Kenia Februar 2023 ... ein paar Ergänzungen zu: "August 2022 - Mtwapa, Bamburi, Diani, Ukunda ... ein paar aktuelle Infos"

... Das sich jemand beim Barbier den Rücken rasieren lässt, hab ich auch noch nie gehört. ...


Ich habe diesbezüglich auch in der Bäckerei und im Supermarkt nachgefragt.
Leider abschlägige Antworten erhalten, so dass ich das eben wieder im Barbershop machen lassen musste.

Freut mich, dass ich zu eurer Unterhaltung beitragen kann. Ist ja letztlich auch eine Funktion des Forums. 🙂👍
 
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Da ich leider in den Folgetagen kein Motorrad hatte, war ich des öfteren zu Fuß unterwegs. Bin entlang der Hauptstraße in Richtung Norden gelaufen und habe die Auslagen auf den Märkten, die sich oft direkt am Straßenrand befinden, begutachtet.
Je weiter man sich vom Ortszentrum Mtwapas entfernt, desto günstiger werden die Preise.
Kostete eine Apple-Mango in der Nähe des Abzweiges Posta noch 50 KES, so waren es ca. 2 km weiter nördlich teilweise nur 30 KES. Sicher gilt/galt das auch für anderes Obst und Gemüse, mich haben allerdings nur die Mangopreise interessiert.
Fasziniert bin ich auch immer wieder von den Handwerkern, die dort am Straßenrand Motorräder reparieren, Schweißarbeiten durchführen, Polstermöbel herstellen, Bretter sägen, Betten zusammen bauen, Körbe flechten, nähen und vieles anderes mehr. Und natürlich überall Ziegen und manchmal auch Kühe. Überall entlang der Hauptstraße. So richtig kann ich mir nicht vorstellen, dass dieses Fleisch schmecken soll.

War bis zum Ortsausgang gelaufen und habe mir dann ein Motorradtaxi für 50 KES zurück genommen.
Da es für mich nicht mehr so neu war, habe ich so gut wie keine Fotos gemacht.

Diverse Supermärkte, in denen man auch Halal-Produkte kaufen kann, gibts auch am Straßenrand und es lohnt sich durchaus, mal reinzuschauen.
Da ich es liebe, mir am Urlaubsort lokale Zahnpasta zu kaufen, schaute ich natürlich auch danach wieder. Eine 150g-Tube für umgerechnet 37 Cent in solch einem Supermarkt führten dazu, dass ich zugreifen musste.

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Mich freut, dass es in Mtwapa zunehmend mehr Papierkörbe bzw. Mülltonnen bzw.-behälter gibt.
Man spürt es zwar noch nicht auffällig, aber allein der Umstand, dass welche aufgestellt werden, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wie viele Länder, in denen es (noch) kein gelenktes und professionelles Abfallsystem gibt, erstickt auch Kenia teilweise fast an seinem Müll.

Nicht selten gebe ich Kindern kleine Schokoladen oder andere Süßigkeiten und muss zusehen, wie sie die Verpackung ganz selbstverständlich fallen lassen.
Und wenn nichts da steht, wohin man das entsorgen kann, so kann man ihnen nur bedingt einen "Vorwurf" machen, zumal auch in der Schule darüber nur sehr selten gesprochen wird.

Ich besuche regelmäßig eine kenianische Familie, mit denen ich seit 4 Jahren befreundet bin und die kleine L (inzwischen 5 und in der 1. Klasse) bestätigte mir das, dass Kinder in der Schule nicht angehalten werden, ihren Abfall ordentlich zu entsorgen.
Schade eigentlich. Hier gibts noch viel zu tun.

Noch ein Hinweis für einige, die es interessiert:
HIV-Bluttests (Schnelltests, ähnlich wie die Corona-Schnelltests) gibt es in Apotheken (Chemists) incl. Anleitungszettel ab 150 KES (reichlich 1 €)
Die "Pille danach" gibt es von unterschiedlichen Anbietern ab 100 KES. Teurer als 250 KES sollten diese jedoch nicht sein und es lohnt sich, die Preise der Apotheken zu vergleichen. Anbei mal ein Foto:

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Neben der Befriedigung männlicher Bedürfnisse gibt es ne ganze Menge anderer Dinge, die man sinnvoll noch in einem 3.-Welt-Land wie Kenia tun kann.

Regelmäßig nehme ich neben den schokoladigen und ähnlichen Erfreuungen für die Mädchen und Kinder auch Lernspielzeug, Schulsachen, Bilder- und Ausmalbücher (echt gefragt!) und Klamotten mit, was ich dann dort lasse. Es ist nicht erforderlich, exakt die Kleider- oder Schuhgröße mitzunehmen, die passt. Das Tauschsystem untereinander funktioniert hervorragend dort.

Neben der bereits mehrfach genannten Familie (2 Kinder, 5 und fast 3 Jahre) sind es inzwischen noch 2 weitere, die ich ein wenig unterstütze.
Ich rede von Minifamilie, d.h. alleinerziehende Mütter mit einem Kind. Wie man ahnen kann, habe ich diese über die (käuflichen) Körper der Mütter kennen gelernt. Es sind jedoch nicht die, die täglich im Casaurina auf Kundschaft warten. Der zwanglose Umgang mit Sex (man hat nicht selten das Gefühl, die Mädchen wollen es mehr als unsereins) schon nach wenigen Sätzen, die man miteinander gewechselt hat, ist beispielhaft für Afrika.

Sehr viele junge kenianische Frauen wollen sehr rasch ein Kind (nur wenige über 25 haben noch kein eigenes). Manche fühlen sich erst mit einem Kind als vollwertige Frau (mehrfach schon so bestätigt bekommen in Unterhaltungen).
Aktuell bekniet mich eine junge Frau (ich kenne sie seit fast 2 Jahren) aus der Nähe von Mtwapa mit der Frage, ob ich sie nicht schwängern könne.
Ihre eigene Familie (ihre Mutter) wünscht sich so sehr ein Enkelkind und möchte für dieses sorgen.
Ich möchte es einfach hier mit einwerfen, wohlwissend, dass damit eine Diskussion ausgelöst werden kann.

Habe inzwischen auch einige Bekannte, mit denen ich mich zwanglos treffe und oft endet es mit Sex. Und nicht alle erwarten dafür Geld.
Selbstverständlich unterstütze ich jedoch alle, mit denen ich mich treffe (finanziell oder auch anderweitig materiell). Und ich mache auch klar, dass ich nach Ende meines Urlaubes ein eigenes Leben in Deutschland führe. Die meisten respektieren das, allerdings gibt es auch wenige Ausnahmen.
Soziale Kontakte sind unter kenianischen Frauen deutlich stärker ausgeprägt als hier, die Gründe liegen oft auf der Hand.

Ich habe auf Fotos der Familien hier verzichtet, da es nicht erwünscht ist.

Im letzten Urlaub habe ich das Waisenhaus in Shanzu nicht besucht, die Zeit war zu knapp dafür.
 
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Was kenianische Mädchen sagen und wirklich meinen:

I am coming now - Ich brauche wenigstens noch 2-3 Stunden
I am on my way - Egal, wie oft du noch fragst, wo ich bleibe ... es dauert noch mindestens 1 Stunde
Pay me a beer! - Als Biersponsor bist du zu gebrauchen, ansonsten habe ich heute andere Pläne
I need your help - Hier geht es nicht um Hilfe im Sinne von Problemlösungen. Hier soll ausschließlich Geld fließen.
I am hungry. Pay me a pizza - Ich brauche Geld (Pizza schmeckt mir eigentlich gar nicht)
Hello! How are you? - Es folgt sehr oft die Frage nach einer finanziellen Unterstützung (oft sind Familienangehörige "verstorben" und man benötigt Geld für die "Fahrt" dorthin)
I can`t pay my bill for the hospital - Habe mir selbst eine "Krankenhausrechnung" ausgestellt und suche einen, der mir Geld schickt.
I am at your hotel on the gate - Komm raus und bezahle den Fahrer!

... kann gern ergänzt werden

Stellt man einem Girl in einer schriftlichen Unterhaltung zwei Fragen in einer Mitteilung, so bekommt man nur die letzte beantwortet. (Fast) jede Wette!

Vorige Woche kam eine Anfrage von einer, die ich nur getroffen habe und wir die Nummern getauscht hatten: Please help me with 50k for my house.

Friseurbesuche im Salon gehören zu den regelmäßigen und Lieblingstätigkeiten der Mädchen. Je nach Aufwand werden zwischen 300 und 1200 KES fällig (meist um die 700-800 tatsächlich, wenn es um Haarverlängerungen geht). Unerfahrene Mzungus werden um die doppelte Menge KES gebeten.
 
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die Deutsche Bäckerei ist mir wohl in meinen 3 Mtapa-Aufenthalten entgangen, die ist jetzt genau wo? -gockel schweigt:)
geiler Anfang!

Wenn du am Eagles Nest stehst und dieses im Rücken hast, dann geh ca 100m nach rechts. Dort dann auf der anderen Straßenseite.
Erkennbar am Schriftzug BÄCKEREI und der grünen Farbe
 
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Eine Frage hätte ich bzgl. des Sortiments in den Apotheken. Gibt es dort auch PrEP ohne Rezept zu kaufen? Wenn ja, wie liegen das Preise?

Diese Frage kann ich dir nicht beantworten. Ich weiß es nicht. Aber vielleicht kann es ein anderer.

Danke für deine warmen Worte!
 
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Feiern steht bei den Mädchen ganz weit oben auf deren to-do-Liste. An Geld mangelt es zwar immer (etwas beiseite legen und auf schlechtere Zeiten vorbereitet sein, kommt im Denken der meisten kenianischen Mädchen nicht vor; man lebt ausschließlich im Hier und Heute), aber beim Feiern wird nicht gespart.

Auch das Feiern von Kindergeburtstagen wird zelebriert und die Kleinen stehen einen ganzen Tag lang im Mittelpunkt.
Neben den Familienangehörigen werden auch viele Freunde und Bekannte eingeladen.
Obwohl ich nur mal eine Nacht mit einer Hübschen verbracht hatte und auch unsere spätere Whatsapp-Kommunikation sehr überschaulich war, gehörte ich zu ihrem "Freundeskreis" und sollte unbedingt zum 4. Geburtstag ihrer Tochter kommen. Da ich ohnehin nichts weiter vor hatte, sagte ich zu, sagte aber auch, dass ich der Kleinen nur ein kleines Geschenk bringen werde und nur paar Minuten bleiben werde.
Mich hat interessiert, wie man im häuslichen Rahmen feiert und ich wollte auch wissen, wie sie so lebt.

Kurz nach 18 Uhr bin ich dann los und war beim Betreten der Wohnung ziemlich angenehm überrascht. Sie (24) lebt mit ihrer älteren Schwester (28) und den beiden Kindern (jede hat eine Tochter, 4 und 7) in 2 Zimmern (Wohnzimmer mit ca. 15-18 qm recht geräumig, Schlafzimmer ca. 10-12 qm mit Doppelbett), größere Küchenzeile, relativ geräumige Nasszelle, so was ähnliches wie einen kleinen Korridor und einen Balkon mit Blick in Richtung Prestige Hotel.
Mit 9000 KES Miete ziemlich günstig, wie ich fand.
Beide Schwestern haben einen Job und mein Kurzbesuch war sehr angenehm.
Ich brachte der Kleinen bisschen Spielzeug und ein Bilderbuch und Schokolade, die sofort unter den 3 dort spielenden Kindern und den 3 anwesenden jungen Müttern verteilt wurde.
Als sehr angenehm empfand ich, dass man sich tatsächlich über meinen Besuch gefreut hat und nicht die Gelegenheit ausnutzte, nach weiterer Unterstützung zu fragen.
Getrunken hatte man Palmwein -> Palmwein – Wikipedia (den sollte man auch mal als Kenia-Besucher trinken, schmeckt gekühlt gar nicht schlecht) und Cola und andere Softgetränke standen auch rum. Leider alles so warm, war schon deshalb nichts für mich. Zu essen gab es Hühnchen und Pommes. durchaus angemessen, wie ich fand.

Mit Sexualität geht man ja dort sehr offen um und als ich fragte, ob ich mit den beiden Schwestern (beide mit richtig geilen Figuren) mal einen 3er haben könnte, kam sofort Zustimmung. Leider hatte die ältere der beiden Schwestern gerade ihre Tage. Und meine Urlaubszeit war begrenzt. Für den nächsten Urlaub habe ich also noch was auf meiner Liste "abzuarbeiten" ...
 
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Mtwapa bietet im unmittelbaren Umfeld nicht so übermäßig viele Ausflugsmöglichkeiten. Unbedingt empfehlen möchte ich jedoch die Jumba la Mtwana.

Wikipedia.org schreibt dazu:
"Jumba la Mtwana ist eine Ruinenstadt im Kilifi County, 15 km nördlich von Mombasa in Kenia. Auf dem Gelände der Ruinenstadt befinden sich vier Häuser, vier Moscheen und ein Grabmal. Der Archäologe James Kirkman fand die Ruinenstadt 1972 bei einer Ausgrabung. Bei den Ruinen handelt es sich um eine Swahili-Siedlung aus dem 14. Jahrhundert, die bereits im 15. Jahrhundert aus bisher unbekannten Gründen wieder aufgegeben wurde. Relativ gut erhalten ist das „Haus der vielen Türen“, das wahrscheinlich als Herberge diente, da es viele einzelne Zimmer mit jeweils einer eigenen Waschgelegenheit hatte. Die große Moschee am Meer verfügte über einen eigenen Gebetsraum für Frauen und über eine Zisterne für rituelle Waschungen.

1982 wurde die Ruinenstadt zum National Monument ernannt." (Jumba la Mtwana – Wikipedia)

Mit dem Motorrad (Boda-boda) fährt man ca. 15 min über holprige "Straßen" und durch diverse Siedlungen und bekommt einen Einblick ins wahre ostafrikanische Dorfleben. Kostenpunkt: 100-200 KES p.P.
Kommt man auf dem Parkplatz an, empfiehlt es sich, den Weg zu Fuß nach links zu wählen (es gibt nur 2 Wege). Der eine führt gerade aus in Richtung des kleinen Museums, der zweite nach links. Man läuft sozusagen einen kleinen Bogen mitten in die Ruinenstadt hinein. Nach nur wenigen Gehminuten (ca. 5) kommt man direkt ans Meer und findet dort am Strand Ruhe und Entspannung. Das ständig wehende Lüftchen sorgt für einen angenehmen Aufenthalt. Dieser Strand (auch zum Baden geeignet) ist tatsächlich relativ einsam (allerdings ist man auch dort nicht allein).

Links am Strand befindet sich ein Restaurant, MONSOON RESTAURANT -> MONSOON RESTAURANT | mysite ... Wie es dort schmeckt, kann ich nicht aus eigenem Erleben sagen. Ich war zwar 2x dort, habe aber nicht dort gegessen. Leider gibt es keine Möglichkeit, dort einfach ein bis zehn Bier mit Blick aufs Meer zu genießen. Nur als speisender Gast ist man willkommen. Schade eigentlich.
Die Kritiken im www sind recht positiv, ich finde die Preise jedoch als zu hoch. Hier mal der Link zur Speisekarte: MENU | mysite
Und hier die Fotoseite des Restaurants -> GALLERY | mysite

Die Ruinenstadt hat jedoch was. Als Fotokulisse ist sie sehr begehrt. Beide Male, als ich dort war, fanden professionelle Fotoshootings statt.
Leider waren beide Male meine Lieblingsmodelle verhindert, sodass ich fotomäßig nur mit alten Steinen und alten, dicken Bäumen dienen kann. Ich gehe es aber demnächst wieder an, diesmal hoffentlich mit zeigefreudigen Mädchen.

Man kann auch eine Führung durch die Ruinenstadt buchen, Bin letztens dazugekommen (vermutlich eine Gruppe Studenten), leider auf Swahili. Man sollte grundsätzlich nachmittags dorthin fahren, die Lichtverhältnisse sind nahezu überall besser als vormittags.
Geht man den Weg wieder Richtung Parkplatz zurück, stößt man auf ein kleines Museum (1 großer Raum). Ist zwar sehr stickig und heiß dort drin, allerdings fand ich sehr viele historische Aufnahmen, die die Vorstellungskraft, wie es einst mal dort aussah, beflügeln.
Mir hats dort gefallen und ich werde definitiv wieder dort aufkreuzen.

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