Kenia Februar 2023 ... ein paar Ergänzungen zu: "August 2022 - Mtwapa, Bamburi, Diani, Ukunda ... ein paar aktuelle Infos"

ID-Card zeigen lassen ist ein Muss. Es sind viele sehr junge Mädchen unterwegs, die sich auch mal ne ID-Card der "Freundin" borgen. Deshalb an der Rezeption vorlegen. Die dort Diensthabenden schauen auch, ob das zusammenpasst mit der vorgelegten Card.

Wie überall: Finger weg von unter 18jährigen!
 
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War im Juli wieder paar Tage in Kenia.
Auf dem Flughafen Mombasa ist mir bei der Einreise Folgendes passiert:

Mein Freund Micha (https://thailand-asienforum.com/thr...nen-in-ukunda-bzw-diani-beach-lebenden.28406/) bat mich, ihm für seine beiden Kinder 2 Wasserspritzpistolen (die gabs bei ALDI in der Werbung) mitzubringen. Diesen Wunsch wollte ich ihm gern erfüllen, profitiere ich doch schließlich auch von ihm, wenn ich vor Ort bin.

Außerdem habe ich mir noch paar Handschellen eingepackt, für entsprechende Fotos und diverse Spiele eignen die sich sehr gut.
Ganz offensichtlich war, dass es sich um Kinderspielzeug handelt (auch, wenn sie aus Metall waren). Dennoch wusste ich, dass besagte Handschellen bei der Einreise Probleme bereiten können. Also habe ich sie auf eine Tafel Schokolade geklebt, in Geschenkpapier eingewickelt und einen handschriftlichen Text dazu geschrieben: "For Joshua, the best future cop in all of Diani"
Der Sohn einer guten Freundin heißt tatsächlich so.

Es kam wie es kommen musste: Mein Koffer erhielt wieder von den Kontrolleuren das Kreidekreuz und ich musste alles öffnen. Diesmal war nicht Big Mammmma mein Gegenüber sondern ein Mann.
Ob ich Handschellen im Koffer hätte?
Ja, hab ich. Spielzeug.
Während des Suchens wühlte er in meinem Koffer und fand die beiden Wasserspritzpistolen.
Dies sei nicht gestattet.
Wie bitte????? Die gibts doch hier auch. Das Angebot in Deutschland war lediglich günstiger als hier in Kenia, deshalb bringe ich sie mit.
Nein, das ist Kriegsspielzeug.
Er fragte mich, ob ich es gut finden würde, wenn andere Kinder auf meine Kinder zielen und mit einer Pistole abdrücken würden.

Zugegebenermaßen wusste ich nicht, was hier gerade geschah. Ob es "Versteckte Kamera" auch in Kenia gab? Aber irgendwie war mir nicht wie Lachen zumute, zumal ich ihm nun noch die mit Schokolade und in Geschenkpapier eingewickelten Handschellen gab. Auch das wäre verboten, es ist Sexspielzeug, meinte er, nachdem er das nicht für ihn vorgesehene Geschenk einfach aufgerissen hatte.

Meine Beteuerungsversuche, dass das ja alles Spielzeug sei, ließ er nicht gelten. Er wollte es konfiszieren. Seine Mimik verfinsterte sich und ließ nichts Gutes erahnen
Ich sollte in sein Büro mitkommen ...

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Eine Waffe ist kein Spielzeug.

Vielen Dank für deinen gehaltvollen Beitrag! Damit bringst du das Forum voran!





Ich folgte dem grimmig daher schauenden Officer also in sein Büro. Ich solle mein Gepäck abstellen und ihm folgen.
Er führte mich in die Asservatenkammer des Zolls. Tatsächlich lagen dort nicht wenige konfiszierte Wasserspritzpistolen und diverse andere Artikel, bei denen man nicht zwingend vermutet hätte, dass sie (angeblich) nicht eingeführt werden dürfen.

Ich wollte die Situation nicht eskalieren lassen und wartete, was er mir anzubieten hatte. Das war nicht viel. 5000 KES und ich müsse alles bei ihm abgeben. Nun wusste ich aber, dass er damit selbst ne Menge Arbeit hätte (Protokoll u.a.m.) und in Afrika gibt es eigentlich immer die Möglichkeit des Feilschens.
Ich erklärte ihm also, dass ich das mit den Wasserspritzpistolen nicht wissen konnte und verwies noch einmal auf den Umstand, dass man das auch hier in Kenia kaufen kann, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Auch auf die Handschellen ging ich nochmals ein, die inzwischen nebst der Schokolade auf seinem Schreibtisch lagen.
Dabei blieb ich immer freundlich und lächelte. Nach wenigen Minuten hatte ich das Gefühl, dass wir miteinander reden können und beide am Ende erhobenen Hauptes rausgehen können.
Allerdings erwies sich meine Vermutung nur als bedingt richtig. Er war ein ziemlich harter Brocken.

Ich will es abkürzen: Am Ende hat es mich 1000 KES gekostet und ich durfte alles behalten.
Interessant übrigens, dass er noch am ehesten Verständnis für die Handschellen hatte und mir diese als erstes wieder gab.
Mit den beiden Wasserspritzpistolen hatte er noch gepokert aber aufgrund meiner häufigen Flohmarktgänge und einiger Afrikabesuche bin auch ich nicht gänzlich unbeleckt, was das Feilschen angeht.
 
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Ich wollte noch was zu zwei Clubs in Mtwapa schreiben, die bislang eher Wenigen bekannt sein dürften. Beide liegen sehr zentral und sind quasi von allen gängigen Unterkünften ggf. sogar fußläufig erreichbar.

Beide Clubs wurden mir von meiner sehr hübschen (leider lesbischen) Freundin Susan empfohlen.
Ich beginne mit The Screenshot Longe. Liegt direkt gegenüber vom Prime Comfort Hotel (andere "Straßen"seite - 3 Meter Entfernung). Bislang noch nicht ausgeschildert und wenn das große grüne Tor verschlossen ist, vermutet man dahinter tatsächlich nichts. Innen sehr geräumig und genügend Parkplätze für Autos und Zweiräder und ein einladendes Logo über der großen (vermutlich neu gebauten) Halle.

Die Screenshot Longe hat Niveau und ist wohl am ehesten mit dem Yachtclub in Mtwapa oder dem Fullmoon Club in Diani vergleichbar.

Zum Zeitpunkt meines Besuches war es erst seit weniger als einer Woche offen, ich gehörte wohl mit zu den ersten Besuchern und war bzw. bin begeistert. Ganz und gar nicht mit dem versifften Casaurina vergleichbar. Das Publikum ist anders, hier trifft sich wohl eher die Mittelschicht. Es waren noch nicht so viele Gäste da, aber ich bin sicher, es wird angenommen. Die Bedienung ist sehr freundlich, aufmerksam und sehr schnell. So schnell, dass ich während des Geld zählens, um die Rechnung zu begleichen, gar nicht gemerkt hatte, dass mir die hübsche Bedienung das noch zu 1/3 volle Cocktailglas weggenommen hatte ...
Die Preise sind ähnlich wie in den anderen Clubs, der Wohlfühlfaktor (Sitzgelegenheiten, Bar-Ambiente, Beleuchtung, Abstände der Sitzgelegenheiten und Tische, Tanzfläche) deutlich höher. Speisekarte gibts auch, allerdings habe ich dort (noch) nicht gegessen. Lärmpegel gefühlsmäßig erträglicher als im Casaurina.

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Der zweite Club, bei dem ich denke, dass es sich lohnt, ihn mal bisschen ins Licht zu rücken, ist der Vidzo-Club im gleichnamigen Hotel Vidzo Royal Inn. (übrigens nur ca. 50 Meter Luftlinie von der Screenshot Longe entfernt).
Ziemlich neues Hotel (ich meine, es ist jetzt ca. 1 Jahr alt) und besagter Club befindet sich auf der Dachterrasse. Das hat schon mal den Vorteil, dass da immer ein laues Lüftchen weht.

Größenmäßig deutlich kleiner als The Screenshot Longe. Bezüglich des Services muss ich hier allerdings Kritik äußern. Man köderte mich, als ich nach Fassbier fragte, mit einem deutlichen "Yes, we have.". Als ich dann saß und selbiges bestellen wollte, erntete ich ungläubige Blicke von der Bedienung.
Fand ich weniger gut, aber deren "Rechnung" ging auf. Der einzige Mzungu im Club saß erstmal und er bestellte dann sozusagen aus der Not heraus sein Balozi mit Glas und Eiswürfeln.
Bedienung sehr freundlich (wie eigentlich überall in Kenia), allerdings nicht mit dem Sprintpreis für schnelle Kellnerinnen geehrt.

Die Besucher waren sonst alles Afrikaner bzw- -innen und sahen nicht zwingend so aus, dass sie auf Sponsoren des Abends warteten. Am Nebentisch saßen 6 junge Frauen, alle hübsch anzusehen, allerdings nicht nach Mzungus lechzend. Sie wirkten sehr selbstbewusst, trinkfest waren sie auch. Auf ihrem Tisch standen 2 große Pullen Schnaps und auch sonst war die Bedienung auffällig häufig an diesem Tisch.

Ich war an einem Donnerstag dort, der allerdings Feiertag war, sodass er wie Sonntag zu rechnen ist. Live-Musik vom Feinsten. Eine 8-köpfige Band (mit 2 Saxophonen - wo gibts sowas sonst noch?) spielte ohne Unterbrechung richtig schöne afrikanische Musik, der ich stundenlang lauschen könnte.
Später setzte sich dann noch ein hübsches Mädchen (24) zu mir an den Tisch (ich hatte tatsächlich keine Ambitionen, dort mädchenmäßig aktiv zu werden) und wir hatten einen schönen Abend.
Kurz vor Ende aß meine abendliche Bekanntschaft noch und so konnte ich einen Blick in die Speisekarte werfen. Auswahl und Preise völlig im Rahmen und mit der Qualität des Bestellten war sie zufrieden.

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Die Fotos sind nicht so ganz gelungen, das hat damit zu tun, dass es Screenshots zweier Videos sind.
 
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Interessant war auch folgendes Erlebnis: Ich bot meiner Club-Bekanntschaft an, des Nachts bei mir zu schlafen und nannte ihr dafür eine Summe X.
Sie war völlig irritiert und lehnte ab. Allerdings nicht die Höhe der Summe oder das Bei-Mir-Schlafen, sondern dass ich ihr dafür Geld geben wollte. Auch das gibts ... mitten in Mtwapa! Sie meinte, dass sie ihr eigenes Geld hat (wir unterhielten uns vorher auch über alles Mögliche und sie erzählte dass sie einen eigenen Second-Hand-Shop und monatlich ca. 24k KES hat).
Sie hat 2 kleine Kinder, mit denen sie allein lebt, und kommt damit gut durch den Monat. Ein eigenes kleines Auto hat sie auch. Respekt!

Dass sie dann am Ende dennoch nicht bei mir übernachtete, hat jedoch andere Gründe, die mit dem Eben Geschriebenen gar nichts zu tun haben.

Auch interessant, dass sie, die muslimischen Glaubens ist, es als Kind so erlebt hat, dass ihr Vater mit 2 Frauen verheiratet ist. Sie ist die Tochter seiner Zweitfrau und fand diese Konstellation als sehr angenehm. In des Vaters Erstfrau sah sie ihre zweite Mutter (umgekehrt hat es die Erstfrau wohl auch ähnlich gesehen).
Auch sie wünscht sich das später mal ähnlich und meinte, dass keine Frau dem Mann alles geben könne und es völlig normal für sie sei, dass ein Mann eben mehrere Frauen haben soll, solange er sie ordentlich behandelt und es allen gut geht.

Manchmal überlege ich, vielleicht doch Moslem zu werden ...
Wir stehen in regem Kontakt und beim nächsten Mal treffen wir uns. Dreier wwm ist bereits ausgemacht und völlig in Ordnung für sie. Ich bin zugegebenermaßen schon etwas hibbelig.

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@seelaender ... vielleicht findest du in diesem (meinem 2. Bericht über Kenia) noch die eine oder andere nützliche Info zu deiner bevorstehenden Kenia-Reise.

Außer den Preisen für BOLT und UBER und geringfügig auch für körpernahe Dienstleistungen (die jedoch eher dem Wechselkurs geschuldet sind) und Essen und Trinken in Restaurants hat sich kaum was in Kenia geändert.

Und da es deine 1. Reise ist, solltest du dich treiben lassen und nicht so viel organisieren und planen. Kommt letztlich ohnehin alles anders.
Und ich schriebs woanders auch schon mehrfach: Lass das mit dem Online-Quatsch! Mach die Augen auf und laufe freundlich grüßend durch die Straßen. Dann wirst du finden und wirst auch gefunden.
 
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