Thailand Zwischen Wahnsinn und Palmen raus aus dem System zurück ins gelobte Land Thailand

Dann wird es mal wieder Zeit für das obligatorische Tagesupdate. Gestern stand allerdings auch wieder weniger auf dem Programm.

Der Tag begann dafür umso schöner. Vor dem Aufstehen gab es erst einmal ein ausgiebiges Entspannungsprogramm für mich. So startet man doch gerne in den Tag.

Danach beschlossen wir beide, dass wir heute einfach zu faul zum Frühstückmachen sind. Also bin ich kurzerhand zum 7-Eleven gelaufen und habe dort verschiedene Fertiggerichte und ein paar Snacks besorgt.

Zurück am Haus wollte Sweetie allerdings kaum etwas essen. Sie klagte über starke Bauchschmerzen und richtige Bauchkrämpfe.

Also bin ich direkt noch einmal zur Apotheke gelaufen. Sie wollte unbedingt Flying Rabbit haben, den gab’s früher auch immer im 7-Eleven, habe ich dort aber schon ewig nichtmehr gesehen. Ich war mir allerdings ziemlich sicher, dass ihr das in diesem Fall nicht wirklich helfen würde. Deshalb habe ich zusätzlich noch Berclomin und BUTYL gekauft. Beides sind Medikamente, deren Wirkstoffe man in ähnlicher Form auch aus Deutschland kennt.

BUTYL ist ähnlich wie Buscopan und Berclomin enthält zusätzlich noch ein Simethicon.

Wieder zurück am Haus habe ich ihr empfohlen, zunächst das Berclomin einzunehmen, da dort zusätzlich noch Somethicon enthalten ist. Ein Wirkstoff, der gegen Blähungen beziehungsweise übermäßige Gasbildung im Magen und Darmbereich hilft. Ich hoffte, dass ihr das möglichst schnell etwas Erleichterung verschaffen würde.

Sie legte sich anschließend erst einmal für etwa eine Stunde hin, während ich mich ein wenig im Pool entspannte. Dabei habe ich meine letzte Mango, die ich noch zu Hause hatte, genüsslich verspeist. Die musste natürlich noch weg.

Nach ungefähr anderthalb Stunden schaute ich dann einmal nach ihr. Sie lag noch im Bett und döste vor sich hin, war aber nicht mehr am Schlafen.

Ich fragte sie, ob es ihr inzwischen besser gehe. Sie nickte und meinte, die Schmerzen seien deutlich besser geworden. Anschließend fragte sie mich, ob ich mich zu ihr legen wolle.

Da lasse ich mich natürlich nicht zweimal bitten.

Also noch einmal schnell unter die Dusche und anschließend zu ihr ins Bett geklettert. Dort haben wir eine ganze Weile gekuschelt und uns viel unterhalten.

Ihre Bauchkrämpfe waren mittlerweile fast vollständig verschwunden.

Ich persönlich vermute inzwischen ziemlich stark, dass das Ganze vom Fleisch kam.

Sweetie macht es wie viele Asiaten. Fleisch wird aufgetaut, ein Teil verwendet und der Rest anschließend wieder eingefroren. Das wiederholt sich teilweise mehrmals.

Ich habe ihr deshalb schon vor längerer Zeit gesagt, dass sie für mich von diesem Fleisch bitte nichts mehr kochen soll. Selbst das Hackfleisch dürfte inzwischen bestimmt schon drei- oder viermal aufgetaut und wieder eingefroren worden sein.

Für uns in Deutschland ist das kaum vorstellbar. Hier ist das allerdings gar nicht so unüblich, eher normal.

Ich bin deshalb ziemlich sicher, dass ihre Beschwerden daher kamen.

Danach hielten wir beide noch ein kleines Mittagsschläfchen und sprangen anschließend noch einmal unter die Dusche.

Gegen halb vier machte ich mich schließlich alleine auf den Weg Richtung Jomtien.

Ich wollte noch ein wenig durch die Straßen schlendern, bevor ich um 17 Uhr zum Stammtisch von Horst und Monika bei Patrick im Mister Pizza wollte.

Ich lief bewusst auch durch einige kleinere Seitenstraßen und schaute mich etwas um.

Natürlich fielen mir dabei auch die verschiedenen Bierbars ins Auge. Hübsche Mädels gab es durchaus einige. Was allerdings nahezu komplett fehlte, waren die Kunden.

Ich glaube, ich habe während meines gesamten Spaziergangs kaum jemanden in den Bars sitzen sehen.

Natürlich war es noch früher Nachmittag. Trotzdem kenne ich das aus früheren Jahren ganz anders. Gerade viele Engländer saßen oft schon mittags mit ihrem ersten oder zweiten Bier in den Bars.

Ich habe mich bei diesem Thailand Aufenthalt bisher kaum mit den Preisen in den Bars beschäftigt. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass Cheap Charlie momentan voll auf seine Kosten kommen würde. Touristisch ist hier zurzeit wirklich erschreckend wenig los.

Gegen halb fünf kam ich schließlich bei Patrick im Mister Pizza an und gönnte mir erst einmal das erste Bier.

Kurz darauf setzte sich Patrick noch zu mir an den Tisch.

Für den Stammtisch kocht er jedes Mal ein eigenes Tagesgericht. Gestern standen Königsberger Klopse auf dem Programm.

Ich sagte ihm allerdings direkt, dass ich nichts essen werde, weil ich geplant hatte, später gemeinsam mit Sweetie noch über den Thepprasit Night Market zu schlendern und dort etwas zu essen.

Wie fast immer rief Sweetie mich zwischendurch etwa alle 30 bis 45 Minuten an, um nachzufragen, ob bei mir alles in Ordnung sei.

Ich sagte ihr, sie solle gegen 20 Uhr zum Mister Pizza kommen. Von dort wollten wir anschließend gemeinsam weiter zum Thepprasit Night Market fahren.

Patrick stellte mir kurze Zeit später trotzdem eine kleine Probierportion der Königsberger Klopse hin und meinte nur grinsend: „Probier wenigstens mal.“

Also gut.

Ich muss wirklich sagen, sie haben ausgezeichnet geschmeckt. Auch wenn ich vermute, dass die Kapern wahrscheinlich nicht ganz die klassischen Originalkapern waren.

Hätte ich keinen Plan für den Abend gehabt, hätte ich mir mit Sicherheit noch eine komplette Portion bestellt.

Kurz darauf kam dann noch ein weiterer deutscher Gast dazu, dessen Namen ich leider vergessen habe. Er war locker drauf und wir kamen schnell ins Gespräch.

Er bestreitet seinen Lebensunterhalt in Thailand größtenteils mit der Herstellung von Kratom. Er hatte auch einige Flaschen bei Patrick im Kühlschrank deponiert und holte eine davon heraus, weil Patrick unbedingt ein Glas trinken wollte.

Er fragte mich, ob ich ebenfalls probieren möchte.

Ich erklärte ihm, dass ich Kratom zwar kenne, es mir bisher aber ehrlich gesagt nie besonders geschmeckt habe. Zum einen ist es normalerweise ziemlich bitter und zum anderen trinke ich es aufgrund seiner Wirkung ohnehin nur wenn überhaupt selten.

Er meinte allerdings sofort, dass sein Kratom ganz anders hergestellt werde als das, was man normalerweise in Thailand bekommt. Er sortiere die Blätter sehr sorgfältig aus und verwende außerdem eine eigene Mischung weiterer Zutaten. Dadurch würde das Getränk überhaupt nicht mehr bitter schmecken.

Also ließ ich mich überreden und probierte ebenfalls ein Glas.

Und ich muss sagen, ich war wirklich überrascht.

Es schmeckte überhaupt nicht bitter. Im Gegenteil. Es war zwar ziemlich süß, aber zusammen mit einer Flasche Soda und zwei kräftigen Schlucken Kratom ergab das ein wirklich leckeres Getränk.

Er verkauft den 0,5l für 50 Baht.

Für alle, die Kratom nicht kennen: Es handelt sich um ein traditionelles Getränk aus Thailand, das aus den Blättern des Kratombaums hergestellt wird. Die Blätter werden meist ausgekocht, wodurch ein Sud entsteht. Sie enthalten natürliche Wirkstoffe, die je nach Menge anregend oder beruhigend wirken können. Viele Einheimische trinken Kratom seit Generationen, unter anderem zur Anregung oder auch zur Entspannung. In den letzten Jahren wurde Kratom in Thailand wieder legalisiert und ist heute an vielen kleinen Ständen und in Geschäften erhältlich. Aufgrund seiner Wirkung sollte man es allerdings verantwortungsvoll konsumieren.

Kurz darauf kamen dann auch Monika sowie einige weitere Deutsche dazu. Wir hatten wirklich nette Gespräche. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass der eine oder andere am Tisch schon so ziemlich jedes Klischee von dem Deutschen erfüllt hat, der nach Pattaya kommt und hier denkt, er wäre die ganz große Nummer. Trotzdem war es insgesamt ein wirklich schöner Abend.

Natürlich kam auch Horst noch dazu. Mit ihm habe ich mich lange unterhalten, vor allem über seine vielen Jahre in Thailand und seine Reisen durch Asien. Dabei stellten wir schnell fest, dass wir bereits einige der gleichen Orte bereist hatten. So kamen wir von einem Reiseziel zum nächsten und hatten jede Menge Gesprächsstoff.

Natürlich erzählte ich ihm auch von meinen Plänen, mir hier einmal ein oder zwei Condos zu kaufen. Prompt meinte er, dass er selbst noch das eine oder andere Objekt zu verkaufen habe, gut war natürlich nicht überraschend 🤣😅

Deshalb werde ich ihn am Sonntag gegen 12 Uhr noch einmal in die Villa fahren und mir die Wohnungen einfach einmal anschauen. Schaden kann es sicherlich nicht.

Kurz vor acht rief Sweetie dann an und sagte, dass sie fertig sei und sich jetzt auf den Weg machen würde.

Also bestellte ich mir noch ein Bier und wartete auf sie.

Kurze Zeit später kam sie auch schon. Sie winkte mir zu und zeigte auf die Apotheke direkt neben Patricks Restaurant Mister Pizza. Offenbar wollte sie dort noch kurz etwas besorgen.

Ich winkte ihr zu, sie solle doch kurz hereinkommen. Sie machte mir allerdings zu verstehen, dass sie lieber direkt weiter möchte.

Also wollte ich noch schnell bezahlen.

Das entwickelte sich allerdings zu einer kleinen Geduldsprobe. Irgendwie dauerte es bestimmt zehn Minuten, bis alles erledigt war. Sweetie war darüber nicht gerade begeistert. Ich musste allerdings auch etwas schmunzeln und sagte zu ihr: „Was soll ich denn machen? Soll ich das Geld einfach auf die Theke legen?“ Passend hatte ich es schließlich auch nicht.

Anschließend machten wir uns gemeinsam auf den Thepprasit Night Market.

Der Markt gehört meiner Meinung nach zu den schönsten in Pattaya. Er ist sauber, relativ groß und bietet eine tolle Mischung aus Kleidung, Souvenirs und natürlich unzähligen Essensständen.

Preislich gehört er allerdings eher zu den etwas teureren Märkten in Thailand. Trotzdem findet man auch dort immer wieder einzelne Stände, an denen die Preise wirklich günstig sind.

Wir kauften uns verschiedene Kleinigkeiten zum Essen, beschlossen dann aber spontan, nicht auf dem Markt zu bleiben, sondern alles mit nach Hause zu nehmen.

Also ging es zurück auf unsere Terrasse.

Dort ließen wir den Abend ganz gemütlich ausklingen, aßen zusammen, unterhielten uns noch eine ganze Weile und genossen einfach die Ruhe.

Kurz darauf ging Sweetie duschen, während ich noch mit meinem Sohn telefonierte.

Gegen zehn, halb elf gingen wir schließlich ins Bett und ließen einen insgesamt sehr schönen Tag entspannt ausklingen.

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Für uns in Deutschland ist das kaum vorstellbar. Hier ist das allerdings gar nicht so unüblich, eher normal.
Das habe ich auch festgestellt, als meine in Deutschland war. Sie wollte das sogar mit Garnelen machen ... und dann natürlich nicht ganz durchbraten, weil sie das zuhause auch so macht ... das haben wir schnell geändert 😁
 
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Das habe ich auch festgestellt, als meine in Deutschland war. Sie wollte das sogar mit Garnelen machen ... und dann natürlich nicht ganz durchbraten, weil sie das zuhause auch so macht ... das haben wir schnell geändert 😁


Das kenne ich nur zu gut. Ich war über sieben Jahre mit einer Laotin verheiratet, damals in Deutschland. Es hat wirklich lange gedauert, bis sie sich an den Umgang mit Lebensmitteln hier gewöhnt hatte. Gerade das mehrfache Auftauen und Wiedereinfrieren von Fleisch oder der Umgang mit leicht verderblichen Lebensmitteln war für sie anfangs völlig normal.

Ich finde allerdings, dass sich in den letzten Jahren schon einiges verbessert hat. Früher lag auf vielen Märkten das Fleisch einfach ungekühlt auf einem Holzbrett. Heute sieht man deutlich häufiger Eis oder sogar Kühltheken. Da entwickelt sich meiner Meinung nach langsam etwas in die richtige Richtung.

Was ich trotzdem immer wieder beobachte: Viele klagen regelmäßig über Magenprobleme, behandeln Fleisch aber weiterhin sehr unkritisch und essen zusätzlich extrem scharf. Wobei ich beim Thema Schärfe selbst den Mund nicht zu voll nehmen darf. Ich esse hier mittlerweile oft schärfer als viele Thais. Wenn ich länger in Thailand bin, merke ich allerdings selbst, dass mir das irgendwann auf den Magen schlägt. Deshalb habe ich mir inzwischen angewöhnt, es nicht mehr jeden Tag zu übertreiben.

Bei meiner Ex konnte ich gut beobachten, dass sich ihr Magen nach ein bis zwei Jahren in Deutschland deutlich beruhigt hatte. Sobald wir aber irgendwo eingeladen waren und es wieder rohen Seafood im Som Tam und jede Menge Chilis gab, durfte ich am nächsten Tag meistens wieder in die Apotheke fahren. Irgendwann hat sie selbst gesagt, dass da wohl tatsächlich ein Zusammenhang besteht.

Im Anhang mal ein kleiner Auszug von Stweeties Lebensmitteln.

PS:
Nichts für schwache Nerven 🤣🤣

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Dann wird es mal wieder Zeit für das Tagesupdate.

Gestern Morgen wurden wir so gegen halb neun wach. Wirklich aufgestanden sind wir allerdings noch lange nicht. Wir dösten bestimmt noch bis halb zehn vor uns hin, alberten etwas herum und kuschelten noch eine ganze Weile.

Irgendwann bin ich dann aufgestanden, habe erst einmal geduscht und mir anschließend einen Kaffee gemacht.

Kurz darauf kam auch Sweetie aus dem Schlafzimmer und fragte mich, ob ich Hunger hätte. Ehrlich gesagt hielt sich mein Appetit noch in Grenzen und ich sagte ihr, dass ich im Moment eigentlich nichts essen möchte.

Keine fünf Minuten später stand sie allerdings wieder vor mir, diesmal mit zwei Packungen Mama-Nudeln in der Hand, und fragte grinsend, ob ich darauf vielleicht Lust hätte.

Da musste ich natürlich lachen.

Ich esse die Dinger tatsächlich auch in Deutschland ganz gerne. Außerdem ist so eine kleine Portion ja schnell gegessen.

Also sagte ich nur: „Mach mir einfach eine mit.“

Natürlich blieb es nicht bei den Nudeln. Sweetie schnippelte noch jede Menge Gemüse hinein und machte zusätzlich zwei Spiegeleier dazu.

So frühstückten wir ganz gemütlich zusammen auf der Terrasse.

Nach dem Frühstück verspürte ich noch Lust auf etwas Süßes. Also lief ich kurz zum CJ Markt, der sich direkt um die Ecke befindet.

Dort gibt es momentan diese kleinen Kugeln mit angeblicher Dubai-Schokolade. Außen Schokolade und innen eine trockene Pistazienfüllung. Wie die Dinger genau heißen, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Eins weiß ich allerdings: Sie schmecken verdammt gut.

Also wanderte eine davon in meinen Einkaufskorb.

Zurück zu Hause machte ich mir noch einen Kaffee, während Sweetie schon wieder im Schlafzimmer verschwunden war und sich ein wenig hinlegte.

Natürlich ließ ich sie dort nicht lange alleine.

Es folgte erst einmal eine kleine sportliche Einlage, bevor anschließend wieder jeder so sein eigenes Ding machte.

Sweetie schaute sich irgendwelche Videos auf Facebook an, ich telefonierte noch mit einem guten Freund in Deutschland, der gerade auf dem Weg zur Arbeit war, und stöberte anschließend noch etwas auf meinem Handy herum.

Draußen war es gestern übrigens unglaublich heiß. Seit ich hier bin, war das mit Abstand der heißeste Tag. Wobei ich sagen muss, dass es sich trotz allem immer noch angenehmer angefühlt hat als die letzten Tage vor meiner Abreise in Deutschland.

Irgendwann setzten wir uns gemeinsam auf die Terrasse und unterhielten uns.

Dabei fiel mir ein, dass wir einige Themen rund um ihre Tochter bisher immer nur kurz angesprochen, aber nie wirklich in Ruhe besprochen hatten. Unter anderem den Ernährungsplan, den ein guter Bekannter von mir für sie erstellt hat, die verschiedenen Nahrungsergänzungsmittel, für die Sweetie jeden Monat unnötig Geld ausgibt, und natürlich auch ihre eigenen Beschwerden mit den Beinen.

Also beschlossen wir, uns für diese Themen einfach einmal genügend Zeit zu nehmen.

Ich habe mich mit Sweetie schon sehr oft über ihre Tochter unterhalten. Mittlerweile kenne ich sie zumindest recht gut über viele Videotelefonate.

Sie ist sieben Jahre alt und für ihr Alter wirklich sehr schmächtig. Sie hat extrem dünne Ärmchen und Beinchen. Selbst wenn man berücksichtigt, dass beide Eltern eher zierlich gebaut sind und es sich um eine Laotin handelt, finde ich sie schon außergewöhnlich dünn.

Trotzdem macht sie auf mich einen sehr gesunden Eindruck. Sie ist aufgeweckt, lernt gut in der Schule, ist fröhlich und aktiv. Deshalb gehe ich auch davon aus, dass ihre schlanke Statur zum großen Teil genetisch bedingt ist.

Was mir allerdings aufgefallen ist: Sie ernährt sich überwiegend von Gemüse. Fleisch isst sie nur sehr selten. Positiv ist wiederum, dass sie beispielsweise gerne Avocado isst, die viele gesunde Fette und wichtige Nährstoffe enthält.

Da ein guter Bekannter von mir in Deutschland Arzt ist und sich unter anderem intensiv mit Ernährung beschäftigt, hatte ich das Thema schon vor einiger Zeit mit ihm besprochen. Gemeinsam haben wir einen Ernährungsplan für ihre Tochter erstellt.

Diesen Plan sind Sweetie und ich gestern in Ruhe Punkt für Punkt durchgegangen. Ich habe ihr erklärt, worauf sie künftig achten sollte und warum bestimmte Dinge sinnvoll sind.

Sie war davon sehr begeistert. Bisher hatte sie nämlich immer wieder irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel in Laos gekauft. Meistens allerdings günstige Produkte und leider oft auch die falschen. Wir kennen das ja alle: Irgendjemand erzählt in einem YouTube-Video etwas und schon wird es für bare Münze genommen.

Deshalb haben wir beschlossen, das Ganze künftig etwas strukturierter anzugehen.

Als Erstes haben wir ein hochwertiges Eiweißpulver gekauft. Das ist nicht nur für ihre Tochter gedacht, sondern auch für Sweetie. Allerdings nicht in der normalen Dosierung, sondern nur mit etwa einem Drittel einer üblichen Portion pro Tag, für die Tochter.

Es geht dabei überhaupt nicht darum, dass ein Kind Proteinpulver „zum Muskelaufbau” trinkt. Der Hintergrund ist vielmehr, dass sie über ihre normale Ernährung sehr wenig Eiweiß zu sich nimmt. Das Pulver soll lediglich helfen, diese Versorgung etwas zu verbessern.

Viele Hersteller schreiben zwar auf ihre Verpackungen, dass ihre Produkte erst ab 15 oder 16 Jahren geeignet seien. Das dient jedoch in erster Linie der rechtlichen Absicherung. Ähnlich wie der Hinweis „Kann Spuren von Nüssen enthalten”. Entscheidend ist immer die Menge. In einer vernünftigen Dosierung ist ein hochwertiges Proteinpulver für ein gesundes Kind unproblematisch und ersetzt selbstverständlich keine ausgewogene Ernährung.

Außerdem wollte Sweetie unbedingt noch einen Appetitanreger für ihre Tochter kaufen. Ehrlich gesagt habe ich ihr davon eher abgeraten. Die meisten dieser Präparate sind im Grunde nichts anderes als Multivitaminpräparate mit zusätzlichen Inhaltsstoffen. Schaden werden sie zwar vermutlich nicht, Wunderdinge sollte man davon allerdings auch nicht erwarten. Trotzdem war es ihr wichtig und deshalb landete auch dieser Sirup im Einkaufskorb.

Zusätzlich haben wir noch Seven Seas Ocean Gold gekauft. Dabei handelt es sich um Lebertran mit Omega-3-Fettsäuren sowie verschiedenen Vitaminen wie A, C, D, E und mehreren B-Vitaminen. Gerade DHA, eine Omega-3-Fettsäure, spielt unter anderem für die normale Entwicklung des Gehirns und der Augen eine wichtige Rolle. Auch dieses Präparat soll lediglich die Ernährung ergänzen und nicht ersetzen.

Für Sweetie selbst haben wir einen hochwertigen Magnesium-Komplex ausgesucht.

Sie hat früher sehr regelmäßig Krafttraining gemacht. In den letzten Monaten hat sie das allerdings fast komplett eingestellt. In Laos kümmerte sie sich intensiv um ihre Tochter, pflegte ihren kranken Vater und übernahm zusätzlich den Haushalt. Irgendwann fehlte einfach die Zeit und auch die Energie für regelmäßiges Training.

Mir ist das ebenfalls aufgefallen. Im April war sie noch deutlich trainierter als heute. Wobei mich das persönlich überhaupt nicht stört. Im Gegenteil, zu viele Muskeln finde ich bei einer Frau gar nicht unbedingt attraktiv.

Seit einiger Zeit klagt sie allerdings immer wieder über Schmerzen in den Waden, den Oberschenkeln und im Kniebereich. Deshalb waren wir ja sogar schon gemeinsam beim Chiropraktiker.

Nach Rücksprache mit meinem Bekannten in Deutschland liegt die Vermutung nahe, dass ihre Beschwerden zumindest teilweise auch daher kommen könnten, dass sie ihre Muskulatur in den letzten Monaten stark vernachlässigt hat. Wer plötzlich kaum noch trainiert und sich deutlich weniger bewegt, verliert natürlich auch Muskelmasse.

Deshalb haben wir auch für sie das hochwertige Proteinpulver gekauft. Sie möchte in den nächsten Wochen wieder regelmäßig mit Krafttraining beginnen. Dabei kann eine ausreichende Eiweißversorgung natürlich sinnvoll sein. Und selbst wenn sie nicht sofort wieder voll einsteigt, wird ihr etwas mehr Muskulatur mit Sicherheit guttun.

Dass sie dadurch möglicherweise auch ein klein wenig an Körpergewicht zulegt, habe ich ihr allerdings lieber nicht erzählt. Sie würde das Pulver sonst vermutlich gar nicht erst anrühren, weil sie am liebsten sogar noch etwas abnehmen würde.

Ich persönlich finde allerdings, dass ihre derzeitigen 43 Kilogramm für ihre Körpergröße und ihr Alter schon sehr wenig sind. Auch wenn viele Laotinnen eher zierlich gebaut sind, würde ihr ein kleines bisschen mehr Muskulatur und ein paar gesunde Reserven meiner Meinung nach eher guttun.

Am Ende gilt aber wie immer: Nahrungsergänzungsmittel sind genau das eine Ergänzung. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und ein gesunder Lebensstil bleiben die wichtigste Grundlage. Die Präparate können dabei lediglich unterstützen, sie ersetzen aber niemals eine vernünftige Ernährung.

Dann wurde es Zeit, die Einkäufe zu erledigen, die ich für Sweetie und ihre Tochter geplant hatte.

Gemeinsam fuhren wir deshalb zum Nutrition Supplements Pattaya in der Second Road. Es ist zwar kein riesiger Laden, gehört meiner Meinung nach aber trotzdem zu den besten Adressen in Pattaya, wenn es um Fitness- und Sportnahrung geht. Dort gibt es nahezu ausschließlich Premium-Produkte. Dadurch ist der Laden natürlich nicht der günstigste, die Preise bewegen sich aber absolut im normalen Marktbereich und es gibt immer wieder gute Angebote.

Dort kauften wir zunächst das Optimum Nutrition Gold Standard 100% Whey in der 2,27-kg-Dose. Das hochwertige Proteinpulver enthält rund 24 Gramm Eiweiß pro Portion und eignet sich hervorragend, um die tägliche Eiweißzufuhr zu erhöhen sowie den Muskelaufbau und Muskelerhalt zu unterstützen. Der Preis lag bei 3.399 Baht.

Direkt nebenan befindet sich eine Apotheke. Dort kauften wir anschließend noch die restlichen Nahrungsergänzungen.

Zum einen den Seven Seas Multivitamin Syrup with Lysine für 205 Baht. Dieser Sirup enthält Lysin sowie verschiedene Vitamine und wird häufig eingesetzt, um den Appetit zu fördern und gleichzeitig die Vitaminversorgung zu unterstützen.

Außerdem nahmen wir noch Seven Seas Ocean Gold für 200 Baht mit. Dabei handelt es sich um Lebertran mit Omega-3-Fettsäuren (DHA) sowie verschiedenen Vitaminen wie A, C, D, E und mehreren B-Vitaminen.

Als Letztes entschieden wir uns noch für den VISTRA Magnesium Complex für 219 Baht. Es gab zwar zahlreiche verschiedene Magnesiumpräparate, dieses gefiel mir jedoch am besten. Es enthält mehrere Magnesiumformen sowie zusätzliche Vitamine zur Unterstützung von Muskeln, Nerven und Regeneration. Interessanterweise war es trotz der hochwertigen Zusammensetzung sogar eines der günstigeren Präparate im Regal. Im Vergleich zu Deutschland spart man bei diesem Produkt sogar ungefähr fünf Euro. Bei den anderen Produkten bewegen sich die Preise dagegen fast auf dem gleichen Niveau wie in Deutschland.

Insgesamt kamen wir für alle Nahrungsergänzungen auf 4.023 Baht.

Direkt neben der Apotheke befindet sich das Restaurant Aroy Dee. Dort legten wir noch eine kleine Pause ein. Ich bestellte mir ein Bier und eine Cola, Sweetie nahm ein Wasser. Gegessen haben wir dort allerdings nichts.

Anschließend liefen wir die Pattaya 8 Alley (Soi 8) hinunter in Richtung Beach Road. Es war mittlerweile etwa halb sieben am Abend.

Die Bierbars und Massagesalons waren personell gut besetzt. An hübschen Mädels mangelte es wirklich nicht. Kunden waren allerdings noch relativ wenige unterwegs. Natürlich war es auch noch recht früh am Abend, trotzdem war insgesamt deutlich weniger Betrieb als noch vor einigen Jahren.

Unten an der Beach Road angekommen, bogen wir nach rechts ab und schlenderten gemütlich die Promenade entlang.

Hier war insgesamt deutlich mehr los. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass sich überwiegend Thailänder dort aufhielten. Ob es Einheimische oder Urlauber aus anderen Teilen Thailands waren, kann ich natürlich nicht beurteilen. Auf jeden Fall herrschte eine angenehme Atmosphäre und es war einiges geboten.

Unterwegs kamen wir an einer größeren Ausstellung am Strand vorbei, die ich bereits in einem YouTube-Video gesehen hatte. Dort waren verschiedene Figuren ausgestellt, die momentan wohl in Thailand im Trend liegen. Wie diese genau heißen, weiß ich leider nicht. Jedenfalls war dort richtig viel Betrieb und viele Besucher machten Fotos.

Ein Stück weiter liefen wir über einen kleinen Markt am Chang Beer Garden vorbei. Das Angebot an Speisen war völlig in Ordnung und alles sah frisch und lecker aus. Preislich bewegte sich das Ganze allerdings eher im oberen Bereich. Wir schauten uns kurz um und gingen anschließend weiter.

An der Soi 6, direkt an der Ecke zur Beach Road, befindet sich eine größere Bar mit einem kleinen Biergarten davor.

Ich muss ehrlich sagen, dort saßen einige der hübschesten Frauen, die ich seit langer Zeit in Pattaya gesehen habe. Da waren wirklich ein paar absolute Hingucker dabei.

Der Biergarten war auch gut besucht. Fast jedes Mädel schien einen Gast zu haben, der gerade einen Lady Drink spendierte. In die Soi 6 selbst sind wir allerdings nicht hineingelaufen. Trotzdem konnte man sehen, dass dort zumindest wieder etwas Betrieb herrschte und einige Kunden unterwegs waren.

Wir liefen anschließend weiter bis zum Ende der Beach Road, dort, wo die Straße die Rechtskurve Richtung Second Road macht.

Von dort nahmen wir ein Taxi zum Jomtien Night Market.

Auf dem Markt kauften wir uns eine halbe Ente für 250 Baht, ich nahm noch eine Portion Bratkartoffeln mit und Sweetie kaufte sich zusätzlich noch Klebreis.

Mit unserem Essen fuhren wir anschließend nach Hause.

Zwischendurch rief mich noch mein Sohn an. Ich sagte Sweetie, sie solle mit dem Essen noch kurz warten. Während unseres Telefonats lief ich noch schnell zum Seven-Eleven und kaufte ein paar Bier, weil ich nach dem Essen eigentlich noch gemütlich ein oder zwei trinken wollte.

Als ich zurückkam, war bereits alles vorbereitet und Sweetie machte das Essen noch einmal warm.

Die Ente war wirklich hervorragend. Super zart, geschmacklich richtig gut und für 250 Baht meiner Meinung nach absolut ihr Geld wert.

Sweetie machte sich zusätzlich noch Som Tam mit kleinen Krebsen dazu und so saßen wir bestimmt eine Dreiviertelstunde gemütlich auf der Terrasse zusammen und ließen uns das Essen schmecken.

Nach dem Essen öffnete ich mir noch ein Beerlao, das ich zuvor bei CJ More gekauft hatte. Nach diesem einen Bier hatte ich allerdings überhaupt keine Lust mehr auf Alkohol und trank stattdessen bestimmt noch anderthalb Liter Wasser.

Wir saßen noch eine Weile zusammen, unterhielten uns und ließen den Abend ganz entspannt ausklingen.

Irgendwann ging es dann unter die Dusche und anschließend ins Bett. Sweetie war zwar ziemlich müde, trotzdem blieb noch etwas Zeit für Zweisamkeit. Kurz danach schliefen wir beide ein und ein weiterer schöner Tag in Thailand ging zu Ende.

Noch eine kleine Ergänzung:
Wenn Sweetie bei die Sublimats weiter kauft. Hätte sie kosten von 1.849 Baht im Monat. Wenn sie den unnötigen appetitanregend weglässt, sind es 205 Baht weniger.
Das ist natürlich viel Geld für sie. Mal abwarten was passiert 🤷🏻‍♂️

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