Thailand Zwei Emanzen in Thailand

Auf dem Weg zur Soi 9 kaufte Hasso noch ein paar Kleinigkeiten ein, die er den beiden Frauen überreichen wollte, in erster Linie ein paar Flaschen Wasser und ein paar kleine Gerichte, die er an einem der zahlreichen Essensstände besorgte. Mit Nahrung und Wasser mussten die Beiden versorgt werden, es wäre der Sache nicht dienlich, würden sie wegen eines Mangels an Wasser und Essen in ein Krankenhaus verlegt.

Christels Gesicht erhellte sich, als sie den vermeintlichen Botschafter vor ihrer Zelle auftauchen sah. Wilma freute sich zwar auch, der Schimmer Hoffnung, den sie bei seinem Auftauchen wahrnahm, wurde fast augenblicklich durch die Aussagen des Botschafters, er hatte ja in der Konditionalform gesprochen, neutralisiert.

„Gutem Morgen die Damen, verstehen Sie mich bitte nicht falsch, aber ich hoffe, Sie konnten den Umständen entsprechend einigermaßen ruhen.“

Christel schien den Satz überhaupt nicht vernommen zu haben.

„Haben Sie mit Ihren Freunden gesprochen? Wann können Sie uns hier rausholen? Ich wäre Ihnen unendlich dankbar.“

Innerlich gratulierte sich Hasso zu seiner Taktik. Sein Spiel war zu 100% aufgegangen und mit der Einschätzung von Christels Zustand lag er ebenso voll im Ziel. Christel näherte sich mit Riesenschritten der Verfassung, in der er sie haben wollte.

„Jetzt bleiben Sie erst mal ruhig, so schnell geht das nicht. Ich habe Ihnen etwas zu essen und zu trinken mitgebracht.“

Er reichte die Plastiktüten durch das Zellengitter und Wilma nahm ihm die Tüten ab und bedankte sich. Christels Augen hingen nach wie vor gebannt an den Lippen von Hasso.

„Was haben Sie erreicht? Wann können wir hier raus?“

„Ich muss Sie leider enttäuschen. Mein Gespräch hatte leider nicht den gewünschten Erfolg. Sehen Sie, es geht ja hier nicht um eine vernachlässige Straftat. Es sind Drogen im Spiel und da kennt die thailändische Justiz in der Regel kein Pardon. Vor ein paar Jahren hat der damalige Premierminister Thaksin Shinawatra einen gnadenlosen Kampf gegen die Drogen geführt. Das hat weit über 3000 Menschen das Leben gekostet und es sind nicht gerade wenige Involvierte inhaftiert worden und einige von denen entkamen einem Todesurteil nur dadurch, dass sie sich vor Gericht schuldig bekannten. Ansonsten wären sie erschossen worden.“

Was Hasso erzählte, hatte Hand und Fuß. Er sah diese Aktion allerdings mehr als einen populistischen Schachzug Thaksins, der nur einseitig ausgeführt wurde. Auf der anderen Seite fehlte es an entsprechenden präventiven Maßnahmen für die Seite der Konsumenten. Infolge der durch den Kampf gegen Drogen entstandenen Engpässen führte dies folgend der Marktsituation zu höheren Preise, was speziell in Pattaya zu einer stark erhöhten Beschaffungskriminalität geführt hatte, deren Opfer auch zusehends Farang waren, die in Pattaya Urlaub machten. Klar, bei Christel wurde nur eine sehr geringe Menge von diesem Zeugs gefunden, Was Hasso zuvor angesprochen hatte, war zwar zutreffend, hatte aber die angedeuteten Folgen nur für die großen Fische der Szene. Aber er sah an Christels schreckgeweiteten Augen, dass sie sich in einem Zustand der Verzweiflung befand, der schon fast an Hoffnungslosigkeit grenzte und eine entsprechende Differenzierung wohl nicht mehr zuließ.

Wilma hatte die wesentlichen Inhalte verstanden und stellte eine gezielte Frage.

„Erklären Sie mir bitte, woran das Gespräch letztendlich gescheitert ist.“

„Nun, mein Gesprächspartner war ein Thai. Und so wie ich ihn kenne und einschätze, war diese Absage erst einmal nur vorgeschoben. Die Gründe dafür werde ich einmal eruieren, zumindest ist es meine Absicht. Ich hatte aber nicht den Eindruck, dass da noch viel Spielraum sein wird. Wie schon gesagt, es handelt sich nicht um ein Kavaliersdelikt.“

„Was bedeutet das für uns?“

Wilmas Frage war die logische Konsequenz auf Hassos Ausführung. Ohne Umschweife fasste er es in seiner Antwort zusammen.

„Richten Sie sich auf eine Gerichtsverhandlung am Donnerstag ein!“

Hasso sah, wie Christels Körper förmlich in sich zusammensackte. ‚Wieder einen Schritt näher am Punkt, an dem ich dich haben will, du kleines Emanzenluder.’, dachte er bei sich. ‚Wenn wir hier fertig mit dir sind, wirst du von diesem Mist hoffentlich genug Abstand genommen haben.’ Erst im Nachhinein fiel im auf, dass er in seinen Gedanken und auch in seiner Aversion gegen diese Emanzenschlampen Wilma ausgeschlossen hatte. Erneut resümierte er, dass in Wilma wohl eine Veränderung stattgefunden hatte. Wie es schien, hatte sich Wilma aus dem verderblichen Dunstkreis von Christel gelöst, schien wieder Frau zu werden. Er nahm etwas an ihr wahr, dass er vorher so nicht bemerkt hatte: Charisma. Er würde das mit Chris und Benny noch einmal erörtern.

„So sieht es nun mal aus, meine Damen. Ich werde sie morgen früh wieder besuchen und auch noch einmal das Gespräch mit meinem Bekannten suchen. Machen Sie sich bitte keine allzu großen Hoffnungen.“

Hasso verabschiedete sich von Christel und Wilma und versprach beiden, sie am morgigen Tag wieder aufzusuchen. Er war mit dem Ergebnis seines heutigen Besuches vollauf zufrieden. Er hatte mitbekommen, wie seine Worte Christel auf Christel gewirkt hatten.
 
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Drei ältere Herren bummelten scheinbar gelangweilt die Beach Road entlang, Rentner, die sich entschlossen hatten, ihren Lebensabend in Pattaya zu verbringen. Und das schien allemal besser, als sich im trüben Deutschland insbesondere mit fortschreitendem Alter mehr und mehr sozialer Kälte ausgesetzt zu wissen. Einer von ihnen tippte mit seinem Schuh einen Kieselstein in Manier eines Fußballers an und verlor aber fast gleichzeitig wieder das Interesse an der Aktion.

Der Kieselstein hatte schon eine lange Reise hinter sich. Infolge der Erosion war seine Oberfläche glatt geschliffen worden. Der Tritt ließ ihn kurzfristig vom Boden abheben. Mit einer Seite schlug er auf die Kante eines etwas aus dem Boden ragenden Pflastersteins, was ihn erneut in eine parabelförmige Flugbahn zwang an deren Ende er auf die Beach Road fiel, wo sich dann der Rest seiner kinetischen Energie in einem Kullern und Gleiten über den Asphalt recht schnell abbaute und er vorerst zur Ruhe kam.

Su, oder Supaporn, so ihr voller Vorname, hatte ganz klare Zielvorstellungen bezüglich ihres Lebens. Entgegen dem Wunsch und den finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern hatte sie sich mit Hilfe eines Onkels der sie in sein Herz geschlossen hatte, gegen den Willen ihrer Eltern behaupten können. Ihre Eltern hatten es nicht für nötig gehalten, dass sie nach den ersten 6 Schuljahren in der Dorfschule auch noch die Secondary School besuchte.

Zwar gibt es in Thailand eine 9-jährige Schulpflicht, aber viele Eltern ließen und lassen ihre Sprösslinge nur die ersten 6 Schuljahre in die dorfeigene Schule gehen. Die Notwendigkeit einer vernünftigen Schulbildung und den sich daraus ergebenen Möglichkeiten, sich ein besseres Leben erarbeiten zu können, wurde zumeist ein Opfer der Gewohnheit nach dem Motto ‚Wir waren auch nur 6 Jahre in der Schule und wie du siehst, geht es uns nicht schlecht!’ Dahinter stand aber ganz einfach der Wunsch der Eltern, ihre Sprösslinge schnell in Arbeit zu bringen, um die eigene Lebenssituation zu verbessern. Es fehlte an der notwendigen Weitsicht und das hat so manches Kind einige Jahre später einen Weg einschlagen lassen, der es an den Rand der thailändischen Gesellschaft führte. Nicht unbedingt, was den Verdienst anging, es war mehr die soziale Ächtung der Gesellschaft gegenüber denen, die ihren Weg in die Touristenmetropolen gewählt hatten um dort ihr Glück im Milieu zu versuchen. Allerdings standen diese Jugendlichen zumeist wesentlich besser da als die armen Geschöpfe, die sich wegen einer Notlage der Eltern professionellen Zuhältern verdingen mussten um in Lokalitäten die Schuld der Eltern abzuarbeiten und die fast ausschließlich einem einheimischen Publikum vorbehalten waren.

Su besaß zwei Eigenschaften, für die sie Buddha dankbar war. Die erste Eigenschaft war rein äußerlich. Su war schlichtweg eine Schönheit, sie war schlank, hatte eine ebenmäßige Haut mit einem sanft-braunen Teint und einem Mund mit den verführerischsten Lippen, die ein Mann sich vorstellen konnte. Alles an ihr schien perfekt und die Proportionen stimmten ganz einfach. Ihr Busen war groß aber nicht üppig und wohl geformt und ihr hübsches Gesicht wurde von lockigen, schwarzen Haaren wie von einem edlen Rahmen umgeben. Die zweite Eigenschaft war unsichtbar. Su hatte einen überaus wachen Geist, war intelligent und hatte eine hohe und schnelle Auffassungsgabe. Beide Eigenschaften betrachtete sie als ihr wertvollstes Kapital, dass sie einzusetzen gedachte, um möglichst schnell ihre Vorstellungen bezüglich der Gestaltung ihrer eigenen Zukunft umsetzen zu können. Sie hatte die Secondary School mit Leichtigkeit absolviert und ihr Fernziel war ein Studium in Bangkok an der Thammasat Universität. Ein Schicksalsschlag hatte ihr erst einmal eine Unterbrechung aufgezwungen. Ihr gönnerhafter Onkel ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen und in Ermangelung der finanziellen Möglichkeiten hatte sie sich entschlossen, erst einmal auf schmalem Fuß zu leben und etwas Geld zu verdienen. Die erste Möglichkeit die sich ihr bot, nahm sie ohne zu zögern an und sie begann ihren Job als Zimmermädchen in einem Hotel in Pattaya.

Schnell hatte sie die Möglichkeiten erkannt, die sich ihr in Pattaya boten und es dauerte nicht lange, bis sie diese Möglichkeiten für sich zu nutzen wusste. Sie hatte ein Gespürt, sich genau die Männer auszusuchen, die ihr nicht widerstehen konnten. Und das waren nicht gerade wenigen. Und es fiel ihr leicht, sie derart um den Finger zu wickeln, dass sie ihr fast willenlos ergeben waren. Nicht, dass sie vorhatte, diese Männer zu betrügen oder über den Tisch zu ziehen. Sie schenkte ihnen immer reinen Wein ein. Aber anscheinend verfügten sie nicht über genug Verstand um das zu begreifen oder sie waren hormonell derart überdröhnt, dass sie aus diesem Grunde zu keinem klaren Gedanken mehr fähig waren. Nun gut, das war nicht ihr Problem, und die natürliche Leidenschaft, die sie ihren Verehrern schenkte, entschädigten diese nach ihrer Ansicht mehr als genug. Im Großen und Ganzen hatte sie ihre eigene Gefühlswelt fast zu 100 Prozent im Griff. Nur als sie Martin als Gast das erste Mal begegnete, hatte sie dieses Gefühl im Bauch, dass sie bisher noch nicht kannte. Zuerst verwirrte es sie, verunsicherte sie sogar in einer Art und Weise, dass es sogar einem Kunden, mit dem sie schon häufiger aus war, auffiel. Das Gefühl verstärkte sich, je öfter sie Martin im Hotel begegnete und das erste Mal verspürte sie einen tiefen Schmerz in sich, als sie Martin mal zusammen mit einem anderen Mädchen aufs Zimmer gehen sah. Sie gestand sich ein, wovor sie sich eigentlich gefeit fühlte: Su hatte sich verliebt.
 
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Hasso hatte Chris kurz von seinem Besuch im Gefängnis erzählt und ihm besonders Christels Verfassung geschildert. Chris war erstaunt, als Hasso ihm Wilmas Haltung schilderte. Er hätte es nicht für möglich gehalten, dass sich die Rollen der beiden Frauen in einer derart kurzen Zeit nahezu ausgetauscht hatten. Wilma schien sich tatsächlich aus Christels Dunstkreis gelöst zu haben. Chris beschloss, diesbezüglich einmal mit Benny zu reden.

Su hatte ihre Arbeit für diesen Tag beendet. Pro Woche war ihr ein arbeitsfreier Tag zugesprochen worden und der begann für sie, nachdem sie ausgestempelt hatte. Sie hatte in der Soi Daeng Muh, einer kleine Nebenstraße der Soi Buakhao in der Nähe des Nachtmarktes ein kleines Zimmer angemietet und sie gönnte sich den Luxus eines etwas besseren Apartments, ausgestattet mit einer Klimaanlage und als Highlight sogar eine kleine Badewanne. Bezahlt wurde das Apartment von einem Schweden, den sie einmal in der Walking Street kennengelernt hatte.

Das Erlebnis mit Martin am Morgen hatte sie innerlich aufgewühlt. Es war nicht nur die Situation, die zu diesem zumindest für Martin erfüllenden Ausgang geführt hatte. Sie war erstmals erschrocken über ihre eigene Emotionalität, mit der sie dieses erotische Event empfunden hatte. Su hatte Herzblut vergossen, die Intensität des Kribbelns im Bauch blieb ihr immer noch unvergesslich. Und so oft sich dieses Ereignis vor ihrem inneren Auge abspielte, stellte sich dieses Kribbeln in ihrem Bauch wieder ein.

Anfangs hatte sie versucht, es zu ignorieren, zu unterdrücken. Instinktiv erahnte sie aber, dass dieses Gefühl nicht einfach wieder schwinden würde. Ihre Emotionalität empfand es als schön und in der Folge überlagerte ihr Verstand jeglichen ihrer bewussten Versuche, dies zu unterdrücken. In Verbindung mit ihrer Libido dominierte ihr Verstand, das Gefühl war schön und was schön ist, ist auch ein erhaltenswerter Zustand. Su’s Widerstand, ihre Angst vor einem Kontrollverlust, löste sich mit dieser Erkenntnis in Wohlgefallen auf. Su gab sich geschlagen und entschied erstmals für sich, ihrem Gefühl zu folgen.

Es brauchte für diesen Entscheidungsprozess gerade einmal den Weg vom Hotel zu ihrem Apartment. Su schaltete die Klimaanlage ein und legte sich erst einmal auf ihr Bett. Erst in der ruhigen und vertrauten Umgebung ihres Apartments, nahmen ihre Empfindungen freien Lauf. Sie konnte es nicht verhindern, aber immer wieder spulte der gleiche Film vor ihrem geistigen Auge ab. Sie betrat das Zimmer von Martin erst, als sie auch nach mehrmaligem Klopfen keine Antwort bekommen hatte und deshalb davon ausging, dass sich der Gast nicht dort aufhielt. Als sie die Tür geöffnet hatte und die Situation mit einem Blick erfasste, wurde sie sich ihres Irrtums bewusst. Unter normalen Umständen hatte sie den Anweisungen des Managements umgehend Folge geleistet. Zu oft ist es vorgekommen, dass Gäste unbeabsichtigt während intimer Handlungen vom Reinigungspersonal ertappt wurden. Die Prämisse war, sich sofort zurückzuziehen. Normalerweise hielt sich Su an diese Vorgaben und ihr erster Impuls ging sofort in diese Richtung. Aber gleichzeitig hatte sie auch den Grund dafür erfasst, dass auf ihr Klopfen nicht reagiert worden war. Und die Erkenntnis dieser Umstände und das wohlige Gefühl in ihrem Bauch, das jedes Mal, wenn sie Martin sah, ihren Körper durchströmte, ließ sie zögern. Ihn auch noch heimlich bei einer intimen Handlung beobachten zu können, wie er da saß und lustvoll seinen Schwanz massierte, ließ sie fast ebenso unvermittelt in einen Zustand gesteigerter Erregung hinübergleiten. Sie spürte, wie sich angenehme Wärme in ihrem Schoß breitmachte und sie langsam feucht wurde.

Der erneute Ablauf der Geschehnisse vor ihrem geistigen Auge verursachte die gleiche Wirkung und Su drängte es nach Entspannung. Gewaltsam löste sie sich, stand auf und entledigte sich ihrer Kleidung. Nackt ging sie ins Bad, ließ Wasser in die Wanne ein, fügte Duftschaum hinzu und stieg in die Wanne. Sie genoss es, wie das warme Wasser ihren Körper umspülte. Sie stellte das Wasser auf den Duschkopf um und regulierte diesen auf einen pulsierenden Duschstrahl. Sie ließ ihren Körper weiter in die Wanne gleiten, spreizte ihre Beine und stellte den Strahl so ein, dass er genau auf den empfindlichen Teil ihrer Scham traf. Su schloss wieder die Augen und der gleiche Film lief ab. Su spürte ihre schnell steigende Erregung unter dem warmen Wasserstrahl und sie ließ ihrer Lust freien Lauf, stöhnte dabei unterdrückt. Sie erreichte ihren Höhepunkt mit den Bildern, wie sich Martin in ihren Mund ergoss. Nur langsam flaute ihre süße Agonie ab. Su gönnte sich diese Minuten totaler Entspannung, löste sich schwerfällig davon, stellte das Wasser ab und griff nach ihrem Bademantel. Su fühlte sich befriedigt, aber in ihr brannte ein Verlangen, ein Verlangen nach gemeinsamen Erlebnissen mit Martin. Su legte sich ins Bett und versuchte, sich innerlich mit dieser für sie neuen emotionalen Konfrontation zu arrangieren.
 
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Boris fühlte sich elendig und angekotzt. Fast ein ganzes Jahr hatte er seine Rubel beiseite gelegt und für diesen Urlaub gespart. Thailand wurde als das Paradies für Junggesellen schlechthin angepriesen und die Preise für ein Ticket inklusive Unterkunft lagen in einem Bereich, den er sich so gerade leisten konnte. In seiner Heimat hatte er kaum eine Chance, ein geregeltes Leben, worunter er auch eine Familie mit einschloss, zu begründen. Sein größtes Problem war wohl seine Liebe zum Vodka und verhängnisvoll war zumeist, dass er ab einem bestimmten Abfüllgrad schnell aggressiv wurde. Die paar Freundinnen, die er hatte, verließen ihn genau aus diesen beiden Gründen recht schnell wieder. Und jetzt hatte er es geschafft und verlebte in dem vielgelobten Paradies seinen wohlverdienten Jahresurlaub. Anfangs hatte er dem Drang, Vodka zu trinken, nicht nachgegeben. In Ermangelung tragfähiger Englischkenntnisse fiel es ihm recht schwer, mit den Mädchen anzubandeln. Schnell aber stellte sich heraus, dass es eigentlich auch nicht nötig war. Die Mädchen waren wohl clever genug, ihre finanziellen Wünsche nonverbal zu kommunizieren und so hatte Boris seine ersten Erfahrungen bravourös absolviert. Es war dann nicht weiter verwunderlich, als er sich in seiner Hochlaune dazu entschloss, zur Feier seiner Erfolge mal ein Fläschchen seines geliebten Kartoffelschnapses zu leeren. Das hatte für ihn aber unerfreuliche Konsequenzen. An der Beach Road erlag er dem verführerischen Locken einer in seinen getrübten Augen unwiderstehlichen Schönheit. Auf dem Zimmer gab es dann das böse Erwachen als Boris zwischen den Beinen der Schönheit etwas fand, was ihm selbst schon von Geburt an dort zierte. In einem kaum unterdrückten Wutanfall untermalt von übelsten Geschimpfe in russischer Sprache beförderte er den Ladyboy unsanft zurück auf die Straße. Mit kaum unterdrückter Wut auf sich selbst und verletztem Selbstwertgefühl leerte er die Flasche Vodka, oder besser gesagt, das, was da noch drin war, in einem Zug. Er ließ sich auf sein Bett fallen und wenig später verhießen tiefe aber unruhige Atemzüge, dass er eingeschlafen war.

Als Boris spät am nächsten Nachmittag aufwachte, brummte ihm der Schädel. Missgelaunt lief er zum Kühlschrank. Aber anstatt des Wassers schnappte er sich die Reserveflasche Vodka, die er vorsichtshalber eingekauft hatte und nahm einen tiefen Schluck. Seine Philosophie war es, dass man einen Kater am besten mit dem bekämpft, was ihn verursacht hat. Es dauerte eine knappe Stunde und Boris fühlte sich mit seinem angetrunkenen Pegel im Normalzustand. Er gönnte sich ein notwendiges Maß an Körperhygiene und ging dann auf die Piste ohne nicht vorher noch einen kräftigen Schluck Vodka zu sich genommen zu haben. Er hatte Lust und wollte sich ein Mädchen suchen. Anstatt aber aus seinen Fehlern gelernt zu haben, schlug das Schicksal erbarmungslos zu. In seinem umnebelten Verstand nahm er die Unterschiede zwischen Lady und Ladyboy nicht mehr war, falls er da überhaupt zu in der Lage gewesen wäre. Die Ernüchterung folgte auf dem Fuß. Nur hatte der Ladyboy auf seinem Zimmer die Initiative ergriffen und war gerade dabei, Boris einen zu blasen, als dieser etwas Hartes an seinem Bein spürte. Für Boris war dies ein kleiner initialer Schock, der ihn für die Erkenntnis womit er es zu tun hatte, kurzfristig den durch seinen übermäßigen Alkoholkonsum vernebelten Schleier lüftete. In der Erkenntnis rastete Boris erneut aus und er war nicht zimperlich im Umgang mit dem Ladyboy, der durch diese plötzliche Attacke vollkommen überrascht wurde. Auch dieser Ladyboy wurde von Boris unsanft aus dem Zimmer entfernt.

Eigentlich war der Ladyboy davon ausgegangen, dass sein Kunde Bescheid wusste. Er war zutiefst gekränkt über dessen Vorgehensweise und hatte einen Gesichtsverlust erlitten. Das Gesicht von Boris jedenfalls hatte sich in seinem Verstand eingebrannt.

Für Boris war dies ein zweites schlimmes Erlebnis mit einem Ladyboy. Auch die Tatsache, dass der Ladyboy augenscheinlich nicht von einem hübschen Mädchen zu unterscheiden war, verdrängte das unangenehme Gefühl nicht, dass ein Mann seinen Schwanz geblasen hatte. Boris legte sich aufs Bett, der übermäßige Alkoholgenuss forderte seinen Tribut und Boris schlief ein.
 
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@Machete: Ne, das denke ich nicht. Ich glaube, ich habe doch einen guten Kreis stiller Mitleser. Die Hits sprechen da ja eine klare Sprache.

Oder anders gesagt: Was soll man denn großartig zu meiner Geschichte schreiben? Andrerseits bin ich ja gerade im Urlaub und schreibe eher sporadisch zum entspannen (wenn das Mädchen dann weg ist).
 
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Fast alle Mitglieder der koreanischen Reisegruppe hatten sich für die von ihrem Veranstalter angebotene Abenteuertour in Form einer Guided Tour entlang der berühmt-berüchtigten Walking Street in Pattaya entschieden. Nach einer grundsätzlichen Instruktion durch ihren Reiseleiter mit der Essenz, sie ja nicht von der Gruppe zu entfernen, bestiegen sie den vor ihrem Hotel in Bangkok wartenden, klimatisierten Reisebus, der sich kurz darauf in Bewegung setzte.

Martin erfüllte ein Verlangen. Das Ereignis am Morgen beschäftigte ihn nach wie vor. Irgendetwas in ihm sprach auf empfindliche Art und Weise an, sobald er sich das Gesicht des Zimmermädchens in Erinnerung rief. Er hatte zwar im Hotel nach ihr geschaut, sie aber nicht entdecken können.

Martin hatte in der 2nd Road in Höher der Pattaya Tai eine Ölmassage genossen. Zwar sprach er auf die sanften Berührungen seiner hübschen Masseuse an und bekam eine stattliche Erektion. Aber irgendwie konnte er sich innerlich nicht dazu überwinden. Sie Hand anlegen zu lassen um ihm das notwendige Maß an Entspannung zu gönnen. Sobald sein Verlangen in Richtung sexueller Erfüllung ging, tauchte das Bild des Zimmermädchens auf und blockte ihn regelrecht. Die Masseuse schien seine Ablehnung gelassen aufzunehmen und respektierte den Wunsch ihres Kunden. Martin wertschätzte es nach der Massage, indem er ihr einen Tip gab, der adäquat des Preises für die Ölmassage war.

Als Martin die Massage verließ, war es bereits dunkel und die Nacht wurde nunmehr von einem bunten und blinkenden Leuchten der überall gegenwärtigen Neonreklamen erhellt. Martin verspürte Hunger, hatte aber keine Lust, in ein Restaurant einzukehren. Er erinnerte sich an das Kiss, Food & Drink in Höhe der Mike Shopping Mall. Er hatte dort schon mehrfach eine Kleinigkeit gegessen. Es war zwar nicht das Non plus Ultra an offenen Restaurants, aber für den kleinen Hunger war es durchaus akzeptabel. Er ließ sich bei seinem Spaziergang Zeit und benötigte fast 15 Minuten für die kurze Strecke. Des Abends war das Restaurant immer gut besucht und er konnte sich glücklich schätzen, sofort einen Platz zu bekommen. Martin mochte diese Örtlichkeit, es machte ihm Spaß, die Passanten zu beobachten, teilweise Gestalten, die einem Kuriositätenkabinett entsprungen schiene, was die Art der Kleidung anging, die sie trugen oder manchmal auch nicht.

Martin hatte sich diesmal wieder für thailändisches Essen entschieden, Pad King Gai, Reis mit Ginger und Hähnchenfleisch, war zu seinem Lieblingsessen geworden. Zusammen mit einer Flasche Soda kostete das gerade mal 120 Baht. Er ließ sich Zeit mit dem essen und seinen Gedanken freien Lauf..

Benny hatte sich mit Aeow zu einem Schäferstündchen zurückgezogen. Chris hatte die Chance zur Zweisamkeit mit Som ebenfalls genutzt. Etwa 2 Stunden später saßen sie wieder beisammen.

„Benny, Hasso war ja heute wieder bei den Beiden im Knast. Ihm ist da wohl über die Zeit etwas aufgefallen. Mit Wilma scheint da doch eine erhebliche Veränderung vorgegangen zu sein. Bei Christel handelt es sich wohl nur noch um ein Häufchen Elend. Wilma hat sich definitiv aus ihrem Dunstkreis entfernt. Wie stehst du zu Wilma, mal objektiv betrachtet? Wie groß war der Schaden, den sie dir zugefügt hat?“

„Es hat mich knapp 25.000 Euro gekostet. Wilma war ja längst nicht so aggressiv und gierig wie Christel. Ich habe mittlerweile auch den Eindruck, dass Wilma in Christels Sog geraten ist und einfach mitgerissen wurde. Allerdings muss ich ihr ankreiden, dass sie niemals dagegen angegangen ist.“

„Nun, das scheint sich wohl aktuell recht heftig geändert zu haben. Wenn ich Hassos Anmerkungen folge, hat sich Wilma von Christel losgesagt. Würdest du ihr noch eine Chance geben?“

"Das kommt ganz darauf an, wie sich die momentane Situation, oder besser gesagt, die Einstellung der Beiden zeigen wird. Warten wir es mal ab.“

Der Kieselstein befand sich nach wie vor auf der Beach Road. Er hatte durch den starken Verkehr arg gelitten und seine Position unzählige Male verändert. Aktuell lag er etwa einen Meter vom Bordsteinrand zur Uferpromenade entfernt.
 
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Christel hatte fast den gesamten Tag geheult. Wilma hatte sich ihrer angenommen und ihr das Maß an Trost und Wärme gegeben, das sie in dieser Situation in der Lage war, zu geben. Christel war nur noch ein Schatten ihrer selbst und war im Moment in eine Lethargie verfallen, die sie ausdruckslos in eine für sie nicht abschätzbare Zukunft blicken ließ.

Der Bus mit der koreanischen Reisegruppe hatte seine Zeit gebraucht um über die Sukhumvit Road Bangkok zu verlassen. Der Abschnitt über den Bang Na – Trat Highway bis Chonburi wurde recht zugig absolviert. Aber dort war der Highway zu Ende und der Bus musste sich wieder in den normalen Verkehr einreihen und die durchschnittliche Geschwindigkeit sank erheblich.

Boris dreht sich unruhig auf seinem Bett von der einen auf die andere Seite. Er hatte einen mörderischen Durst und seine Kehle wirkte wie ausgedörrt. Er wälzte sich aus dem Bett und ging zum Kühlschrank. Er griff nach einer Flasche Mineralwasser, entfernte den Verschluss und leerte sie in einem Zug. Das kühle Nass belebte ihn ein wenig. Er zog sich aus und stellte sich unter die Dusche, verzichtete darauf, warm zu duschen und setzte sich dem kalten Wasser aus um seinen Körper zu beleben. Er hatte sich geschworen, heute keinen Alkohol zu trinken. Es würde ihm sichtlich schwerfallen und er war sich selbst nicht sicher, ob er seinen Schwur würde halten können.

Martin war sich nun überhaupt nicht mehr sicher, was er machen wollte. Die Massage war sehr anregend gewesen und er hatte das Bedürfnis nach Zweisamkeit, am liebsten natürlich mit dem Zimmermädchen. Aber das schien im Moment unauffindbar und somit unerreichbar. Er hatte sich entschlossen, sein Glück an der Beach Road zu versuchen. Dort hatte er des Öfteren schon einige hübsche Mädchen gesehen, wenngleich ihn bei der einen oder anderen oftmals das Gefühl beschlich, dass es sich dabei nicht um ein Mädchen handelte. Er hatte davon gehört und war entsprechend misstrauisch.

Der Bus mit der koreanischen Reisegruppe hatte mittlerweile die Sukhumvit Road verlassen. Der Fahrer hatte einen Fehler gemacht und war aus Versehen in die Pattaya Nuea anstatt der Pattaya Klang eingebogen. Bei sich dachte er, dass das ja gar nicht so verkehrt war. Mit Ausnahme am Dolphin-Kreisel war der Verkehr hier noch relativ entspannt und er würde entlang der Beach Road bis zur Pattaya Klang recht gut durchkommen.

Martin war mit einem Bahtbus bis zur Kreuzung Pattaya Tai/Pattaya/2nd Road gefahren und schlenderte das kurze Stück hinunter zur Beach Road und wechselte in Höhe der Soi 13/4 hinüber an die Uferpromenade.

Boris hatte seine Alkoholsucht nicht mehr unter Kontrolle. Er ist entgegen aller guten Vorsätze seiner Sucht erlegen und hatte schon wieder reichlich genossen. Was anderen schon gereicht hätte, sich unsicheren und torkelnden Schrittes durch die Gegend zu bewegen, bewirkte bei Boris gerade mal, dass das Zittern seiner Hände nachgelassen hatte, für ihn war es der Klapperschluck, der seine geschädigten Nerven beruhigte. Boris schlenderte ziellos die Beach Road entlang, wonach er suchte, war ihm gar nicht so klar. Aber mit jedem Ladyboy, den er zu Gesicht bekam, steigerte sich seine Wut um ein Quäntchen.

Der Reisebus hatte mittlerweile die Pattaya Klang passiert und die Verkehrsdichte hatte schlagartig zugenommen. Es ging im Moment nur noch im Schritttempo voran.
 
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Das hat lediglich den Hintergrund, deine geistige Flexibilität zu trainieren, mehrere Handlungsebenen zu erfassen. :ironie:

Es sind halt verschieden Szenarien, die annähernd gleichzeitig ablaufen und der Bezug sollte eigentlich klar sein, wenn ich von Boris schreibe, von Martin, etc., ist doch eigentlich recht einfach strukturiert.
 
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Ist ja schon gut, im nächsten Part kommt die Zusammenführung der Handlungsebenen.
 
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Martin ging langsam die Beach Road in Richtung Norden entlang. Er mochte es, die Passanten unterschiedlichster Couleur zu beobachten, wie sie versuchten, mit den Mädchen, die hier ihr Gewerbe betrieben, handelseinig zu werden. Martin überlegte sich kurz, es auch einmal zu versuchen. Er war sich allerdings zu unsicher, wusste nicht, ob es sich bei den Mädchen tatsächlich um Mädchen handelte. Vor ihm stand eine Dreiergruppe großgewachsener, schlanker Ladies. Allerdings fiel Martin hier die überzogene Art, sich weiblich zu bewegen extrem auf und er kam zu dem Schluss, dass es sich um Ladyboys handelte. Ein großgewachsener Mann näherte sich dieser Dreiergruppe. Einer der Ladyboys schien ihn wohl zu kennen, denn er trat einen Schritt vor und machte mit Hand, Mund und Zunge eindeutige Anspielungen. Martin war jetzt fast auf gleicher Höhe mit der Gruppe. Er bekam mit, wie der Mann förmlich auszurasten schien und mit einem mächtigen Hieb seiner rechten Faust den Ladyboy mit voller Wucht auf den Kiefer schlug. Martin ahnte das Geräusch eines brechenden Knochens, sah, wie der Ladyboy sofort zu Boden ging.

Zeitgleich hatte der Reisebus diese Stelle der Auseinandersetzung an der Beach Road erreicht. Der Fahrer musste wegen des Verkehrs stoppen. Der rechte Vorderreifen des Busses rollte auf den Stein. Das Gummi des Reifens wurde zusammengepresst, der Stein veränderte leicht seine Position, verlor die Bodenhaftung und mit einem Plopp übertrug sie die durch den zusammengepressten Gummi gespeicherte Energie auf den Stein, der in einer ballistischen Kurve in Richtung Uferpromenade davonflog.

Martin fühlte einen dumpfen, heftigen Schlag am Kopf über seinem Ohr, benommen sackte er in sich zusammen, schafft es gerade noch, seinen Fall mit den Armen abzufangen und verlor das Bewusstsein.

Boris hatte in einem lichten Moment erkannt, was er angerichtet hatte. Einem inneren Fluchtimpuls folgende machte er sich aus dem Staub ohne dass ihn jemand versuchte festzuhalten. Irgendjemand von den Schaulustigen hatte wohl die Polizei verständigt. Nur wenige Minuten später hielten zwei Polizisten auf einem Motorbike und sondierten die Lage. Auf dem Boden liegend sahen sie einen Farang, der offensichtlich bewusstlos war und einen ebenfalls bewusstlosen Ladyboy, dessen Kiefer reichlich lädiert war. Der Farang blutete lediglich etwas aus eine Platzwunde am Kopf. Die Situation ergab für die Beiden erst einmal keinen Sinn. Sie hatten eine Ambulanz bestellt, der Ladyboy würde erst einmal in das nächste Krankenhaus verfrachtet.

Martin kam nach ein paar Minuten wieder zu sich. Er hatte nicht realisiert, was geschehen war, spürte den Schmerz an seinem Kopf und tastete nach der Stelle, erschrak etwas, als er das halb angetrocknete Blut spülte. Erst jetzt nahm er die beiden Polizisten war. Er hatte zwar etwas von dem Streit mitbekommen, vermisste aber sowohl den Verursacher des Streites als auch den Ladyboy. Martin war immer noch benommen. Inzwischen war auch ein Streifenwagen der Polizei eingetroffen. Die beiden Polizisten schilderten ihrem Vorgesetzten, was sie vorgefunden haben. Der konnte sich allerdings auch erst einmal keinen Reim auf die Geschehnisse machen. Er ordnete an, den Farang erst einmal zu Polizeistation zu bringen, ihn dort zu verarzten und festzuhalten, bis der Ladyboy vernehmungsfähig war.

Martin war noch zu perplex, folgte den Anweisungen der Polizisten und war kurz darauf auf dem Weg zu Wache. Einer der Polizisten dort sprach ein ganz passables Englisch und man befragte ihn zu dem Vorfall. Martin sagte, was er gesehen hatte. Allerdings war er dann doch geschockt, als man ihm eröffnete, dass er diese Nacht hier bleiben müsse um seine Aussage morgen mit der des Ladyboy abzugleichen. Martin versuchte zu protestieren, aber man wies ihn darauf hin, dass es zwecklos sein würde. Martin wurde noch erkennungsdienstlich erfasst und anschließend führte man ich in den Zellentrakt und sperrte ihn in die Zelle neben Christel und Wilma.
 
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