Das scheint den Geschenkeonkeln zu fehlen. Oder eine Familie die sie beschenken können. Vielleicht wollen sie nur jemand der sich bedankt?
"Kulturhistorisch liegt der Ursprung des Schenkens im Opfer. Menschen versuchten, die Götter günstig zu stimmen, damit sie ihnen gewogen seien. Grundsätzlich ist das Beschenken von jemandem eine Geste, mit der man eine vertrauensbildende Maßnahme setzt.
Geschenke dienten aber auch dazu, die soziale Stellung in der Hierarchie zu veranschaulichen. Wer besonders aufwendig zu schenken vermochte, war höherstehend als der, der das nicht konnte. Das ist auch heute noch so, dass man sich in eine subalterne Position begibt, wenn man beschenkt wird und nicht adäquat erwidern kann. Mit dem Schenken wird somit ein Machtverhältnis etabliert und gefestigt."
Eigentlich soll ein Geschenk eine uneigennützige Geste sein, mit dem man es eben nicht darauf anlegt, dafür etwas zurückzubekommen. In Wirklichkeit geht es aber genau darum. Wenn man jemandem etwas schenkt, dann erwartet man implizit, dass das in irgendeiner Weise beantwortet wird. Und sei es nur mit einem "Danke".
"Viele Geschenke sind an unserer Wunschvorstellung vom anderen orientiert. Das ist eine selbstbezogene Art des Schenkens. "
Aus psychologischer Sicht müssen die Geschenkeonkel jetzt ganz stark sein: Sie beten mit ihren Geschenken Nutten an, um ihnen gegenüber ein Machtverhältnis zu etablieren, weil sie selbst unsicher und labil sind, und hoffen, dass die Nutten wegen des Geschenks ihnen gewogen sind und die perversen Spiele mitspielen.
In Wirklichkeit beschenken die Schenker sich also selbst. Also typisches SM Sub-Verhalten.
Wäre es anders könntet ihr ja euer komplettes Geld mir schenken. Ich bin euch nicht gewogen und werde euch auch keine Wünsche erfüllen.
