Mehrmals an einem Ort gewesen zu sein, kann sowohl Vor- wie auch Nachteile haben. Bei mir ists so, dass ich es mag, zu wissen, wo ich was finde.
Geht man in
Diani aus, so lässt es sich nicht vermeiden, Mädchen zu treffen, die man bereits kennt.
Manche möchte man gern wieder im Zimmer, auf dem Tisch, unter der Dusche, an der Balkonbrüstung, hinterm Strandbusch, im Swimmingpool oder auch ganz traditionell im Bett haben, bei anderen bleibts bei einem überschaubaren Wunsch.
Ist man ohne Begleitung, so wird man fast immer sofort angesprochen und ist nicht mehr allein. Eigentlich mag ich das nicht so. Andererseits fehlen mir dann irgendwie die
Arschloch-Gene, um klar Schiff zu machen.
Seit einiger Zeit sprechen mich Bekannte an und fragen mich, ob ich paar neue Fotos mit ihnen machen kann.
Schon
mein letztes Jahr verstorbener Freund Roland, der rund 10 Jahre in Diani lebte, erzählte davon, dass die Mädchen, wenn sie mit den Bildern zufrieden sind, gern wieder kommen.
Roland war außerordentlich beliebt und seine Fotos waren bzw. sind spitze. Da er ohne echte Erben die Welt verlassen hat und sich auch seine Geschwister in der Schweiz nicht um das Erbe in Kenia gekümmert hatten, wurde Rolands Nachlass verkauft, verschenkt und eben auch entsorgt.
Mehrere Festplatten und andere Speichermedien mit Zigtausenden und Abertausenden Fotos wurden entsorgt. Der -ich nenne ihn mal- Nachlassverwalter sprach von
Fotos und Videos aller Art und Roland hätte wohl damit auch richtig Geld verdienen können. Warum er es nicht getan hat, kann er nicht mehr sagen.
Seine Festplatten und andere Medienspeicher wurden mechanisch zerstört und entsorgt und es tat ein bisschen weh, das zu hören. Andererseits auch nachvollziehbar.
Nicht wenige Mädchen haben in ihren Profilen der sozialen Netzwerke heute noch viele Fotos, die er einst von ihnen gemacht hatte. Roland hat ausgesprochen "preisgünstig" für die Mädchen gearbeitet und alles in Naturalien abrechnen lassen, wie er mir mal erzählt hat. Eine Win-Win-Situation für beide.
Ich habe inzwischen logischerweise einige
Lieblingsmodelle (2 aus Mtwapa, 1 aus Bamburi, 1 aus Nairobi, 1 aus Mombasa Stadt, 1 aus Voi und 3 aus Diani) muss allerdings einräumen, nur sehr wenige hier zu zeigen. Es ist eben nicht ausgeschlossen, dass das nach hinten losgehen kann. Für beide Seiten.
Dennoch bin ich mindestens 3x, wenn ich in Diani bin, unterwegs, um neue Serien zu schießen.
Sehr gern an ungewöhnlichen Orten und besonders gern an sog.
Lost Places.
Und davon hat Diani aufgrund der vielen
verfallenen Hotels, die nun seit mehr als 20 Jahren schon ihr Dasein als Ruine fristen, eine ganze Menge. Allerdings ists nicht so ganz einfach, dort unbemerkt reinzukommen. Überall Massai-Wachleute, die zwar freundlich und bestechlich aber eben auch so extrem neugierig sind.
Schon 2x passiert, dass sie plötzlich in der Ruine an exakt der Stelle wie aus dem Nichts auftauchten, wo man sich gerade mit dem Model zum Fotografieren aufgehalten hat. Und das mag ich nicht und die Models erst recht nicht, weil sie dann völlig gehemmt sind und nicht gut mitmachen. Abgesehen davon, dass sich die Models für mich und nicht den Wachmann nackig gemacht haben.
Hier mal paar Fotos für die sabbernde Gemeinde:
Anhang anzeigen Screenshot_20230414-183409_Photos.jpg
Anhang anzeigen Screenshot_20230414-183451_Photos.jpg
Anhang anzeigen Screenshot_20230414-183539_Photos.jpg