Ich möchte hier keine Panik schieben. Ich möchte auch keine wilden Konstruktionen aufstellen, auch wenn die Beispiel von
@zweitreise und
@YamNua zwar weit her geholt scheinen, sind sie sicher nicht abzuweisen oder komplett unrealistisch. Warum sollte ein Staat ein Unternehmen eine Organisation denn überhaupt Interesse and personenbezogenen Daten haben wenn sie keinen Wert hätten. Warum sollten die Internetriesen denn "kostenlose" Dienste der Menschheit zur Verfügung stellen wenn die Daten keinen Wert hätten? Weil das alles so gute Menschen sind? Google und Co sammeln Daten und verfolgen kommerzielle Ziele damit.
Staaten sammeln Daten um Sicherheitsziele zu verfolgen oder Ihre Ideologie zu verbreiten und durchzusetzen.
Auch wenn wir nicht daran glauben das irgendjemand irgendwann personenbezogene Daten, die er gesammelt hat und mit anderen Daten verknüpft hat, gegen uns verwändet, sollte wir uns zunächst einmal bewusst sein das wir ihm zumindest durch unser Verhalten und durch unsere Gleichgültigkeit überhaupt erst die Möglichkeit dazu gegeben haben.
Wie ich zuvor bereits erwähnt habe, sollte sich jeder vor allen eine Frage stellen. Vertraue ich der Institution, dem Staat, der Firma, der Person, dass sie meine Daten nicht gegen meine Interessen einsetzt ? Wenn die Antwort uneingeschränkt ja ist, gibt man die Daten raus.
Wenn die Antwort nein ist, sollten die nächsten beiden Fragen kommen.
1. Wie groß könnte im schlechtesten Fall der Schaden sein der mir entsteht. (Beispiele sowie Konsequenzen
@zweitreise @YamNua und viele mehr)
2. Wie hoch schätze ich die Wahrscheinlichkeit ein das einer dieser Schäden eintrifft.
An der Stelle wird es individuell. Aus der Beantwortung dieser 3 Fragen entsteht ein Risiko. Jeder muss als mündiger Mensch, in seiner individuellen Situation entscheiden welches Risiko er eingeht.
Da ist es sicher ein Unterschied ob es sich um einen unvermögenden Rentner handelt, der in Thailand seinen Lebensabend verbringt oder um einen verheirateten, vermögenden Geschäftsreisenden mit regeläßigen Besuchen in China der bei einen deutschen Rüstungsunternehmen angestellt ist. Das ist das gemeine am Datenschutz. Das Risiko ist nicht für jeden gleich, und die Risikobereitschaft ist je nach individueller Situation anders zu beurteilen.
Als verheirateter Mann, der seiner Frau erzählt hat für eine Woche geschäftlich nach Japan zu reisen, sich aber eine Woche Spaßurlaub in Thailand gönnt, ist der mögliche Schaden sicher höher wenn durch ein Datenlack die Information aus der App öffentlich werden als für den alleinstehenden Rentner.