KingPing
V.I.P
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„So, Ladies, dann erzählt uns doch bitte einmal, weshalb ihr hier seid?“
Christel ging nicht auf die Frage von Gai ein und ließ sie einfach links liegen. Sie hatte es immer noch nicht verkraftet wie Gai sie bloßgestellt hat. Sie wollte den Faden genau dort wieder aufnehmen, wo sie ihn verloren hatte.
„Sie halten es aber absolut für in Ordnung, dass Sie sich gleich zwei Mädchen nehmen um sich mit ihnen…"
Gai unterbrach Christel harsch.
„Schätzchen!“
Was Pawlow mit seinem Konditionierungs-Experiment an Hunden bewiesen hatte, schien sich bei Christel schon nach dem ersten Einwand von Gai manifestiert zu haben. In dem Moment als Gai das Wort ‚Schätzchen’ aussprach, blieb ihr förmlich das Wort im Hals stecken.
„Weißt du, was dein Problem und scheinbar das Problem vieler von euch Emanzen zu sein scheint?“
Gai erwartete überhaupt keine Erwiderung oder Reaktion von Christel. Aber das war schon an Christels dämlichen und hilflosen Gesichtsausdruck erkennbar, dass sie um Worte und Fassung kämpfte
„Ihr scheint so etwas von festgefressen in eurer selbstherrlichen Rolle verhaftet zu sein, dass euch jeglicher Blick für etwas, was außerhalb eures beschränkten Ereignishorizonts stattfindet, verloren gegangen ist.“
„Äh, ich verstehe nicht?“
„Schätzchen, klar dass du nichts verstehst. Wir zwei…..“
Sie zeigte dabei auf Malee und sich selbst.
„…sind die Freundinnen von John und Neil. Nit und Gung sind für unser Vergnügen hier, wir haben schließlich auch einige Bedürfnisse und sehen diese gerne erfüllt.“
Wilma erkannte, dass dies womöglich zuviel für Christel war. Sie hatte für sich selbst resümiert, dass ihr Vorhaben gescheitert, oder besser gesagt, nicht durchführbar war. Sie hatte erkannt, dass es ein grundlegender Fehler war, ihre auf Deutschland beschränkte Vorstellungswelt bezüglich Emanzipation in Form einer missionarischen Aktion hier in Thailand umzusetzen. Sie hatte für sich den Entschluss gefasst, spätestens am morgen mit Christel darüber zu reden. Und sie hatte noch eine Erkenntnis gewonnen: Sie hatte sich in eine fast bedingungslose Abhängigkeit von Christel, beziehungsweise derer Ansichten begeben. Natürlich kam ihr diese Erkenntnis nicht von heute auf morgen. Letztendlich aber waren es die Ereignisse der letzten Tage in Summe, die sie Christels Fesselung hatte abschütteln lassen. Und sie merke es an sich selbst, wie sie sich innerlich wie befreit fühlte, nachdem sie diese Erkenntnis für sich in Gedanken formuliert hatte. Der Respekt vor dem autoritären Auftreten von Christel war auf ein Minimum gesunken. Im Moment bereitete es ihr sogar etwas Genugtuung, Christel so offensichtlich hilflos zu sehen.
Sowohl Gai und Malee fiel das veränderte Verhalten von Wilma auf. Mit dem sprichwörtlichen Instinkt von Frauen, hatten sie wahrgenommen, dass Christel eine Wandlung durchgemacht hatte. Malee nahm den Faden wieder auf und konzentrierte sich auf Christel.
„Nun, Schätzchen, wenn ich dich richtig verstanden habe, seid ihr hier, um uns mit dem Segen der Emanzipation zu beglücken?“
Es war als Frage formuliert aber mehr eine Feststellung und Christel fiel nicht einmal auf, dass sie jetzt alleine im Fokus stand.
„Was genau möchtest du denn?“
Christel ist in ihrem Kopf etliche Male brillierende Dialoge durchgegangen, in denen sie mit der ihr eigenen Inbrunst die Emanzipation verbreitete, natürlich vor applaudierendem Publikum auf der einen und Geläuterten auf der anderen Seite. Nun sah sie sich einer 1:1 Situation real gegenüber und sie verfluchte sich für ihre Unsicherheit und suchte verzweifelt nach den Inhalten, derer sie sich so sicher glaubte. Gai und Malee spürten Christels Unsicherheit und setzten ein süffisantes Lächeln auf, das Christel noch mehr verunsicherte.
„Unsere Intention ist es, euch Selbstbestimmung zu vermitteln. Ihr sollt erkennen, dass es andere Möglichkeiten gibt, der Armut zu entkommen und es ist definitiv nicht notwendig, dass ihr dafür eure Körper verkauft. Es ist eine schreckliche Zwangslage in der ihr euch befindet und wir würden euch behilflich sein, diese Situation zu meistern und diesem schrecklichen Leben hier zu entkommen.“
John und Neil hatten dem Monolog von Christel aufmerksam gelauscht. Sie hatten auch Malee und Gai nicht aus dem Blick verloren und bewunderten insgeheim die Selbstbeherrschung der beiden. Zu oft hatten sie es schon mit Typen zu tun gehabt, die zwar nicht die gleichen Beweggründe hatten, wohl aber die seltsame Anwandlung im Glauben, dass es den Mädchen hier dreckig ginge, diese aus dieser ach so schrecklichen Situation zu befreien. Ursächlich dafür ist bei allen, auch bei Christel und Wilma, die Unkenntnis der Lebensumstände in Thailand.
Christel ging nicht auf die Frage von Gai ein und ließ sie einfach links liegen. Sie hatte es immer noch nicht verkraftet wie Gai sie bloßgestellt hat. Sie wollte den Faden genau dort wieder aufnehmen, wo sie ihn verloren hatte.
„Sie halten es aber absolut für in Ordnung, dass Sie sich gleich zwei Mädchen nehmen um sich mit ihnen…"
Gai unterbrach Christel harsch.
„Schätzchen!“
Was Pawlow mit seinem Konditionierungs-Experiment an Hunden bewiesen hatte, schien sich bei Christel schon nach dem ersten Einwand von Gai manifestiert zu haben. In dem Moment als Gai das Wort ‚Schätzchen’ aussprach, blieb ihr förmlich das Wort im Hals stecken.
„Weißt du, was dein Problem und scheinbar das Problem vieler von euch Emanzen zu sein scheint?“
Gai erwartete überhaupt keine Erwiderung oder Reaktion von Christel. Aber das war schon an Christels dämlichen und hilflosen Gesichtsausdruck erkennbar, dass sie um Worte und Fassung kämpfte
„Ihr scheint so etwas von festgefressen in eurer selbstherrlichen Rolle verhaftet zu sein, dass euch jeglicher Blick für etwas, was außerhalb eures beschränkten Ereignishorizonts stattfindet, verloren gegangen ist.“
„Äh, ich verstehe nicht?“
„Schätzchen, klar dass du nichts verstehst. Wir zwei…..“
Sie zeigte dabei auf Malee und sich selbst.
„…sind die Freundinnen von John und Neil. Nit und Gung sind für unser Vergnügen hier, wir haben schließlich auch einige Bedürfnisse und sehen diese gerne erfüllt.“
Wilma erkannte, dass dies womöglich zuviel für Christel war. Sie hatte für sich selbst resümiert, dass ihr Vorhaben gescheitert, oder besser gesagt, nicht durchführbar war. Sie hatte erkannt, dass es ein grundlegender Fehler war, ihre auf Deutschland beschränkte Vorstellungswelt bezüglich Emanzipation in Form einer missionarischen Aktion hier in Thailand umzusetzen. Sie hatte für sich den Entschluss gefasst, spätestens am morgen mit Christel darüber zu reden. Und sie hatte noch eine Erkenntnis gewonnen: Sie hatte sich in eine fast bedingungslose Abhängigkeit von Christel, beziehungsweise derer Ansichten begeben. Natürlich kam ihr diese Erkenntnis nicht von heute auf morgen. Letztendlich aber waren es die Ereignisse der letzten Tage in Summe, die sie Christels Fesselung hatte abschütteln lassen. Und sie merke es an sich selbst, wie sie sich innerlich wie befreit fühlte, nachdem sie diese Erkenntnis für sich in Gedanken formuliert hatte. Der Respekt vor dem autoritären Auftreten von Christel war auf ein Minimum gesunken. Im Moment bereitete es ihr sogar etwas Genugtuung, Christel so offensichtlich hilflos zu sehen.
Sowohl Gai und Malee fiel das veränderte Verhalten von Wilma auf. Mit dem sprichwörtlichen Instinkt von Frauen, hatten sie wahrgenommen, dass Christel eine Wandlung durchgemacht hatte. Malee nahm den Faden wieder auf und konzentrierte sich auf Christel.
„Nun, Schätzchen, wenn ich dich richtig verstanden habe, seid ihr hier, um uns mit dem Segen der Emanzipation zu beglücken?“
Es war als Frage formuliert aber mehr eine Feststellung und Christel fiel nicht einmal auf, dass sie jetzt alleine im Fokus stand.
„Was genau möchtest du denn?“
Christel ist in ihrem Kopf etliche Male brillierende Dialoge durchgegangen, in denen sie mit der ihr eigenen Inbrunst die Emanzipation verbreitete, natürlich vor applaudierendem Publikum auf der einen und Geläuterten auf der anderen Seite. Nun sah sie sich einer 1:1 Situation real gegenüber und sie verfluchte sich für ihre Unsicherheit und suchte verzweifelt nach den Inhalten, derer sie sich so sicher glaubte. Gai und Malee spürten Christels Unsicherheit und setzten ein süffisantes Lächeln auf, das Christel noch mehr verunsicherte.
„Unsere Intention ist es, euch Selbstbestimmung zu vermitteln. Ihr sollt erkennen, dass es andere Möglichkeiten gibt, der Armut zu entkommen und es ist definitiv nicht notwendig, dass ihr dafür eure Körper verkauft. Es ist eine schreckliche Zwangslage in der ihr euch befindet und wir würden euch behilflich sein, diese Situation zu meistern und diesem schrecklichen Leben hier zu entkommen.“
John und Neil hatten dem Monolog von Christel aufmerksam gelauscht. Sie hatten auch Malee und Gai nicht aus dem Blick verloren und bewunderten insgeheim die Selbstbeherrschung der beiden. Zu oft hatten sie es schon mit Typen zu tun gehabt, die zwar nicht die gleichen Beweggründe hatten, wohl aber die seltsame Anwandlung im Glauben, dass es den Mädchen hier dreckig ginge, diese aus dieser ach so schrecklichen Situation zu befreien. Ursächlich dafür ist bei allen, auch bei Christel und Wilma, die Unkenntnis der Lebensumstände in Thailand.

