KingPing
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Chris war zusammen mit Benny und den Mädchen nach unten an den Pool gegangen. Er griff nach seinem Mobile als es den Eingang einer SMS vermeldete. Benny schaute neugierig zu Chris.
"Okay Benny, es hat geklappt, wir sind soeben um knapp 2.2 Millionen Baht reicher geworden. Das Geld war heute verfügbar und Hasso hat es wie vereinbart auf das Konto von Som überwiesen. Ich schlage vor, dass wir gleich zur Bank gehen und das Geld etwas umverteilen."
Chris informierte Som und Aeow, die ihr Konto für diese Transaktion zur Verfügung gestellt hatte. Chris vertraute Som einfach, deshalb hatte er sich in Abstimmung mit Benny für diesen Weg entschieden. Es war äußerst unwahrscheinlich, dass Som in Anbetracht dieser Summe auf ihrem Konto zu einer Kurzschlusshandlung neigen würde. Dafür war ihre Bindung mittlerweile einfach zu gefestigt. Von der Zeit würde es auch gut passen. Hasso war mit Wilma auf dem Weg zum Gericht. Christel würde gegen 14 Uhr ihre Verhandlung haben und nach Zahlung eines geringfügigen Betrages, zumindest aus Sicht eines Farang, würde sie das Gericht als freie Frau verlassen können. Vor 15 Uhr würden die Beiden nicht im Hotel aufschlagen. Und in einer Stunde hätten sie soweit auch alles abgewickelt. Chris und Benny würden sich das Geld untereinander aufteilen und den Mädchen jeweils 50.000 Baht als Anerkennung für ihre Hilfe überlassen. Das sollte allerdings für die Mädchen eine Überraschung werden. Sie hatten bis jetzt eigentlich nur aus drei Gründen mitgemacht, Sanuk, Sanuk, Sanuk, ganz einfach, weil sie Spaß daran hatten und es ihnen etwas mehr Abwechslung in den Alltag brachte.
Hasso erreichte mit Wilma kurz vor 14 Uhr das Gericht. Hasso erkundigte sich, wo die Verhandlungen stattfinden würden und bekam einen Raum genannt. Er sah kurz in den Raum, konnte aber Christel noch nicht entdecken. Sie würde aber jeden Moment eintreffen. Er informierte Wilma kurz und in diesem Moment fuhr ein vergitterter Polizeiwagen vor, der voll mit Thais war. Die Tür wurde geöffnet und Wilma entdeckte Christel unter den Thais, die von einigen Beamten unverzüglich in den Gerichtssaal geführt wurden.
Christel sah Wilma und sie wirkte etwas erleichtert ob deren Anwesenheit. Wilma wollte auf Christel zugehen, aber Hasso hielt sie zurück.
"Das wäre keine gute Idee. Warte, bald kannst du sie wieder in die Arme nehmen."
Zusammen folgten Sie der Gruppe in den Gerichtssaal. Diese Verhandlungen waren öffentlich und in der Regel handelte es sich um minderschwere Delikte, die eigentlich kaum der Rede wert waren. Die Aburteilung fand ohne große Anhörung statt, es gab keine Verteidiger, die sich die wenigsten hier auch wohl leisten konnten und auch einen Staatsanwalt suchte Hasso vergeblich. Der vorsitzende Richter betrat den Saal und die Verhandlungen begannen unverzüglich, wobei man eigentlich nicht von Verhandlungen sprechen konnte. Soweit Hasso mitbekam, was der Richter sagte, verlas er nur die dem Angeklagten zur Last gelegte Straftat. Der jeweils Angeklagte musste während dieser Verlesung aufstehen. Nach der Verlesung wurde das Urteil in Anlehnung an das thailändische Strafgesetz gesprochen. In Anbetracht der teilweise übervollen Gefängnisse wurden für solche Bagatellfälle lediglich Geldstrafen ausgesprochen. Nur wenn der Angeklagte nicht bereit oder nicht in der Lage war, die geforderte Summe zu zahlen, musste er die Strafe auf Dauer der zugrunde gelegten Tagessätze absitzen. Meist aber, sowie auch heute, wurden die Summen von Angehörigen direkt bezahlt und damit bekam der Angeklagte unmittelbar seine Freiheit wieder. Die Hausnummer für die Tagessätze lag je nach Art des Vergehens zwischen 50 und 200 Baht und die Urteile lagen bis jetzt alle so zwischen 7 und 21 Tagessätzen. Für Thais recht viel Geld, aber besser einmal einige hundert Baht Verlust als 2 oder 3 Wochen im Gefängnis zu sitzen.
Christel gehörte mit zum letzten Drittel der Verbliebenen als ihr Name aufgerufen wurde. Der Richter verlas kurz die Anklagepunkte, aber Christel verstand kein Wort, weil der Richter es nicht für notwendig befunden hatte, Englisch oder gar Deutsch zu sprechen. Wozu sollte er sich wegen einer Kleinkriminellen eine derartige Mühe machen.
Hasso hatte sich etwas weiter nach vorne in den Saal begeben um den Blickkontakt zu Christel herzustellen. Die blickte immer wieder verunsichert zu ihm rüber. Aber Hasso nickte nur beruhigend. Der Richter hatte seine Anklagepunkte verlesen und schaute Christel fragend an. Die schaute wieder verunsichert zu Hasso herüber, der ihr mit seinem Kopf andeutete, zu nicken. Der Richter hatte sie gefragt, ob sie sein Urteil, 15 Tagessätze zu 200 Baht annehmen würde und ob sie die Summe von 3.000 Baht bezahlen könne. Christel folgte Hassos Aufforderung und nickte. Für den Richter war der Fall abgeschlossen und er bedeutete Christel zu gehen um den Betrag zu bezahlen.
Wieder schaute Christel verunsichert zu Hasso rüber.
"Kommen Sie Christel, wir gehen ihre Strafe bezahlen. Danach sind sie wieder frei, sie haben es geschafft!"
Christel fühlte sich, als wäre ihr ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Sie hatte es immer noch nicht ganz realisiert, was der Botschafter ihr gesagt hatte. Langsam ging sie zu ihm und Wilma rüber. In diesem Moment brachen alle Dämme in ihr. Sie begann hemmungslos zu weinen und lehnte ihren Kopf an Wilmas Schulter an.
"Ist schon okay, Christel, du hast es überstanden. Lass uns jetzt erst mal ins Hotel. Dir zu sagen, dass du schlecht riechst, wäre maßlose Untertreibung."
Hasso hatte die 3000 Baht von Wilma entgegengenommen und die Strafe bezahlt. Damit sah er seine Aufgabe als erfüllt an. Auch wenn Wilmas Art recht angenehm und sie ihm mittlerweile sogar sympathisch war, verspürte er keinerlei Lust auf die Gesellschaft von Christel.
"Wilma, Christel, wie ich Ihnen versprochen hatte, sind sie noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Ich habe meinen Teil dazu beigetragen. Ich muss mich jetzt dringend um andere Sachen kümmern. Ich denke, sie kommen ab jetzt wieder ganz gut alleine zurecht."
Wilma hatte mittlerweile auch gewisse Sympathien für ihn entdeckt und bedauerte es ein wenig, dass sich ihre Wege jetzt trennen würden. Aber in erster Linie würde sie sich jetzt erst einmal um Christel kümmern müssen. Christel sah einfach nur furchtbar aus.
Spontan machte sie einen Schritt auf Hasse zu und ehe dieser sich versah, umarmte ihn Wilma und drückte ihm einen dicken Kuss auf die Wange.
"Danke vielmals, danke!"
Hasso war durch diesen plötzlichen Gefühlsausbruch von Wilma etwas überrascht, ließ sich aber nichts anmerken.
"Kein Problem, machen Sie sich bis zu ihrem Abflug noch ein paar schöne Tage und passen Sie auf, dass Sie nicht wieder in ein Fettnäpfchen treten."
Mit diesen Worten wandte er sich von den Beiden ab und verließ das Gerichtsgebäude.
Wilma reichte Christel ein Taschentuch, damit sie sich ihre Tränen trocknen konnte. Zusammen verließen sie kurz nach Hasso das Gebäude. Wilma stoppte einen leeren Bahtbus und wenig später waren sie auf dem Weg zum Hotel.
"Okay Benny, es hat geklappt, wir sind soeben um knapp 2.2 Millionen Baht reicher geworden. Das Geld war heute verfügbar und Hasso hat es wie vereinbart auf das Konto von Som überwiesen. Ich schlage vor, dass wir gleich zur Bank gehen und das Geld etwas umverteilen."
Chris informierte Som und Aeow, die ihr Konto für diese Transaktion zur Verfügung gestellt hatte. Chris vertraute Som einfach, deshalb hatte er sich in Abstimmung mit Benny für diesen Weg entschieden. Es war äußerst unwahrscheinlich, dass Som in Anbetracht dieser Summe auf ihrem Konto zu einer Kurzschlusshandlung neigen würde. Dafür war ihre Bindung mittlerweile einfach zu gefestigt. Von der Zeit würde es auch gut passen. Hasso war mit Wilma auf dem Weg zum Gericht. Christel würde gegen 14 Uhr ihre Verhandlung haben und nach Zahlung eines geringfügigen Betrages, zumindest aus Sicht eines Farang, würde sie das Gericht als freie Frau verlassen können. Vor 15 Uhr würden die Beiden nicht im Hotel aufschlagen. Und in einer Stunde hätten sie soweit auch alles abgewickelt. Chris und Benny würden sich das Geld untereinander aufteilen und den Mädchen jeweils 50.000 Baht als Anerkennung für ihre Hilfe überlassen. Das sollte allerdings für die Mädchen eine Überraschung werden. Sie hatten bis jetzt eigentlich nur aus drei Gründen mitgemacht, Sanuk, Sanuk, Sanuk, ganz einfach, weil sie Spaß daran hatten und es ihnen etwas mehr Abwechslung in den Alltag brachte.
Hasso erreichte mit Wilma kurz vor 14 Uhr das Gericht. Hasso erkundigte sich, wo die Verhandlungen stattfinden würden und bekam einen Raum genannt. Er sah kurz in den Raum, konnte aber Christel noch nicht entdecken. Sie würde aber jeden Moment eintreffen. Er informierte Wilma kurz und in diesem Moment fuhr ein vergitterter Polizeiwagen vor, der voll mit Thais war. Die Tür wurde geöffnet und Wilma entdeckte Christel unter den Thais, die von einigen Beamten unverzüglich in den Gerichtssaal geführt wurden.
Christel sah Wilma und sie wirkte etwas erleichtert ob deren Anwesenheit. Wilma wollte auf Christel zugehen, aber Hasso hielt sie zurück.
"Das wäre keine gute Idee. Warte, bald kannst du sie wieder in die Arme nehmen."
Zusammen folgten Sie der Gruppe in den Gerichtssaal. Diese Verhandlungen waren öffentlich und in der Regel handelte es sich um minderschwere Delikte, die eigentlich kaum der Rede wert waren. Die Aburteilung fand ohne große Anhörung statt, es gab keine Verteidiger, die sich die wenigsten hier auch wohl leisten konnten und auch einen Staatsanwalt suchte Hasso vergeblich. Der vorsitzende Richter betrat den Saal und die Verhandlungen begannen unverzüglich, wobei man eigentlich nicht von Verhandlungen sprechen konnte. Soweit Hasso mitbekam, was der Richter sagte, verlas er nur die dem Angeklagten zur Last gelegte Straftat. Der jeweils Angeklagte musste während dieser Verlesung aufstehen. Nach der Verlesung wurde das Urteil in Anlehnung an das thailändische Strafgesetz gesprochen. In Anbetracht der teilweise übervollen Gefängnisse wurden für solche Bagatellfälle lediglich Geldstrafen ausgesprochen. Nur wenn der Angeklagte nicht bereit oder nicht in der Lage war, die geforderte Summe zu zahlen, musste er die Strafe auf Dauer der zugrunde gelegten Tagessätze absitzen. Meist aber, sowie auch heute, wurden die Summen von Angehörigen direkt bezahlt und damit bekam der Angeklagte unmittelbar seine Freiheit wieder. Die Hausnummer für die Tagessätze lag je nach Art des Vergehens zwischen 50 und 200 Baht und die Urteile lagen bis jetzt alle so zwischen 7 und 21 Tagessätzen. Für Thais recht viel Geld, aber besser einmal einige hundert Baht Verlust als 2 oder 3 Wochen im Gefängnis zu sitzen.
Christel gehörte mit zum letzten Drittel der Verbliebenen als ihr Name aufgerufen wurde. Der Richter verlas kurz die Anklagepunkte, aber Christel verstand kein Wort, weil der Richter es nicht für notwendig befunden hatte, Englisch oder gar Deutsch zu sprechen. Wozu sollte er sich wegen einer Kleinkriminellen eine derartige Mühe machen.
Hasso hatte sich etwas weiter nach vorne in den Saal begeben um den Blickkontakt zu Christel herzustellen. Die blickte immer wieder verunsichert zu ihm rüber. Aber Hasso nickte nur beruhigend. Der Richter hatte seine Anklagepunkte verlesen und schaute Christel fragend an. Die schaute wieder verunsichert zu Hasso herüber, der ihr mit seinem Kopf andeutete, zu nicken. Der Richter hatte sie gefragt, ob sie sein Urteil, 15 Tagessätze zu 200 Baht annehmen würde und ob sie die Summe von 3.000 Baht bezahlen könne. Christel folgte Hassos Aufforderung und nickte. Für den Richter war der Fall abgeschlossen und er bedeutete Christel zu gehen um den Betrag zu bezahlen.
Wieder schaute Christel verunsichert zu Hasso rüber.
"Kommen Sie Christel, wir gehen ihre Strafe bezahlen. Danach sind sie wieder frei, sie haben es geschafft!"
Christel fühlte sich, als wäre ihr ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Sie hatte es immer noch nicht ganz realisiert, was der Botschafter ihr gesagt hatte. Langsam ging sie zu ihm und Wilma rüber. In diesem Moment brachen alle Dämme in ihr. Sie begann hemmungslos zu weinen und lehnte ihren Kopf an Wilmas Schulter an.
"Ist schon okay, Christel, du hast es überstanden. Lass uns jetzt erst mal ins Hotel. Dir zu sagen, dass du schlecht riechst, wäre maßlose Untertreibung."
Hasso hatte die 3000 Baht von Wilma entgegengenommen und die Strafe bezahlt. Damit sah er seine Aufgabe als erfüllt an. Auch wenn Wilmas Art recht angenehm und sie ihm mittlerweile sogar sympathisch war, verspürte er keinerlei Lust auf die Gesellschaft von Christel.
"Wilma, Christel, wie ich Ihnen versprochen hatte, sind sie noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Ich habe meinen Teil dazu beigetragen. Ich muss mich jetzt dringend um andere Sachen kümmern. Ich denke, sie kommen ab jetzt wieder ganz gut alleine zurecht."
Wilma hatte mittlerweile auch gewisse Sympathien für ihn entdeckt und bedauerte es ein wenig, dass sich ihre Wege jetzt trennen würden. Aber in erster Linie würde sie sich jetzt erst einmal um Christel kümmern müssen. Christel sah einfach nur furchtbar aus.
Spontan machte sie einen Schritt auf Hasse zu und ehe dieser sich versah, umarmte ihn Wilma und drückte ihm einen dicken Kuss auf die Wange.
"Danke vielmals, danke!"
Hasso war durch diesen plötzlichen Gefühlsausbruch von Wilma etwas überrascht, ließ sich aber nichts anmerken.
"Kein Problem, machen Sie sich bis zu ihrem Abflug noch ein paar schöne Tage und passen Sie auf, dass Sie nicht wieder in ein Fettnäpfchen treten."
Mit diesen Worten wandte er sich von den Beiden ab und verließ das Gerichtsgebäude.
Wilma reichte Christel ein Taschentuch, damit sie sich ihre Tränen trocknen konnte. Zusammen verließen sie kurz nach Hasso das Gebäude. Wilma stoppte einen leeren Bahtbus und wenig später waren sie auf dem Weg zum Hotel.
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