KingPing
V.I.P
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Su wollte nicht als Angestellte auftreten. Das Mädchen hinter der Rezeption kannte sie nicht und sie würde, wie Su wusste, ihre Schicht um 8 Uhr beenden und so konnte sie unverfänglich ihre Frage nach Martin stellen. Sie hatte etwas Angst vor der Antwort. Wäre er auf dem Zimmer, müsste sie wohl oder übel nachfragen, ob er alleine wäre. Sie fürchtete sich vor dem schmerzhaften Stich in ihrer Seele, würde diese Frage mit einem Ja beantwortet. Inständigst hoffte sie allerdings auf ein Nein. Als sie die Rezeption erreichte, klopfte ihr Herz bis zum Hals. In einem solchen Zustand, einem Gemisch aus Angst und hoffnungsvoller Erwartungshaltung, hatte sie sich noch nie befunden. Allerdings war sie dann doch überrascht zu erfahren, dass Martin noch gar nicht zurückgekommen war. Schlagartig breitete sich Sorge in ihr aus. Sie wusste um einige Gefahren in Pattaya und hoffte inständigst, dass Martin nichts passiert war. Die erhoffte Gewissheit, dass er sich nicht mit einem anderen Mädchen vergnügte, war einem anderen Gefühl gewichen, das nicht minder unangenehm war: Sorge um einen Menschen, in den sie sich verliebt hatte. Und diese Sorge brannte in ihr.
Su hatte sich umgezogen und ihre Arbeit begonnen. Allerdings konnte sie sich nicht auf selbst die einfachsten Dinge, die es zu verrichten galt, konzentrieren. Gegen 10 Uhr beschloss Su, sich bei ihrer Vorgesetzten krank zu melden. Glücklicherweise hatte Su eine hervorragende Reputation, war bis jetzt nicht ein einziges Mal zu spät zur Arbeit gekommen, hatte ihre Arbeit stets zur Zufriedenheit ihre Chefin erledigt. Die hatte sie mehrfach auf ihre besondere Art auf die Probe gestellt. Ab und an prüfte sie ihre Mitarbeiter auf deren Ehrlichkeit, ließ hier und da mal 100 Baht liegen und wartete darauf, ob diese 100 Baht den Weg zu ihr zurückfanden oder, wie es leider häufiger vorkam, in den Taschen des Reinigungspersonal verblieb. Das war dann meisten deren letzter Arbeitstag. Nicht so bei Su, sie übergab jedes Mal das Geld ihrer Vorgesetzten. So bereitete es dieser kein Kopfzerbrechen, Su mal einen Tag freizugeben. Das Hotel war eher dünn belegt und soviel Arbeit stand demnach nicht an.
Su wusste nicht so recht, was sie jetzt tun sollte. Sie war zurück in ihrer Wohnung und lief dort herum wie ein gereizter Tiger. Im Internet suchte sie nach der Nummer der Polizei in Pattaya und rief dort an. Sie fragte den Diensthabenden ob es in dieser Nacht einen Vorfall mit einem Farang aus Deutschland gegeben habe. Sie gab dem Polizisten eine kurze Beschreibung von Martin, rechnete zwar nicht mit einem Ergebnis, aber ihr erschien es als die Möglichkeit mit der höchsten Wahrscheinlichkeit, Informationen zu bekommen. Umso mehr war sie überrascht, als der Polizist ihr sagte, dass in der Nacht ein Farang eingesessen hätte und dieser eine leichte Kopfverletzung habe. Er sei gerade in das Pattaya Memorial Hospital gebracht worden.
Martin wachte irgendwann am Morgen auf. Wilma hatte ihre Position nicht verändert und lehnte sich nach wie vor so gut es ging an ihn an. Behutsam löste er sich von ihr. Martin hatte jegliches Zeitgefühl verloren und versuchte abzuschätzen, wie spät es wohl sei. Doch kurz nachdem er seine Morgentoilette verrichtet hatte, kam ein Polizist in Begleitung eines anderen Wärters als der vom Vorabend zu seiner Zelle. Der Polizist sprach ein leidliches Englisch.
"Good morning! You and me go hospital now!"
Der Wärter schloss die Tür auf und bedeutet Martin, seine Hände vorzustrecken. Martin kam der Aufforderung nach und nahm verwundert ur Kenntnis, dass ihm Handschellen angelegt wurden. Der Polizist lächelte ihm allerdings freundlich zu und erklärte ihm in gebrochenem Englisch, dass dies Vorschrift sei.
Bevor Martin die Zelle verließ, warf er noch einen Blick zu Wilma, aber die schlief nach wie vor. Der Polizist führte ihn durch die Wache und nach einem Blick auf die Wanduhr sah Martin, dass es schon auf 11 Uhr zuging. Er wurde zu einem Pickup gebracht und musste sich nach hinten setzen, flankiert von einem weiteren Beamten.
Von der Polizeistation in der Soi 9 war es nicht weit bis zum Pattaya Memorial Hospital und nach etwa 10 Minuten Fahrt hatten sie das Krankenhaus erreicht. Der Polizist wusste wohl, wo der Ladyboy untergebracht war. Gefolgt von neugierigen Blicken der Besucher des Krankenhauses fuhren direkt mit dem Aufzug in eines der oberen Stockwerke. Als Martin mit den Polizisten das Krankenzimmer des Ladyboys betrat erschrak Martin. Der Ladyboy lag mit bandagiertem Kopf in seinem Bett, rechts neben ihm gab es einen Ständer an dem eine Infusion hing. Der Ladyboy war wach, schien aber noch etwas benommen und sah Martin neugierig an. Martin hoffte nur, dass er klar genug und gewillt war, den Verlauf der Ereignisse zu schildern und ihn zu entlasten. Sprechen würde er wohl nicht können, da sein Kiefer fixiert war.
Der Polizist stellte ihm ein paar Fragen und Martin sah nur, dass der Ladyboy zaghaft nickte und ebenso den Kopf leicht schüttelte. Er schien Schmerzen dabei zu haben. Der Polizist stellte eine weitere Frage, zeigte dabei auf Martin. Martin wusste, dass diese Frage und die Antwort jetzt darüber entscheiden würde, wie seine nächsten Minuten ablaufen würden. Es war durchaus möglich, dass der Ladyboy log, vielleicht aus dem Grund, dass er befürchtete, für die Krankenhausrechnung selbst aufkommen zu müssen und es für ihn besser wäre, einen Unschuldigen zu beschuldigen, damit die Kosten an dem hängen blieben. Martin hatte keine Ahnung von dem Krankensystem in Thailand, ob es da eine Versicherung gab, die solche Kosten übernahm oder nicht.
Martin war erleichtert, als er sah, dass der Ladyboy nach kurzem Zögern den Kopf schüttelte. Die nächste Aktion des Polizisten war, dass er sich zu Martin umdrehte, sich entschuldigte und ihn umgehend von den Handschellen befreite.
Martin war erleichtert, zuckte aber kurz zusammen, als der Ladyboy kurz aufstöhnte. Der Polizist drehte sich um und Martin sah, wie der Ladyboy dem Polizisten bedeutete, ihm etwas zu schreiben zu geben. Der reichte ihm einen Notizblock und einen Kugelschreiber. Der Ladyboy schrieb etwas auf und gab Block und Kuli dem Polizisten zurück.
"Okay, sorry, you can go now. You free!"
Martin lächelte befreit auf, wünschte dem Ladyboy gute Besserung und ging zur Tür.
Su hatte sich umgezogen und ihre Arbeit begonnen. Allerdings konnte sie sich nicht auf selbst die einfachsten Dinge, die es zu verrichten galt, konzentrieren. Gegen 10 Uhr beschloss Su, sich bei ihrer Vorgesetzten krank zu melden. Glücklicherweise hatte Su eine hervorragende Reputation, war bis jetzt nicht ein einziges Mal zu spät zur Arbeit gekommen, hatte ihre Arbeit stets zur Zufriedenheit ihre Chefin erledigt. Die hatte sie mehrfach auf ihre besondere Art auf die Probe gestellt. Ab und an prüfte sie ihre Mitarbeiter auf deren Ehrlichkeit, ließ hier und da mal 100 Baht liegen und wartete darauf, ob diese 100 Baht den Weg zu ihr zurückfanden oder, wie es leider häufiger vorkam, in den Taschen des Reinigungspersonal verblieb. Das war dann meisten deren letzter Arbeitstag. Nicht so bei Su, sie übergab jedes Mal das Geld ihrer Vorgesetzten. So bereitete es dieser kein Kopfzerbrechen, Su mal einen Tag freizugeben. Das Hotel war eher dünn belegt und soviel Arbeit stand demnach nicht an.
Su wusste nicht so recht, was sie jetzt tun sollte. Sie war zurück in ihrer Wohnung und lief dort herum wie ein gereizter Tiger. Im Internet suchte sie nach der Nummer der Polizei in Pattaya und rief dort an. Sie fragte den Diensthabenden ob es in dieser Nacht einen Vorfall mit einem Farang aus Deutschland gegeben habe. Sie gab dem Polizisten eine kurze Beschreibung von Martin, rechnete zwar nicht mit einem Ergebnis, aber ihr erschien es als die Möglichkeit mit der höchsten Wahrscheinlichkeit, Informationen zu bekommen. Umso mehr war sie überrascht, als der Polizist ihr sagte, dass in der Nacht ein Farang eingesessen hätte und dieser eine leichte Kopfverletzung habe. Er sei gerade in das Pattaya Memorial Hospital gebracht worden.
Martin wachte irgendwann am Morgen auf. Wilma hatte ihre Position nicht verändert und lehnte sich nach wie vor so gut es ging an ihn an. Behutsam löste er sich von ihr. Martin hatte jegliches Zeitgefühl verloren und versuchte abzuschätzen, wie spät es wohl sei. Doch kurz nachdem er seine Morgentoilette verrichtet hatte, kam ein Polizist in Begleitung eines anderen Wärters als der vom Vorabend zu seiner Zelle. Der Polizist sprach ein leidliches Englisch.
"Good morning! You and me go hospital now!"
Der Wärter schloss die Tür auf und bedeutet Martin, seine Hände vorzustrecken. Martin kam der Aufforderung nach und nahm verwundert ur Kenntnis, dass ihm Handschellen angelegt wurden. Der Polizist lächelte ihm allerdings freundlich zu und erklärte ihm in gebrochenem Englisch, dass dies Vorschrift sei.
Bevor Martin die Zelle verließ, warf er noch einen Blick zu Wilma, aber die schlief nach wie vor. Der Polizist führte ihn durch die Wache und nach einem Blick auf die Wanduhr sah Martin, dass es schon auf 11 Uhr zuging. Er wurde zu einem Pickup gebracht und musste sich nach hinten setzen, flankiert von einem weiteren Beamten.
Von der Polizeistation in der Soi 9 war es nicht weit bis zum Pattaya Memorial Hospital und nach etwa 10 Minuten Fahrt hatten sie das Krankenhaus erreicht. Der Polizist wusste wohl, wo der Ladyboy untergebracht war. Gefolgt von neugierigen Blicken der Besucher des Krankenhauses fuhren direkt mit dem Aufzug in eines der oberen Stockwerke. Als Martin mit den Polizisten das Krankenzimmer des Ladyboys betrat erschrak Martin. Der Ladyboy lag mit bandagiertem Kopf in seinem Bett, rechts neben ihm gab es einen Ständer an dem eine Infusion hing. Der Ladyboy war wach, schien aber noch etwas benommen und sah Martin neugierig an. Martin hoffte nur, dass er klar genug und gewillt war, den Verlauf der Ereignisse zu schildern und ihn zu entlasten. Sprechen würde er wohl nicht können, da sein Kiefer fixiert war.
Der Polizist stellte ihm ein paar Fragen und Martin sah nur, dass der Ladyboy zaghaft nickte und ebenso den Kopf leicht schüttelte. Er schien Schmerzen dabei zu haben. Der Polizist stellte eine weitere Frage, zeigte dabei auf Martin. Martin wusste, dass diese Frage und die Antwort jetzt darüber entscheiden würde, wie seine nächsten Minuten ablaufen würden. Es war durchaus möglich, dass der Ladyboy log, vielleicht aus dem Grund, dass er befürchtete, für die Krankenhausrechnung selbst aufkommen zu müssen und es für ihn besser wäre, einen Unschuldigen zu beschuldigen, damit die Kosten an dem hängen blieben. Martin hatte keine Ahnung von dem Krankensystem in Thailand, ob es da eine Versicherung gab, die solche Kosten übernahm oder nicht.
Martin war erleichtert, als er sah, dass der Ladyboy nach kurzem Zögern den Kopf schüttelte. Die nächste Aktion des Polizisten war, dass er sich zu Martin umdrehte, sich entschuldigte und ihn umgehend von den Handschellen befreite.
Martin war erleichtert, zuckte aber kurz zusammen, als der Ladyboy kurz aufstöhnte. Der Polizist drehte sich um und Martin sah, wie der Ladyboy dem Polizisten bedeutete, ihm etwas zu schreiben zu geben. Der reichte ihm einen Notizblock und einen Kugelschreiber. Der Ladyboy schrieb etwas auf und gab Block und Kuli dem Polizisten zurück.
"Okay, sorry, you can go now. You free!"
Martin lächelte befreit auf, wünschte dem Ladyboy gute Besserung und ging zur Tür.