmeldung von dem verheerenden Unglück in Thailands Süden erreichte sie mit den Nachrichten. Sie wussten über den Urlaub ihrer Verlobten auf Phuket Bescheid. Es vergingen ein paar Wochen der Ungewissheit aber dann bekamen sie die schreckliche Meldung der Eltern ihrer Verlobten aus Deutschland, dass beide bei dem Tsunami ihr Leben verloren hatte. Beide, Gai und Malee benötigten einige Monate, den Verlust zweier geliebter Menschen mit denen sie die Zukunft verbringen wollten, zu überwinden. Am ersten Todestag fanden sie sich auf Phuket ein, gingen in einen Tempel um Tam Boon, eine gute Tat, zu vollbringen.

Beide hatten danach wieder zu ihrer alten Stärke zurückgefunden, aber vergessen würden sie nie. Sie hatten kurzfristig mit dem Gedanken gespielt, auf Phuket zu verweilen und dort zu arbeiten, aber die Nähe zu dem Ort, an dem sie ihre Geliebten verloren hatten, machte es ihnen unmöglich. Sie reisten nach Pattaya zurück, mieteten sich ein kleines Zimmer an und beschlossen in der Hoffnung, dass Buddha ihnen wohlgesonnen sei, einen neuen Anfang zu machen. Es folgte eine lange und beschwerliche Zeit und es schien ihnen so, als würden die Farang, die Pattaya bevölkerten, mit jedem Jahr dümmer und primitiver. Sie teilten die Betten mit netten Jungens und alten Herren, gaben ihnen, was sie zu geben in der Lage waren, verhielten sich zumeist korrekt und ihre Art zahlte sich auf Dauer aus.

Vor ein paar Jahren führte sie der Zufall mit John und Neil zusammen. Sie waren auf der Walking Street unterwegs, als ein paar betrunkenen, in Schlabbershirts und Shorts gekleidete Dumpfbacken glaubten, sie seien Freiwild und man könnte ihnen einfach so im Vorbeigehen an Brust und Po greifen. Gai, die die Betroffene war, fackelte und überlegte auch nicht lange und reagierte fast schon in einem Reflex und es knallte schallend, als sie dem Rüpel die flache Hand heftig auf die Wange schlug. Der Betrunkene schaute erstaunt und ihm kam in den Sinn, seinen Freunden jetzt beweisen zu müssen, dass keine Frau ihn so einfach schlagen durfte. Er hob seine Faust zum Schlag, als er urplötzlich einknickte, als jemand von hinten gegen sein Standbein in die Kniekehle trat. Zwei in weißen Baumwollanzügen gekleidete Herren erschienen in Gais Blickfeld. Mit ihren ebenfalls weißen Hüten und Spazierstöcken wirkten sie im ersten Moment etwas anachronistisch.

„My friend, I would appreciate if you just leave now!“

Der Betrunkene ignorierte die Worte, wollte diese Schmach einfach nicht auf sich sitzen lassen, sprang unsicher auf und wollte sich auf sein Gegenüber stürzen. Seine Freunde näherten sich ebenfalls in bedrohlicher Manier und sie ließen keinen Zweifel darüber aufkommen, was ihre Absicht war. Die beiden Weißgekleideten beobachteten alles scheinbar mit einer Ruhe und Gelassenheit, als warteten sie auf einen soeben bestellten Tee. Instinktiv spürte Gai, dass mit diesen Beiden nicht zu spaßen war.

Der Typ, der Gai angefasst hatte, holte zum Schlag aus. Gai vermochte den Bewegungen des Mannes, der den Betrunkenen das Standbein weggetreten hatte, kaum zu folgen. In einer kreisenden Bewegung sauste der Stock durch die Luft und traf die zum Schlag bereite Hand des Betrunkenen direkt auf den Knöchel. Der schrie vor Schmerz laut auf, war nicht mehr in der Lage, seine Attacke fortzuführen. Seine beiden Kumpels, die ebenfalls hatten mitmischen wollen, wurden von dem anderen Herrn auf ähnlich schmerzvolle Art gestoppt. Die Spitze seines Stocks traf den Einen heftig in den Solar Plexus. Seine freie Hand stieß blitzschnell auf den zweiten sich nähernden Gegner zu und die Fingerspitzen trafen ihn genau auf die empfindliche Stelle zwischen Nase und Oberlippe. Das Ganze hatte nur wenige Sekunden gedauert und drei wimmernde Gestalten wälzten sich auf dem Boden

„Ladies, we are very sorry for any inconvenience. Would you be so nice to join us?“

Gai und Malee brauchten nicht lange zu überlegen und sie verließen eingehakt bei den beiden ‚Gentlemen’ den Ort des Geschehens. So hatte seinerzeit ihre Beziehung zu John und Neil ihren Anfang genommen.
 
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Naja, Bedenke, dass die Geschichte in einem Zeitraum von 1 Monat spielt.

Ich verstehe aber, was du meinst und werde Gas geben. :wink0:
 
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Sorry, lieber jodltrio, aber manchmal überrollt mich der Alltag ganz einfach und dann fehlt es an Energie und Lust, sofort weiterzuschreiben.

Ich habe leider auch den Fehler gemacht, auf zwei Hochzeiten zu tanzen. Das wird mir aber nicht noch einmal passieren.
 
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Khun Khan war zufrieden. Mit knapp 35 Jahren hatte er ein Wunschziel seines Lebens erreicht. Geboren in einem kleinen Provinzkaff namens Mae Salong nördlich von Chiang Rai nicht weit weg von der Grenze zum verhassten Burma, ist er beständig seinen Weg gegangen. Selbstverständlich war Khan nicht sein richtiger Name. Aber es war in den ländlichen Regionen halt üblich einen Spitznamen zu tragen.

Buddhismus und Animismus waren in Thailand eine Symbiose eingegangen und es war Glaube, dass böse Geister, haben sie erst einmal den Namen eines potenziellen Opfers bei dessen Geburt gehört, nicht mehr von dem neuen Erdenbürger ablassen würden. Und so war es Brauch, den bösen Geister durch einen Spitznamen den Weg zu versperren und sie in die Irre zu leiten. Seine Mutter hatte das Vorrecht und sie nannte ihn Khan, vermutlich weil sie ihn drollig fand. Aber so genau wusste man das nicht. Mit richtigem Namen hieß er Kongsampong Benjawan, der zumeist nur bei offiziellen Anlässen genannt wurde.

Die Gegend um Mae Salong war eine recht raue Gegend und zeit seiner Jugend war es nicht ungewöhnlich, dass viele der Bewohner ganz offen mit Schusswaffen durch die Gegend liefen. Die unmittelbare Nähe zu Burma und die im Hinterland lebenden Hill Tribes brachten es mit sich, dass der Anbau, Handel und Transport von Drogen ein offenes Geheimnis war. Die Grenzen waren nur schwer zu überwachen und das kam natürlich dem grenzüberschreitenden Drogenschmuggel zugute.

Khun Sa, ehemaliger Politiker in Burma, hatte die Shan United Army gegründet, und ehrte damit in seinen Augen seine Mutter, die direkter Abkömmling einer adligen Shan-Familie war. Neben den Mon und Khmer waren die Shan die vorherrschenden Populationen bevor die Thais in die heutige Tiefebene Thailands vordrangen. Er hatte zuletzt über 10.000 Mann unter sich und galt als der größte Heroinschmuggler aller Zeiten. Grenzen waren für ihn de facto nicht existent. Mehrfach kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem thailändischen Militär und den Rebellen. Als Khan eines Tages aus der Schule nach Hause kam, empfing ihn nicht wie üblich seine Mutter sondern seine Tante aus dem Nachbardorf. Sie nahm ihn schweigend in die Arme, führte in auf di Terrasse und erklärte ihm unter Tränen, dass seine Eltern in ein Feuergefecht zwischen die Rebellen und die thailändische Armee geraten sind und von den Rebellen erschossen worden sind.

Für Khan brach eine Welt zusammen. Er brauchte Wochen, um sich von diesem Schicksalsschlag zu erholen. Seine Tante und auch ihre Mann kümmerten sich fürsorglich um ihn und ihren Sohn in seinem Alter wurde mit der Zeit wie sein eigener Bruder den er nie hatte. Nach außen hin schien es, als hätte er sich mit seinem Schicksal abgefunden, aber in ihm fraß etwas, suchte einen Schuldigen oder etwas, das Schuld an seinem Schicksal war. Trotz seiner Jugend wurde ihm sehr schnell klar, dass Drogen und Drogenhandel ursächlich dafür war, dass seine Eltern ermordet worden waren. Nach und nach formte sich in ihm der Gedanke und Wunsch, daran etwas zu ändern. Während gleichaltrige Jugendliche sich dem Müßiggang hingaben und sich der Trostlosigkeit ihres Seins fügten, fasst Khan Ziele ins Auge, die er für sich klar definierte. Normalerweise würde er nur 6 Jahre die Schule besuchen, wie die meisten Kinder im Dorf auch. Er schaffte es aber, seine Tante davon zu überzeugen, ihn auch noch weitere 3 Jahre zur Schule zu schicken, wie es das Schulsystem in Thailand vorsah.

Khun Khan erwies sich als guter Schüler und schaffte seinen Abschluss als mit einer der Besten seines Jahrgangs. Sein klares Ziel vor Augen war, sich bei der Royal Thai Police zu bewerben. Das war ein schwieriges Unterfangen, denn obwohl die Besoldung bei der Polizei nicht gerade königlich war, bot eine Anstellung im Dienste dieser Institution eine gesicherte Existenz.

Khun Khan hatte tatsächlich Glück und mit seiner besonderen Motivation schaffte er alle Hürden und wurde in den Polizeidienst aufgenommen. Schnell kristallisierte sich heraus, dass er wohl besondere Befähigungen hatte und nach entsprechenden Weiterbildungen fiel er die Beförderungstreppe recht kontinuierlich nach oben. Er verfügte über Scharfsinn und entwickelte ein besonderes Gespür, wenn es um Drogen ging. Häufig war es seinem Scharfsinn und seiner Intuition zu verdanken, dass zahlreiche Dealer aus dem Verkehr gezogen werden konnten. Seine verantwortlichen Vorgesetzten kassierten zwar die Lorbeeren, aber das störte ihn nicht weiter, Er war gewieft genug, einfach zu warten, denn die Erfolge bei der Bekämpfung des Drogenhandels hatte zur Folge, dass diese Vorgesetzten ebenfalls befördert wurden und sie wussten es ihm zu danken, dass sie ihn für die freigewordenen Position empfahlen.

Es hatte einige Jahre gedauert, seine Laufbahn führte ihn in viele Regionen des Landes. Nun war er Police Captain und er befehligte eine kleine Einheit in der Touristenhochburg Pattaya. Für ihn war es eine neue Erfahrung, aber mittlerweile hatte er sich an das freizügige Leben und vor allem an diese merkwürdigen Farang gewöhnt, die diesen Ort frequentierten. Pattaya hatte eine aktive Drogenszene und es kam oft genug vor, dass ihm Farang in die Hände fielen, zumeist waren die aber nur im Besitz von Drogen der Klasse V, manchmal aber auch Drogen der Klasse IV oder III. Zumeist waren es nur Konsumenten, die erwischt wurden, manchmal aber lediglich nur Opfer, die einer gewieften Thai oder einem Kathoy auf den Leim gegangen sind und nach einem langen Zwangsschlaf infolge verabreichter KO-Tropfen wieder aufwachten --- wenn sie denn überhaupt noch einmal aufwachten. Diese kriminellen Miststücke, die sich dieser Methoden bedienten, hatten in der Regel überhaupt keine Ahnung von der Dosierung und häufig war die Dosis letal.

Für Khun Khan war Pattaya aber lediglich eine Station. Er sammelte seine Erfolge und hoffte darauf, möglichst bald die nächste Stufe auf der Karriereleiter zu nehmen.
 
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So, langsam aber sicher nähern wir uns dem Showdown.... :mrgreen:

...oder wie sagt man so schön? "Rache ist Blutwurst!" :ironie:
 
Das Telefon von Som klingelte. Sie nahm das Gespräch an und wechselte ein paar Worte und lauschte dann ein paar Minuten bevor sie ihr Fone wieder beiseite legte.

„Chris, I just got some information about the bitch event on Soi LK Metro. Everything looks quite good. Those bitches just get fiercely reprimanded by John and Neils girlfriends. I think we should start with the last step of our plan. After tomorrow Songkran will start. It should happen tonight.“

„Okay Som. Call your guys, that there will be some action for them tonight. I hope, they will enjoy even if they need to handle scrap.“

„Don’t worry, we made some extra arrangements for them in our massage and they get some pocket money for tonight. You can count on them.“

Chris und Benny hatten die weitere Vorgehensweise natürlich mit Som und Aeow abgesprochen und die beiden hatten Wort gehalten. Es war Som und Aeow leicht gefallen, zwei ansehnliche Männer für ihr gemeinsames Vorhaben zu ‚rekrutieren’. Wie sie es abgestellt hatten die beiden für ihr Vorhaben einzuspannen, interessierte Chris und Benny wenig.

Som und Aeow hatten die beiden Jungs in ihrer Massage ausgewählt und ihnen weisgemacht, dass es sich um eine Wette handelte und die waren halt drauf eingegangen. Sie würden ihren Teil als zwei kleine Rädchen im Getriebe dazu beitragen, dass das gesamte Spiel funktionieren würde ohne überhaupt nur einen Hauch von Ahnung davon zu haben, was der Sinne des Ganzen ist und das aber gerade ihr Beitrag der wesentliche Teil eines Plans war. Som und Aeow wussten natürlich, dass es unter Umständen eine Gratwanderung sein würde. Allerdings hatten sie ein Gespür dafür, Menschen, insbesondere Männer der Art, wie sie so über das Jahr in Pattaya herumliefen, richtig einzuschätzen. Und so war ihre Wahl auf zwei Burschen gefallen von denen sie überzeugt waren, dass sie zum einen nicht helle genug waren den Hintergrund auch nur zu erahnen, und zum anderen nach Som und Aeows Erkenntnissen genau dem Typus Mann entsprachen, den sowohl Christel als auch Wilma bevorzugten.

Um herauszufinden, ob die Beiden offen genug waren, hatten Som und Aeow sie unter dem Vorwand, dass alle Einzelräume in ihrer Massage belegt seien, in den Raum für Paarmassagen geführt. Es war wohl eine Fügung des Schicksals, dass beide wie Christel und Wilma auch aus Deutschland kamen. Vom Body her waren sie beide schlank, Som und Aeow sahen und fühlten aber auch bei der Massage, dass die Beiden gelegentlich ins Gym gingen. Nachdem sich die Beiden umgedreht hatten, reichten schon leichte Berührungen von Soms und Aeows Händen an der Innenseite der Schenkel aus, dass sie sofort eine Erektion bekamen. In Anbetracht ihres Vorhabens, haben sich Som und Aeow dieser Versteifung auf besonders liebevolle Art angenommen. Sanfte Massage der steifen Schäfte bis kurz vor den Höhepunkt um dann nachzulassen, brachte die Beiden fast um den Verstand. Som und Aeow hatten sich ihrer Tops entledigt und gestatteten es den Beiden, sie zu berühren. Sie stülpten ihre Münder übe die harten Schwänze und brachten sie mit gekonnten Zärtlichkeiten bis kurz vor den Orgasmus und massierten sie, bis sie sich über ihre Brüste ergossen.

Danach war es nur noch eine Kleinigkeit, die Beiden zu überreden, natürlich zusätzlich zu dem Spielgeld mit einer Wiederholung der Massage, natürlich als Geschenk für ihre Opfergabe. Sie tauschen zum Abschluss noch die Telefonnummern aus und gaben den beiden Jungs ein kleines Zeitfenster, in dem sie unabdinglich zur Verfügung stehen musste.

Som griff zum Telefon und rief einen der beiden Jungs an. Sie schienen sich an ihre Abmachung zu halten, denn schon nach dem zweiten Klingeln war die Verbindung hergestellt. Som gab ihnen kurz eine Beschreibung und bat sie, diese Location aufzusuchen, sich aber erst einmal im Hintergrund zu halten und von den beiden Emanzen vorerst nicht gesehen zu werden. Der Abend war noch jung und die beiden Frauen waren noch nicht genug ‚präpariert’. Som führte ein weiteres Telefonat mit Gai und gab ihr das Okay dafür, die beiden Emanzen zu ‚präparieren’.

Chris und Benny waren zuvor in einer kleinen Abweichung ihres Plans dazu übereingekommen, den beiden Schlampen auch mal das anzutun, was sie zuvor den beiden Jungs mit dem Kamagra angetan hatten. Sie hatten alles mit Som und Aeow durchgesprochen und sind zu dem Schluss gekommen, den beiden Schlampen ein Mittelchen zu verabreichen, das seit kurzem in Thailand erhältlich war und auf Frauen so wirkte, wie Kamagra bei Männern. Som hatte über einen guten Kontakt Lovegra, so hieß dieses Äquivalent zu Viagra oder Kamagra, besorgt und es Gai mitgegeben. Diese beiden Schlampen würden wahrscheinlich 1 bis 2 Stunden nach der Verabreichung der Generika mit triefenden Oberschenkeln durch die Gegend laufen und für ihre beiden Jungs wäre es dann nur noch eine Kleinigkeit, sie abzuschleppen.
 
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Die Jungs, die Som und Aeow auf die beiden Emanzen angesetzt hatten, waren schon etwas länger als zwei Wochen in Thailand. Aber auch für sie war es der erste Besuch in Thailand und sie hatten es sich in Pattaya einfach nur gut gehen lassen. Som und Aeow hatten ihnen zusätzlich freigestellt, ab und an mal auf eine Massage vorbeizukommen und das haben sie ein paar Mal in Anspruch genommen. Anfangs waren sie enttäuscht, dass sie nicht von Som und Aeow massiert wurden, aber die anderen Mädchen waren auch hübsch und gut. Selbstverständlich waren die Mädchen von Som und Aeow instruiert worden, dass die beiden ohne weitere Nachfragen eine spezielle Behandlung bekamen. Die beiden Jungs waren nicht die Hellsten, das fanden die Mädchen schnell heraus und da ihre Namen für sie unaussprechlich waren, hatten die beiden Jungs schnell ihr Spitznamen: Ting und Tong. Sie fanden ihre neuen Namen ganz lustig und nutzten sie auch während ihrer nächtlichen Streifzüge durch Pattaya und fanden es zudem sehr amüsant, wenn die Ladies stets anfingen zu kichern, wenn sie sich mit Ting und Tong vorstellten. Das ihre Namen im Zusammenhang nicht gerade schmeichelhaft waren, kam ihnen überhaupt nicht in den Sinn.

Som hatte die leichte Befürchtung, dass den beiden womöglich die Lust vergehen könnte, wenn Ting und Tong, die ja mittlerweile voll auf Thais standen, auf die beiden Schlampen treffen würden. In weiser Voraussicht hatte sie Ting und Tong jeweils einen Sachet Kamagra gegeben und ihnen aufgetragen, sich diese Generika kurz vor ihrem ‚Einsatz’ zu sich zu nehmen. Auf die Frage von Ting, was das denn sei, hatte Som ihm nur kurz erklärt, dass ihm das richtig geil auf die beiden machen würde, es nicht schädlich sei und ihnen auch danach zu ein paar schönen Stunden verhelfen würde. Ting und Tong fühlten sich geschmeichelt und sie waren einfältig genug, nicht zu hinterfragen Kurz nachdem sie den Anruf von Som nahmen sie das Zeug zu sich, spülten den ekelhaften Geschmack nach Medizim mit einem Whisky hinunter und machten sie sich auf den Weg.

Christel und Wilma hatten einige Zeit gebraucht zu begreifen und auch zu verarbeiten, dass sie es hier mit Mädchen zu tun hatten, die sie definitiv nicht nur unterschätzt sonder vollkommen falsch eingeschätzt hatten.

John hatte mitbekommen, mit wem Gai telefoniert hatte und nach dem diese ihm unscheinbar zugenickte, wusste er, dass Ting und Tong auf dem Weg waren. Sie würden sich allerdings wie vereinbart erst einmal für Christel und Wilma unsichtbar im Hintergrund halten. Wahrscheinlich würden die beiden Teutoninnen im Anschluss zur Walking Street gehen, um sich ihren Ärger runterzuspülen. Allerdings würden sie zu diesem Zeitpunkt schon bezogen auf ihre Libido geimpft sein. Dies galt es nun für John und Neil einzuleiten. Neil wandte sich formvollendet Christel und Wilma zu. Er stand auf und verbeugte sich in gleicher Manier wie zuvor auch vor Christel und Wilma.

„Ladies, bitte verzeihen Sie vielmals, wir haben es leider versäumt, Ihnen mitzuteilen, dass unseren beiden Damen der deutschen Sprache überaus mächtig sind.“

Christel hatte immer noch nicht begriffen, dass diese gestelzte Ausdrucksweise lediglich Show war.

„Ich möchte es nicht bei einer formalen Entschuldigung belassen und würde es außerordentlich begrüßen, dürfte ich Sie beide zu einem speziellen Drink des Hauses einladen.“

Neil wartete die Zustimmung der Beiden gar nicht ab und drehte sich in Richtung Theke. In Manier eines Großgrundbesitzers schnippte er mit den Fingern.

„Gaston, two Juicy JanE form a guests please!“

Die Staff war ja eingeweiht und amüsierte sich prächtig. Mit ebenso übertriebener Geste antwortete die Bedienung.

„Yes, Sir, at once!“

Christel missfiel dieser in ihren Augen großkotzige Auftritt von Neil, hielt es aber im Moment für besser, keine Äußerung von sich zu geben. Wilma war neugierig.

„Wenn mich meine bescheidenen Sprachkenntnisse nicht im Stich gelassen haben, handelt es sich bei Juice ja um Fruchtsaft. Und ich vermute mal, dass der „Jane“-Anteil der alkoholische Part ist. Ich hoffe mal, dass Jane uns nicht umhaut?“

„Machen sie sich keine Sorgen, JanE und Juicy harmonieren gut miteinander und werden beide dafür sorgen, dass, dass ihr weiterer Abend feucht-fröhlich und voller Vergnügen sein wird. Wenn sie es denn schaffen sollten, sich hier überhaupt zu amüsieren.“

Für Christel war dieser letzte Satz wie eine Initialzündung.

„Natürlich werden wir uns amüsieren. Warum glauben sie eigentlich, dass wir dazu nicht fähig sind?“

Neil, aber auch John waren froh, dass die zweideutigen Bemerkungen von Neil von Wilma nicht in ihrer wahren Bedeutung erkannt wurden. Juicy war zwar in der Übersetzung „fruchtig“ korrekt, es gab aber noch ein paar weitere Synonyme und in Bezug auf den zweiten Namen ‚JanE’ offenbarte sich der Zusammenhang, denn JanE stand nicht für einen Frauennamen, sondern war eine Abkürzung und bedeutete ‚Just another naughty Experience’ und in dem Kontext bedeutete das Adjektive eher schlüpfrig. Die Rückschlüsse würden sich den beiden Schlampen zwar nie offenbaren, aber die Auswirkungen würden sie zu spüren bekommen. Und natürlich gab es diesen Drink nirgendwo in Thailand, sondern war lediglich eine Idee von John mit der temporären Lebensdauer dieses Events in der Bar. Serviert wurden insgesamt 6 Juicy JanE’s für die Mädchen, wobei die beiden speziell präparierten Drinks vor Christel und Wilma standen. Der unangenehme Geschmack würde durch die Beigaben von Minzblättern und Angostura überdeckt werden. John und Neil gönnten sich einen Whisky. Sie prosteten sich zu und genossen den ersten Schluck.
 
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