KingPing
V.I.P
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„Lass uns mitgehen, Wilma, ich bin neugierig, was er und zu sagen hat.“
„Neugierig bin ich auch. Vielleicht erfahren wir ja etwas mehr.“
Khun Somsak hatte das Getuschel der beiden zwar nicht verstanden, wohl aber die mitschwingende Hoffnung gespürt. Wieder wunderte er sich über das sonderbare Verhalten der Farang ganz allgemein. Nun gut, sein Augenmerk war in erster Linie auf die Erhaltung seiner Existenz ausgerichtet. Und in dieser Konsequenz war im daran gelegen, das von ihm geführte Hotel stets in einem guten Licht erscheinen zu lassen. Das Geschäftsleben in Thailand war hart, besonders in den Bereichen, die den direkten Kontakt zu diesen unbeholfenen Touristen erforderten. Im Großen und Ganzen waren sie eigentlich recht einfach zu handhaben, aber immer wieder mal gab es die Ausnahmen und dann musste sich Khun Somsak widerwillig auf das Niveau dieser Touristen hinabbegeben um den Schein eines ergebenen Hotelmanagers zu wahren. Es war ihm stets zuwider, zu Kreuze zu kriechen. Nur die Aussicht auf Würdigung seiner Qualitäten als Manager in Form von Extrazahlungen oder einer Anhebung seines Salärs ließen ihn den Anschein eines dienstergebenen, hilfreichen Geistes aufrechterhalten und ohne Murren ertragen.
Wilma und Christel folgten Khun Somsak in dessen Büro. Er bat die beiden höflich, Platz zu nehmen und setzte sich ihnen gegenüber an seinen Schreibtisch um eine für ihn notwendige Distanz zu wahren und seine Position zu unterstreichen. Er war sich der Tatsache bewusst, dass dies eigentlich etwas im Gegensatz zu der Rolle stand, die er gegenüber seinen Gästen zu spielen pflegte. Er hoffte allerdings darauf, dass den beiden Weibern solche Feinheiten nicht auffielen.
„I am really sorry what happened to you yesterday. One of my clean up staff informed me today about what she had noticed. I really know about some corrupt policemen who try do get some extra money.“
Es fiel Khun Somsak überhaupt nicht schwer, dieses Gerüst aus Märchen und Lügen weiterzuspinnen. Einerseits war es ja doch Bestandteil thailändischen Alltags, sich auf viele Arten ein kleines Zubrot zu verdienen und gerade Polizisten war es oftmals ein Leichtes sich ob ihrer Autorität und ihrer Befugnisse ein kleines Zubrot zu verdienen, nicht nur bei unbedarften Touristen, sondern mindestens genauso häufig bei Landsleuten. Aber andrerseits war es genau in diesem Fall ein geplanter und wohl inszenierter Ablauf und er wusste auch, dass es sich bei den beiden Männern keineswegs um Polizisten sondern um enge Freunde der beiden Mädchen handelte. Jeder halbwegs begabte Thai hätte auf Anhieb gesehen, dass es sich bei den Uniformen um billigste Kopien gehandelt hatte, die nicht im Entferntesten der einer korrekten Uniform nahe kamen. Zudem verfügte jeder Polizist in Thailand über eine Schusswaffe und genau dieses Utensil fehlte diesen Beiden. Und genau dies ist auch dem Mädchen aufgefallen und sie hatte ihn darüber unterrichtet. So war zumindest seine Begründung als Erklärung für sein Wissen über den Vorfall keine Lüge. Aber natürlich würde er dies nicht an die Beiden weitergeben. Er hatte eine Zielvorgabe und war gewillt, diese zu erfüllen.
„May I ask you how much money you have lost yesterday?“
Christels Neugier war ungebremst.
„Why do you think that we lost money?“
„Miss Christel, just believe me. I am Thai, I know my country and I know about things like that, so again, just believe me.“
Khun Somsak wusste natürlich um wie viel Geld die Beiden erleichtert worden waren. Und letztendlich war es ihm egal, ob sie sich ihm gegenüber offenbarten oder nicht.
Christel allerdings tat sich schwer damit, gegenüber einem ihr fremden Mann einzugestehen, dass sie übers Ohr gehauen wurde.
„Just accept that we have payed a little bit more money for a service we have got yesterday. We didn’t expect that price.“
Christel glaubte damit, sich etwas aus der Affäre gezogen zu haben. ‚Ihr verlogenen Miststücke.’, dachte Khun Somsak bei sich während er die beiden weiterhin freundlich anlächelte. Diese Farang würden wohl nie verstehen, was sich hinter dem Lächeln eines Thais verbarg. Wer lächelt, zeigt auch Zähne, nur würde er so geschickt beißen, dass es diesen beiden Schlampen überhaupt nicht bewusst werden würde, überhaupt gebissen worden zu sein. Ab und an plagte ihn allerdings sein Gewissen, ihm war bewusst, dass er eigentlich gegen einige Grundsätze buddhistischen Denkens verstieß. Aber dann rief er sich in Erinnerung, was er von Chris und Benny über diese beiden Frauen gehört hatte, wie brutal die beiden abgezockt worden sind, nur weil sie sich von den beiden Schlampen getrennt haben. Ein Vorgehen, das wohl in Thailand so nicht möglich war. Er schwor bei sich, bei der nächsten Möglichkeit in den Tempel zu gehen und Tam Boon zu machen, eine gute Tat zu tun, um sein negatives Karma wieder auszugleichen.
„I understand that. It happens many times that tourists coming to Thailand and have some unexpected expenses. Mostly they have to try to get some new money from their bank at home. Unfortunately they think, that they can draw money with ther debit cards. First this is very expensive, even if the have a credit card they will loose money. So, if you are in need to get money from Germany, just let me know. I can help you.“
„We just thinking about getting some money from Germany.“
Christel warf Wilma einen bösen Blick zu. Sie hatte ihres Erachtens nach viel zu schnell und ohne Nachzudenken reagiert. Khun Somsak war diese Missstimmung zwischen den Beiden nicht entgangen. Christel übernahm wieder das Wort.
„So, how can you help us.“
„Have you ever thought about opening an account with a Thai bank. It is quite easy and if you are in need to get some money, you can order it online from your bank in Germany and in between 2 or3 days it will be on your account. If you have an account, you will get a credit card you can use to draw money on every ATM in Thailand. This will make you independant and you only need to take out the money you need for a day.“
Sowohl Christel als auch Wilma schauten etwas ungläubig drein.
„Isn’t it a probelm to open an account? We don’t live over here and we are just here for holidays. What will happen with our account when we have left Thailand?
„Believe me, I have many steady guests who opened an account. Okay, you need my assistance but it won’t be a problem. And when you leave you just take out all your money.You either can order the bank to close your account or you keep your account for the reason if you want to come back over here. No risk.“
Christel war nach wie vor skeptisch. Allerdings war der Gedanke für sie verlockend, ohne große Bargeldreserven ihn ähnlicher Bequemlichkeit wie in Deutschland je nach Bedarf Geld abheben zu können.
„How long does it need to open an account?“
Khun Somsak wusste in diesem Moment, dass er sein Vorhaben würde umsetzen können.
„I think it will not take more than one hour for you both to open an account. Banking in Thailand is quite easy and it also cost you nearly nothing. If you draw money over here, it is free of charge. With your credit card you can pay if you go shopping, you can transfere money between account and also chrage your mobile fone if you have one. And everyzthing you can do on an ATM. It really makes you independant.“
Khun Somsak hatte instinktiv erkannt, dass Unabhängigkeit besonders für Christel ein Anliegen war.
„You think we both should open an account?“
„Sure, it is definitely no problem and in that way you have a backup in each other.“
„Christel, ich halte die Idee für ausgesprochen gut, kein Risiko und wir brauchen nie viel Geld mit uns rumschleppen. Lass es uns machen.“
Christel überlegte kurz und nickte Wilma dann zu.
„Okay, we just made a decision. We both want to open an account. So, when can we do that?
Khun Somsak nahm diese Aussage von Christel nach außen hin mit einem Lächeln entgegen, innerlich triumphierte er. Er griff nach seinem Terminkalender und schlug ihn auf. Er blickte auf leere Seiten, tat aber so, als müsste er ernsthaft disponieren.
„Let me see, I will try to arrange it for you. Leave me alone for some minutes, or better go for your room to take your passports and each of you will need about 1000 Baht as a first deposit on your account and about 400 or 500 Baht for purchasing your credit card. But don’t worry. Those costs only appear one time. I need to rearrange some appointments to join you.“
Ohne die weitere Reaktion der beiden Frauen abzuwarten erhob er sich und bedeutete ihnen, sein Büro zu verlassen.
„I will ring you in some minutes when I have done my necessary calls.“
Er blickte ihnen noch ein paar Sekunden nach bevor er die Tür wieder schloss. Er griff nach seinem Handy.
Chris hörte sein Handy klingeln, checkte kurz die Nummer und nahm ab.
„Hi Khun Somsak, we hope, you were successful.“
Khun Somsak schilderte ihm kurz die Ereignisse und bestätigte Chris, dass er gleich mit den Beiden zur Bank gehen würde. Benny überwachte die Monitore.
„Chris, die beiden haben ihre Safes geräumt und sind jetzt gerade wieder runter. Gratuliere, es läuft alles wie geplant.“
In der Tat war es ein einfaches Unterfangen für einen Ausländer, auch wenn er nur auf Urlaub in Thailand war, ein eigenes Konto einzurichten. Über Sinn und Unsinn konnte man streiten. Insbesondere die Nutzung gebührenfreier Kreditkarten machte eine solche Aktion nicht unbedingt notwendig. Es lohnte sich vielleicht für Geschäftsleute und Expats oder diejenigen, die sich über wesentlich längere Zeiträume als nur eine kurze Urlaubsperiode in Thailand aufhielten, aber definitiv nicht für Kurzurlauber.
Das Prozedere ein Konto einzurichten war bei den meisten Banken recht unproblematisch. Zwar gab es ein paar Hürden zu nehmen, aber die Banken unterstützten ihre potenziellen Kunden darin. Nachdem Thaksin Ende der 90ger an die Regierung gekommen war, hatte er versucht, es Ausländern zu erschweren ein Konto in Thailand zu eröffnen. Das kam den Banken gar nicht recht, denn letztendlich wollten sie Kunden haben und Ausländer, die Devisen nach Thailand einführten, waren ihnen eigentlich immer willkommen. Und so fanden sie Mittel und Wege, diese Hürden zu umgehen. Die Kasikorn Bank wünschte lediglich eine bestätigte Adresse in der Provinz oder Stadt, der die Filiale angehörte, in der das Konto eröffnet werden sollte. Eine Bescheinigung des Hotels oder einfach nur die Aussage eines potenziellen Kunden, dass er in diesem oder jenen Hotel wohne, genügte in der Regel schon. Eine Legitimation in Form eines Reisepasses war hingegen unbedingt erforderlich. Khun Somsak hätte die Beiden einfach mit den notwendigen Informationen zur nächsten Filiale der Bank schicken können. Aber letztendlich wollte er gegenüber den beiden Farang eine gute Figur abgeben und gleichzeitig die Situation nutzen, dem recht langweiligen Alltag im Hotel für kurze Zeit zu entfliehen. Unter dem Vorwand seinen Gästen zu helfen, war das jederzeit zu rechtfertigen.
Christel und Wilma waren überrascht, dass alles so vollkommen ohne Komplikationen ablief. Die Angestellten der Bank hatten sie mit einer Zuvorkommenheit behandelt, die ihnen von ihren Sachbearbeitern in den heimischen Banken niemals entgegengebracht worden war. Sie hatten ihr gesamtes Bargeld das sie noch besaßen, zu gleichen Teilen auf die zwei Konten eingezahlt. Lediglich 2000 Baht hielt jede von Ihnen für den Tag fest.
Nach dem demütigenden Erlebnis des gestrigen Tages hat sie diese Aktion der Eröffnung eines eigenen Kontos mit neuer Zuversicht erfüllt. Khun Somsak hatte ihnen zudem noch dazu geraten, sich jeweils eine Sim-Karte für ihre Handys zu besorgen. Ihnen war nicht bewusst gewesen, dass der Betrieb ihres Handys in Thailand horrende Roaming-Gebühren verursachen würde. Khun Somsak hatte sie ins Tukcom geführt. Christel und Wilma waren regelrecht erschlagen von dem Angebot an mobilen Geräten. Khun Somsak hatte ihnen alles erklärt und ihnen gezeigt, wie man mit den Handys umgeht, wie man das Guthaben abfragt und wie man seine Karte mit Guthaben füllt. Zum ersten Mal verglichen die Beiden die Möglichkeiten des Umsetzens moderner Technik und verglichen es mit dem teilweise doch trägen Vorgehen in Deutschland. Mit einer Kreditkarte konnte man dort gerade mal Geld abheben, damit hatte es sich schon. Zusammen mit Khun Somsak fuhren sie zurück in ihre Hotel.
„Neugierig bin ich auch. Vielleicht erfahren wir ja etwas mehr.“
Khun Somsak hatte das Getuschel der beiden zwar nicht verstanden, wohl aber die mitschwingende Hoffnung gespürt. Wieder wunderte er sich über das sonderbare Verhalten der Farang ganz allgemein. Nun gut, sein Augenmerk war in erster Linie auf die Erhaltung seiner Existenz ausgerichtet. Und in dieser Konsequenz war im daran gelegen, das von ihm geführte Hotel stets in einem guten Licht erscheinen zu lassen. Das Geschäftsleben in Thailand war hart, besonders in den Bereichen, die den direkten Kontakt zu diesen unbeholfenen Touristen erforderten. Im Großen und Ganzen waren sie eigentlich recht einfach zu handhaben, aber immer wieder mal gab es die Ausnahmen und dann musste sich Khun Somsak widerwillig auf das Niveau dieser Touristen hinabbegeben um den Schein eines ergebenen Hotelmanagers zu wahren. Es war ihm stets zuwider, zu Kreuze zu kriechen. Nur die Aussicht auf Würdigung seiner Qualitäten als Manager in Form von Extrazahlungen oder einer Anhebung seines Salärs ließen ihn den Anschein eines dienstergebenen, hilfreichen Geistes aufrechterhalten und ohne Murren ertragen.
Wilma und Christel folgten Khun Somsak in dessen Büro. Er bat die beiden höflich, Platz zu nehmen und setzte sich ihnen gegenüber an seinen Schreibtisch um eine für ihn notwendige Distanz zu wahren und seine Position zu unterstreichen. Er war sich der Tatsache bewusst, dass dies eigentlich etwas im Gegensatz zu der Rolle stand, die er gegenüber seinen Gästen zu spielen pflegte. Er hoffte allerdings darauf, dass den beiden Weibern solche Feinheiten nicht auffielen.
„I am really sorry what happened to you yesterday. One of my clean up staff informed me today about what she had noticed. I really know about some corrupt policemen who try do get some extra money.“
Es fiel Khun Somsak überhaupt nicht schwer, dieses Gerüst aus Märchen und Lügen weiterzuspinnen. Einerseits war es ja doch Bestandteil thailändischen Alltags, sich auf viele Arten ein kleines Zubrot zu verdienen und gerade Polizisten war es oftmals ein Leichtes sich ob ihrer Autorität und ihrer Befugnisse ein kleines Zubrot zu verdienen, nicht nur bei unbedarften Touristen, sondern mindestens genauso häufig bei Landsleuten. Aber andrerseits war es genau in diesem Fall ein geplanter und wohl inszenierter Ablauf und er wusste auch, dass es sich bei den beiden Männern keineswegs um Polizisten sondern um enge Freunde der beiden Mädchen handelte. Jeder halbwegs begabte Thai hätte auf Anhieb gesehen, dass es sich bei den Uniformen um billigste Kopien gehandelt hatte, die nicht im Entferntesten der einer korrekten Uniform nahe kamen. Zudem verfügte jeder Polizist in Thailand über eine Schusswaffe und genau dieses Utensil fehlte diesen Beiden. Und genau dies ist auch dem Mädchen aufgefallen und sie hatte ihn darüber unterrichtet. So war zumindest seine Begründung als Erklärung für sein Wissen über den Vorfall keine Lüge. Aber natürlich würde er dies nicht an die Beiden weitergeben. Er hatte eine Zielvorgabe und war gewillt, diese zu erfüllen.
„May I ask you how much money you have lost yesterday?“
Christels Neugier war ungebremst.
„Why do you think that we lost money?“
„Miss Christel, just believe me. I am Thai, I know my country and I know about things like that, so again, just believe me.“
Khun Somsak wusste natürlich um wie viel Geld die Beiden erleichtert worden waren. Und letztendlich war es ihm egal, ob sie sich ihm gegenüber offenbarten oder nicht.
Christel allerdings tat sich schwer damit, gegenüber einem ihr fremden Mann einzugestehen, dass sie übers Ohr gehauen wurde.
„Just accept that we have payed a little bit more money for a service we have got yesterday. We didn’t expect that price.“
Christel glaubte damit, sich etwas aus der Affäre gezogen zu haben. ‚Ihr verlogenen Miststücke.’, dachte Khun Somsak bei sich während er die beiden weiterhin freundlich anlächelte. Diese Farang würden wohl nie verstehen, was sich hinter dem Lächeln eines Thais verbarg. Wer lächelt, zeigt auch Zähne, nur würde er so geschickt beißen, dass es diesen beiden Schlampen überhaupt nicht bewusst werden würde, überhaupt gebissen worden zu sein. Ab und an plagte ihn allerdings sein Gewissen, ihm war bewusst, dass er eigentlich gegen einige Grundsätze buddhistischen Denkens verstieß. Aber dann rief er sich in Erinnerung, was er von Chris und Benny über diese beiden Frauen gehört hatte, wie brutal die beiden abgezockt worden sind, nur weil sie sich von den beiden Schlampen getrennt haben. Ein Vorgehen, das wohl in Thailand so nicht möglich war. Er schwor bei sich, bei der nächsten Möglichkeit in den Tempel zu gehen und Tam Boon zu machen, eine gute Tat zu tun, um sein negatives Karma wieder auszugleichen.
„I understand that. It happens many times that tourists coming to Thailand and have some unexpected expenses. Mostly they have to try to get some new money from their bank at home. Unfortunately they think, that they can draw money with ther debit cards. First this is very expensive, even if the have a credit card they will loose money. So, if you are in need to get money from Germany, just let me know. I can help you.“
„We just thinking about getting some money from Germany.“
Christel warf Wilma einen bösen Blick zu. Sie hatte ihres Erachtens nach viel zu schnell und ohne Nachzudenken reagiert. Khun Somsak war diese Missstimmung zwischen den Beiden nicht entgangen. Christel übernahm wieder das Wort.
„So, how can you help us.“
„Have you ever thought about opening an account with a Thai bank. It is quite easy and if you are in need to get some money, you can order it online from your bank in Germany and in between 2 or3 days it will be on your account. If you have an account, you will get a credit card you can use to draw money on every ATM in Thailand. This will make you independant and you only need to take out the money you need for a day.“
Sowohl Christel als auch Wilma schauten etwas ungläubig drein.
„Isn’t it a probelm to open an account? We don’t live over here and we are just here for holidays. What will happen with our account when we have left Thailand?
„Believe me, I have many steady guests who opened an account. Okay, you need my assistance but it won’t be a problem. And when you leave you just take out all your money.You either can order the bank to close your account or you keep your account for the reason if you want to come back over here. No risk.“
Christel war nach wie vor skeptisch. Allerdings war der Gedanke für sie verlockend, ohne große Bargeldreserven ihn ähnlicher Bequemlichkeit wie in Deutschland je nach Bedarf Geld abheben zu können.
„How long does it need to open an account?“
Khun Somsak wusste in diesem Moment, dass er sein Vorhaben würde umsetzen können.
„I think it will not take more than one hour for you both to open an account. Banking in Thailand is quite easy and it also cost you nearly nothing. If you draw money over here, it is free of charge. With your credit card you can pay if you go shopping, you can transfere money between account and also chrage your mobile fone if you have one. And everyzthing you can do on an ATM. It really makes you independant.“
Khun Somsak hatte instinktiv erkannt, dass Unabhängigkeit besonders für Christel ein Anliegen war.
„You think we both should open an account?“
„Sure, it is definitely no problem and in that way you have a backup in each other.“
„Christel, ich halte die Idee für ausgesprochen gut, kein Risiko und wir brauchen nie viel Geld mit uns rumschleppen. Lass es uns machen.“
Christel überlegte kurz und nickte Wilma dann zu.
„Okay, we just made a decision. We both want to open an account. So, when can we do that?
Khun Somsak nahm diese Aussage von Christel nach außen hin mit einem Lächeln entgegen, innerlich triumphierte er. Er griff nach seinem Terminkalender und schlug ihn auf. Er blickte auf leere Seiten, tat aber so, als müsste er ernsthaft disponieren.
„Let me see, I will try to arrange it for you. Leave me alone for some minutes, or better go for your room to take your passports and each of you will need about 1000 Baht as a first deposit on your account and about 400 or 500 Baht for purchasing your credit card. But don’t worry. Those costs only appear one time. I need to rearrange some appointments to join you.“
Ohne die weitere Reaktion der beiden Frauen abzuwarten erhob er sich und bedeutete ihnen, sein Büro zu verlassen.
„I will ring you in some minutes when I have done my necessary calls.“
Er blickte ihnen noch ein paar Sekunden nach bevor er die Tür wieder schloss. Er griff nach seinem Handy.
Chris hörte sein Handy klingeln, checkte kurz die Nummer und nahm ab.
„Hi Khun Somsak, we hope, you were successful.“
Khun Somsak schilderte ihm kurz die Ereignisse und bestätigte Chris, dass er gleich mit den Beiden zur Bank gehen würde. Benny überwachte die Monitore.
„Chris, die beiden haben ihre Safes geräumt und sind jetzt gerade wieder runter. Gratuliere, es läuft alles wie geplant.“
In der Tat war es ein einfaches Unterfangen für einen Ausländer, auch wenn er nur auf Urlaub in Thailand war, ein eigenes Konto einzurichten. Über Sinn und Unsinn konnte man streiten. Insbesondere die Nutzung gebührenfreier Kreditkarten machte eine solche Aktion nicht unbedingt notwendig. Es lohnte sich vielleicht für Geschäftsleute und Expats oder diejenigen, die sich über wesentlich längere Zeiträume als nur eine kurze Urlaubsperiode in Thailand aufhielten, aber definitiv nicht für Kurzurlauber.
Das Prozedere ein Konto einzurichten war bei den meisten Banken recht unproblematisch. Zwar gab es ein paar Hürden zu nehmen, aber die Banken unterstützten ihre potenziellen Kunden darin. Nachdem Thaksin Ende der 90ger an die Regierung gekommen war, hatte er versucht, es Ausländern zu erschweren ein Konto in Thailand zu eröffnen. Das kam den Banken gar nicht recht, denn letztendlich wollten sie Kunden haben und Ausländer, die Devisen nach Thailand einführten, waren ihnen eigentlich immer willkommen. Und so fanden sie Mittel und Wege, diese Hürden zu umgehen. Die Kasikorn Bank wünschte lediglich eine bestätigte Adresse in der Provinz oder Stadt, der die Filiale angehörte, in der das Konto eröffnet werden sollte. Eine Bescheinigung des Hotels oder einfach nur die Aussage eines potenziellen Kunden, dass er in diesem oder jenen Hotel wohne, genügte in der Regel schon. Eine Legitimation in Form eines Reisepasses war hingegen unbedingt erforderlich. Khun Somsak hätte die Beiden einfach mit den notwendigen Informationen zur nächsten Filiale der Bank schicken können. Aber letztendlich wollte er gegenüber den beiden Farang eine gute Figur abgeben und gleichzeitig die Situation nutzen, dem recht langweiligen Alltag im Hotel für kurze Zeit zu entfliehen. Unter dem Vorwand seinen Gästen zu helfen, war das jederzeit zu rechtfertigen.
Christel und Wilma waren überrascht, dass alles so vollkommen ohne Komplikationen ablief. Die Angestellten der Bank hatten sie mit einer Zuvorkommenheit behandelt, die ihnen von ihren Sachbearbeitern in den heimischen Banken niemals entgegengebracht worden war. Sie hatten ihr gesamtes Bargeld das sie noch besaßen, zu gleichen Teilen auf die zwei Konten eingezahlt. Lediglich 2000 Baht hielt jede von Ihnen für den Tag fest.
Nach dem demütigenden Erlebnis des gestrigen Tages hat sie diese Aktion der Eröffnung eines eigenen Kontos mit neuer Zuversicht erfüllt. Khun Somsak hatte ihnen zudem noch dazu geraten, sich jeweils eine Sim-Karte für ihre Handys zu besorgen. Ihnen war nicht bewusst gewesen, dass der Betrieb ihres Handys in Thailand horrende Roaming-Gebühren verursachen würde. Khun Somsak hatte sie ins Tukcom geführt. Christel und Wilma waren regelrecht erschlagen von dem Angebot an mobilen Geräten. Khun Somsak hatte ihnen alles erklärt und ihnen gezeigt, wie man mit den Handys umgeht, wie man das Guthaben abfragt und wie man seine Karte mit Guthaben füllt. Zum ersten Mal verglichen die Beiden die Möglichkeiten des Umsetzens moderner Technik und verglichen es mit dem teilweise doch trägen Vorgehen in Deutschland. Mit einer Kreditkarte konnte man dort gerade mal Geld abheben, damit hatte es sich schon. Zusammen mit Khun Somsak fuhren sie zurück in ihre Hotel.